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23.02.2016
Das Ende von Zusatzgebühren ist nicht mehr fern

Bildquelle: © Jyothi | Dreamstime Stock Photos

Wer auf eine kostenlose Kreditkarte setzt, der verbindet mit der Beantragung meist die Hoffnung, in Zukunft überall weniger kompliziert, schneller und komfortabler einkaufen zu können. Grundsätzlich wird diese Hoffnung auch nur in den seltensten Fällen enttäuscht. Es gibt allerdings auch weiterhin einige Händler, die eine Gebühr in Rechnungen stellen, wenn man mit einer Kreditkarte bezahlt. Wie kann das sein?

Eine Zahlung mit einer kostenlosen Kreditkarte ist eigentlich immer kostenlos. Ob im Supermarkt, bei einem Onlinehändler wie Amazon oder in der Tankstelle – für die Zahlung mit Kreditkarte muss man eigentlich nirgendwo extra bezahlen. Doch hin und wieder liest man doch wieder davon, dass Gebühren für die Zahlung mit Kreditkarte anfallen. Besonders häufig betroffen ist man davon, wenn man eine Reise bucht und mit Kreditkarte bezahlen will. Bei einigen Anbietern von Pauschalreisen fällt beispielsweise eine prozentuale Gebühr für die Zahlung mit Kreditkarte an. Auch deutsche Airlines nehmen eine fixe Pauschale. Auch das größte deutsche Eisenbahnunternehmen erhebt für Zahlungen ab 50 Euro eine Kreditkartengebühr. Doch wie kommt es dazu?

Händler geben Kreditkartengebühren weiter

Grundsätzlich kann man als Verbraucher nur deswegen eine kostenlose Kreditkarte im Geldbeutel haben, weil die Kreditkartenbanken durch etwas anderes Geld verdienen. Dabei handelt es sich um die sogenannten Interbankenentgelte. Diese sind in der Europäischen Union seit kurzem auf nun mehr nur noch 0,3 Prozent der jeweiligen Zahlungssumme begrenzt. Zahlt man also etwa 100 Euro, muss der Händler 30 Cent an die Kreditkartenbank abführen. Während diese Gebühren auch fast immer tatsächlich vom jeweiligen Händler getragen werden, langen einige Unternehmen hin und geben die Kosten so an die Verbraucher weiter. Besonders skurril: Bei günstigen Flügen zahlt man auf Grund der pauschalen Gebühr bei manchen Airlines drauf – und zwar richtig.

Verbraucherschützer haben keine Handhabung

Dass der Nutzen einer gebührenfreien Kreditkarte für Zahlungen bei manchen Unternehmen damit vollkommen dahin ist, wird schnell klar. Doch dennoch können Verbraucherschützer wenig tun, denn in Deutschland müssen Händler nur eine einzige kostenlose Bezahlmethode anbieten. Die größte deutsche Airline setzt hier beispielsweise auf das Lastschriftverfahren, bei der zweitgrößten Airline kann man mit PayPal komplett kostenfrei bezahlen. Auch bei allen Online-Reisebüros wird eine kostenlose Bezahlmethode präsentiert – vielfach ist diese allerdings äußerst selten und damit rechtlich zweifelhaft. Dennoch haben es Verbraucherschützer bislang nicht geschafft, die Kreditkartengebühren zu verbannen. Es gibt für Inhaber von kostenlosen Kreditkarten allerdings Hoffnung, denn in Zukunft könnten die Gebühren tatsächlich verschwinden.

Neue Richtlinie könnte Gebühren verbannen

Wer auf eine kostenfreie Kreditkarte setzt, der muss in einigen Jahren wohl tatsächlich nicht mehr draufzahlen – egal bei welchem Händler. Eine zweite EU-Richtlinie zum Zahlungsverkehr soll dazu führen, dass man als Kunde in Zukunft nie auch nur einen Cent für Gebühren ausgeben muss. Eigentlich hatten Experten erwartet, dass die Gebühren schon durch die erste Richtlinie fallen. Bei nur noch 0,3 Prozent Gebühren für Händler statt wie zuvor teilweise mehr als zwei Prozent hätte eine Entlastung der Verbraucher durchaus Sinn ergeben. Da viele betroffene Unternehmen allerdings nicht gehandelt haben, muss wohl ein zweiter Eingriff der Politik her. Dieses Mal werden die Gebühren wohl wirklich komplett verschwinden, sodass jeder die eigene kostenlose Kreditkarte komplett und in jeder Hinsicht genießen kann!


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