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29.01.2015
Bei der Zahlung in Online-Shops gibt es weiterhin Hürden

Für Kunden und Online-Shops gleichermaßen ist die Bezahlung im Internet ein wichtiges Thema. Nach gültiger Rechtslage muss ein Shop eine kostenlose Zahlungsmethode anbieten, nur dann handelt er rechtskonform. In einigen Fällen bieten Shops auch die Kreditkarte als gebührenfreies Zahlungsmittel an – in anderen Ländern ist das seit Jahren Standard.

1,8 Prozent Gebühren. So viel zahlen Betreiber eines Online-Shops heute im Durchschnitt, wenn ein Kunde mit Kreditkarte bezahlt. Da überrascht es wenig, dass manche Händler weder gebührenpflichtige noch kostenlose Kreditkarten akzeptieren. In Deutschland findet man keineswegs überall die gängigen Symbole von Visa und MasterCard. Immerhin aber geht die Entwicklung in die richtige Richtung, denn immer mehr Shops haben in den letzten Jahren damit begonnen, die Kreditkarte als Zahlungsmittel anzubieten. Oft fällt dafür allerdings ein sogenanntes Kreditkartenentgelt an. Die Händler lassen den Kunden sozusagen dafür zahlen, dass dieser sich dafür entscheidet, seine kostenlose Kreditkarte einzusetzen. Diese Gebühren werden in einigen Fällen pauschal (beispielsweise bei der Lufthansa), in anderen prozentual (beispielsweise bei verschiedenen Elektronikshops) abgerechnet.

Draufzahlen für die Kreditkartenzahlung

Viele Kunden und Inhaber von gebührenfreien Kreditkarten ärgert das. Das gilt besonders für die pauschalen Abrechnungen, die insbesondere bei der Buchung von Flügen relevant sind. Während die Fluggesellschaften selbst meist eine moderate Pauschale von etwa 10 Euro erheben, schlagen manche Reisebüros richtig zu. Manche Anbieter erheben für die Zahlung mit einer gebührenpflichtigen oder kostenlosen Visa- oder MasterCard-Kreditkarte teils verrückte Gebühren von bis zu 25 Euro – auch für Billigflüge, wohlgemerkt. Da überrascht es wahrlich, dass die Internet-Reisebüros und selbst die Fluggesellschaften rechtskonform handeln. Oft liegt die Kreditkartengebühr nämlich zwischen 10 und 50 Prozent der Kaufsumme – so viel führen die Händler aber nicht einmal annähernd an die Kreditkartenfirmen ab.

Händler müssen eine kostenlose Zahlungsart anbieten

Zwar entscheiden sich viele Menschen der Einfachheit wegen dennoch für die Zahlung mit Kreditkarte, doch eigentlich müssen Händler auch eine kostenlose Zahlungsart anbieten. Bei den meisten Shops klappt das problemlos, oft sind hier Zahlungen per Vorkasse oder Lastschrift komplett gebührenfrei. Manchmal gibt es sogar noch einen Rabatt für Zahlungen per Vorkasse, da Händler diese Zahlungsart bevorzugen. Auch hier allerdings fallen im Vergleich Flugbuchungswebsites und einige Reisebüros negativ auf. Sie bieten in einigen Fällen nur selten genutzte Zahlungsarten gebührenfrei an. So bietet Flüge.de beispielsweise nur eine kostenfreie Zahlung mit der hauseigenen fluege.de MasterCard Gold, Opodo.de bietet seinen Kunden nur die gebührenfreie Zahlung mit Entropay an. Verständlich, dass Verbraucher bei diesen obskuren Zahlungsarten lieber auf ihre eigene kostenlose Kreditkarte setzen.

Deutschland kann von anderen Ländern lernen

In den nächsten Jahren könnte sich die Situation für Verbraucher allerdings bessern. Immerhin wollen Europas Politiker die Kreditkartengebühren auf 0,3 Prozent deckeln, zuerst muss der Vorschlag aber noch das Parlament passieren – das soll in den nächsten Monaten passieren. Grundsätzlich, so der Plan der Politiker, sollen hauptsächlich die Kunden davon profitieren. So wird die Zahlung mit einer kostenlosen Kreditkarte bei vielen Händlern in Zukunft voraussichtlich gebührenfrei sein. Wer noch Gebühren erhebt, der muss diese an die neue Deckelung anpassen. Über ein Prozent Gebühren für die Kreditkartenzahlung sind dann verboten. Eine Regelung für pauschale Kreditkartengebühren gibt es zwar noch nicht, sinken werden aber wohl auch diese.


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