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30.11.2015
Außergewöhnliche Betrugsmasche trickst Kreditkarten aus

Bildquelle: © Photoeuphoria | Dreamstime Stock Photos

Viele Verbraucher, die auf eine kostenlose Kreditkarte setzen, fragen sich, ob die Plastikkarte auch allen Sicherheitsstandards entspricht. Das allerdings ist zweifelsfrei der Fall, denn die technischen Fortentwicklungen der großen Kreditkartenkonzerne Visa, MasterCard und American Express sorgen für immer mehr Sicherheit. Betrug allerdings wird dennoch auch weiterhin vorkommen.

Ein aktueller Fall könnte verrückter kaum sein. Wie mehrere Tageszeitungen berichten, ist es mehreren Betrügern gelungen, Kreditkartensysteme in großem Rahmen auszutricksen. Verbraucher, die auf eine gebührenpflichtige oder kostenlose Kreditkarte setzen, müssen sich allerdings keine Gedanken machen. Den Schaden nämlich übernehmen in Fällen wie diesen immer die Kreditkartenbanken. Einzig bei grober Fahrlässigkeit ist es möglich, dass auch Verbraucher für einen Schaden aufkommen müssen. Im aktuellen Fall ist davon aber nicht auszugehen, denn der Kreditkartenbetrug mehrerer Betrüger war so kompliziert, dass eine aktive Mitschuld von Verbrauchern ausgeschlossen werden kann. Vielmehr haben sich die Betrüger einer technischen Lösung bedient, die so bislang überhaupt noch nicht bekannt war. Manipuliert wurde konkret der Chip, der bei Kreditkarten für die Verifizierung verantwortlich ist.

Kreditkarten akzeptieren jede PIN

Wer eine kostenfreie Kreditkarte im Geldbeutel hat, der weiß, dass eine Verifizierung der Zahlung entweder mit einer PIN oder einer Unterschrift durchgeführt wird. Genau dieses System allerdings haben Betrüger bei der aktuellen Masche umgangen. Laut Medienberichten haben die Betrüger einen enorm dünnen und fast unsichtbaren Chip auf den ursprünglichen Chip geklebt und dabei modernste Technik verwendet. Der Chip nämlich nimmt sowohl Kontakt mit dem Originalchip als auch mit dem Kreditkartenterminal auf. An das Terminal sendet der Chip die Information, dass per PIN gezahlt werden muss, akzeptiert dabei aber jede beliebige PIN. An den Originalchip sendet der falsche Chip derweil die Information, dass die Zahlung per Unterschrift verifiziert wurde. Durch diese ausgeklügelte Technik ist es den Betrügern scheinbar tatsächlich gelungen, mit gestohlenen Kreditkarten und enormen Schaden anzurichten.

Den Betrügern auf der Spur

So ausgefuscht der Betrug mit den nur 0,2 Millimeter großen Zusatzchips auch ist, so kurz haben die Betrüger nun die Möglichkeit, von ihrer Errungenschaft zu profitieren. Visa, MasterCard und American Express haben nach Medienberichten bereits Gegenmaßnahmen eingeleitet. Die Strafverfolger fahnden nach den Betrügern. In einem ähnlichen Fall wurden vor einigen Jahren mehrere Festnahmen verkündet. Wie groß der derzeitige Betrug ist, kann man allerdings noch nicht abschätzen. Bislang ist auch vollkommen unklar, wie viele Kreditkarten überhaupt mit dem Zusatzchip versehen wurden. Schlussendlich werden Verbraucher sich aber erneut über mehr Sicherheit freuen, denn immer, wenn ein Sicherheitsleck aufgedeckt wird, werden weitere Maßnahmen ergriffen, um gebührenpflichtige und kostenlose Kreditkarte noch sicherer zu machen.

Sicherheit hat höchste Priorität

Bei kostenfreien Kreditkarten hat Sicherheit schon grundsätzlich immer die höchste Priorität. Wer sich in Deutschland für eines der vielen attraktiven Modelle entscheidet, der erhält automatisch eine Karte mit einem EMV-Chip, der grundsätzlich für eine hohe Sicherheit bei jeder Zahlung sorgt. Zudem bieten die meisten Kreditkartenanbieter auch bei Online-Zahlungen mittlerweile einen zusätzlichen Schutz an. Dank Verfahren wie Verified by Visa oder MasterCard SecureCode dürfen sich Kunden darüber freuen, im Internet ohne jegliche Gefahren einkaufen zu können. Sollte dann – wie im aktuellen Betrugsfall – dennoch etwas schief gehen, kann man auf die Unterstützung und die Begleichung des finanziellen Schadens durch die eigene Kreditkartenbank bauen. Sicherheit und Kundenzufriedenheit haben bei Kreditkartenkonzernen schlichtweg höchste Priorität!


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