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18.07.2014
Bezahlen mit dem Gesicht

Bildquelle: © Dana Rothstein | Dreamstime Stock Photos

Pay-Pal hat bereits einmal den Markt des Geldtransfers revolutioniert, nun will die amerikanische Ebay-Tochter auch im stationären Handel Fuß fassen. Dabei soll der Bezahldienst Payleven, den Pay-Pal bereits seit einigen Monaten in den Vereinigten Staaten testet, helfen. Bezahlt werden kann, zumindest indirekt, durch die pure Anwesenheit in einem Geschäft.

Kaum ein Unternehmen steht so sehr für neuartige Bezahlsysteme wie die US-Amerikaner von Pay-Pal. Vor einigen Jahren haben sie mit ihrem Geldtransferdienst die Welt nahezu revolutioniert. Kosten für Überweisungen von Land zu Land und Kontinent zu Kontinent fielen weg, die Kreditkartenfirmen bekamen einen ernstzunehmenden Konkurrenten, der ein enormes Wachstum vorweisen konnte. Pay-Pal gelang es außerdem, Kunden davon zu überzeugen, dass der Dienst sehr sicher ist. Das gelang dem Unternehmen auch deswegen, weil es für nahezu alle Schäden, die bei Missbrauch auftreten, aufkommt.

Payleven soll die nächste Revolution werden

Mit Payleven will Pay-Pal nun erneut einen Frontalangriff auf die Konkurrenz starten. Dank moderner Technik hat das Unternehmen, das mittlerweile zu Ebay gehört, ein revolutionäres System marktreif gemacht. Die Funktion „Einchecken mit Pay-Pal“ soll es Nutzern ermöglichen, in Geschäften ganz ohne den Einsatz von Bargeld oder Bankkarten zu bezahlen. Die Technik dahinter ist einfach als viele denken mögen. Payleven setzt darauf, dass ein Nutzer in einem stationären Geschäft „eincheckt“, also übermittelt, dass er sich gerade in diesem Geschäft befindet. Dieser Check-In wird an den Ladenbesitzer weitergeleitet. Dieser kann das gespeicherte Profilbild des Kunden dann mit der Person vor sich abgleichen.

Absegnung von beiden Seiten

Damit eine Zahlung über Payleven zustande kommt, muss der jeweilige Kaufbetrag dann noch von beiden Seiten abgesegnet werden. Die Zahlung wird dann über die Online-Konten bei Pay-Pal abgewickelt. Voraussetzung ist selbstverständlich, dass beiden Seiten, also Käufer und Verkäufer, über einen Pay-Pal-Account verfügen. Darüber hinaus muss der Verkäufer zweifelsfrei erkennen können, dass es sich bei der realen Person auch um das Gesicht handelt, das er im Payleven-Zahlungssystem sieht. Datenschützer und Verbraucherschützer sehen das System allerdings kritisch, denn die Zahl der Missbrauchsfälle könnte sich durch die „einfache“ Bezahlung erhöhen.

Test bei einigen deutschen Einzelhändlern

Bislang konnte Payleven nur in den Vereinigten Staaten genutzt werden, dort befindet sich die Technik noch in einer Beta-Phase. Ausgewählte Kunden können in einigen Geschäften testweise über Payleven bezahlen, alle Risiken trägt dabei der Online-Bezahldienst. Bislang kommt die Software allerdings gut an, weswegen sich die Ebay-Tochter entschlossen hat, nun auch nach Deutschland zu expandieren. Auch hierzulande will Pay-Pal zuerst mit einem Beta-Test starten, im Rahmen dessen nur wenige Einzelhändler mit der Technologie ausgestattet werden. Interessierte Nutzer von Pay-Pal können sich online als Beta-Kunde registrieren und erste Schritte mit dem neuen Bezahldienst wagen. Wann Pay-Pal die neue Technik im großen Rahmen zur Verfügung stellen will, ist bislang noch nicht klar. Es ist allerdings davon auszugehen, dass sich der Bezahldienst nicht mehr allzu lange Zeit lässt, denn auch die Konkurrenz schläft nicht. Kreditkartenunternehmen treiben bereits seit Monaten die Integration der Near Field Communication (NFC) voran. Die einfache Bezahlweise durch das „Auflegen“ einer Kreditkarte auf ein Terminal konnte sich bislang allerdings nicht in der Breite durchsetzen.


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