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02.11.2014
Berliner Taxifahrer akzeptieren ab Mitte 2015 Zahlung mit Kreditkarte

Wer mit einer kostenlosen Kreditkarte in Berlin unterwegs ist, der hatte bislang oft ein Problem, wenn er in ein Taxi gestiegen ist. Viele Taxi-Unternehmer in Berlin haben sich bislang gesperrt, wenn es darum ging, Bezahlungen mit Kreditkarten anzunehmen. Bis Mitte 2015 soll sich das ändern, dann soll jeder Taxifahrer mindestens drei gängige Bank- und Kreditkarten akzeptieren.

Berlin ist eine der Städte in Deutschland, in denen der Vormarsch des Limousinen-Services Uber am schnellsten voranging. Trotz Verboten und anderen Restriktionen boomt der Markt für private Fahrer. Das liegt auch daran, dass bei Uber alle Zahlungsmittel – also auch alle gängigen Kreditkarten – akzeptiert werden. Damit hat kein Fahrgast Probleme beim Bezahlen, auch dann nicht, wenn er einmal nicht genügend Bargeld in der Tasche hat. Ganz anders bei Taxis: Hier ärgerten sich viele Berliner und insbesondere Touristen, die am Flughafen oder am Hauptbahnhof ankamen, dass sie nicht mit ihren kostenlosen Kreditkarten bezahlen können.

Taxis sollen bald auch Kreditkarten akzeptieren

Der Schrecken soll aber bald ein Ende haben, denn wie die Taxiverbände bekanntgegeben haben, wollen sie bis Mitte 2015 dafür sorgen, dass in allen Berliner Taxis mindestens drei gängige Geld- und Kreditkartenakzeptiert werden. Damit können Kunden davon ausgehen, dass sie zukünftig zumindest mit gebührenfreien Kreditkarten von Visa und MasterCard im Taxi bezahlen können. American Express-Kreditkarten werden vermeintlich auch weiterhin nur von den wenigsten Taxifahrern akzeptiert. Dennoch handelt es sich um einen großen Fortschritt, denn bislang akzeptieren nur vereinzelte Fahrer Kreditkarten. Für die Branche spricht grundsätzlich viel gegen die Akzeptanz von Kreditkarten, einzig der Wettbewerb drängt die Taxifahrer zu diesem Umschwung.

Taxifahrer zahlen bei Kreditkartenzahlung höhere Gebühren

Das Problem der Taxifahrer liegt in den Gebühren, die bei einer Zahlung mit Kreditkarten anfallen. Bei einem Fahrpreis von 100 Euro bleibt einem Fahrer vor Abzug der Kosten der volle Betrag. Wird stattdessen mit Kreditkarte bezahlt, fallen Gebühren im niedrigen einstelligen Bereich an. Bei 100 Euro verliert ein Taxifahrer dadurch immerhin ein bis drei Euro. Das erklärt, warum Taxifahrer sich bislang wenig glücklich darüber zeigten, wenn Kunden eine Kreditkarte gezückt haben. Dennoch können sie sich heutzutage nicht mehr sperren, immerhin werden die praktischen Kreditkarten, die für Inhaber meist komplett kostenlos sind, an immer mehr Akzeptanzstellen angenommen. In der Taxi-Branche gilt es außerhalb Deutschlands schon lange als Standard, dass auch Kreditkarten für die Zahlung des Fahrpreises herangezogen werden. Bei Limousinen-Services, etwa bei Uber, gehört die kostenlose Zahlung mit Kreditkarte ebenfalls zum Standard.

Geringere Trinkgelder bei Kartenzahlung

Doch die für Kunden kostenlose Kreditkartenzahlung hat für Taxifahrer sogar noch einen weiteren Nachteil. Nicht nur müssen die Fahrer bei der Zahlung mit Kreditkarte Sondergebühren abführen, sie erhalten darüber hinaus im Durchschnitt auch noch weniger Trinkgeld. Mit dieser Problematik haben etwa auch Restaurants zu kämpfen. Wer mit einer gebührenpflichtigen oder kostenlosen Kreditkarte bezahlt, der vergisst gerne auch das Trinkgeld. Meist denken Kartenzahler schlichtweg nicht mehr über das Trinkgeld nach. Oft fällt aber auch das klassische Aufrunden des Betrags, das bei Barzahlung Gang und Gäbe ist, weg. Am Ende des Tages verliert der Taxifahrer durch die Kreditkartenzahlung einige Euro. Dadurch, dass die Kunden durch den Service aber wieder öfter Taxi fahren werden, dürfen sich auch die Fahrer über steigende Umsätze freuen. Kreditkarten haben am Ende also wohl doch eine positive Wirkung für die Branche.


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