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10.09.2014
Das iPhone 6 soll die Kreditkarte ersetzen

Bildquelle: © Radu Razvan Gheorghe | Dreamstime Stock Photos

Apple will mit dem iPhone 6 ernst machen. Wie ein gewöhnlich gut informierter Medienblog und auch Bloomberg berichten, ist Apple Kooperationen mit allen drei großen Kreditkartenfirmen eingegangen. Von den Funktionen des neuen Mobiltelefons könnten Visa, MasterCard und American Express besonders profitieren, denn das Gerät soll das mobile Bezahlen schneller vorantreiben.

Bislang klappt die Integration des mobilen Bezahlens oder der digitalen Brieftasche eher behäbig. Weder MasterCard noch Visa, beide Vorreiter in diesem Gebiet, konnten in Europa oder Amerika bislang enorme Wachstumszahlen vorlegen. Einzig in Asien, etwa in Singapur, und in Australien scheint der Vormarsch des mobilen Bezahlens bereits heute kaum mehr zu stoppen. Um nun auch in Europa und Amerika den Durchbruch zu schaffen, haben Visa, MasterCard und American Express nach Informationen von Bloomberg eine Partnerschaft mit dem US-Technologieriesen geschlossen. Demnach soll das iPhone 6, das am 9. September vorgestellt wird, Plastikkarten fast gänzlich ersetzen.

Keine Kreditkarte, keine EC-Karte, nur ein Handy

Wenn es nach den Vorstellungen des Weltkonzerns geht, wird das iPhone 6 zu einer vollständigen „Digital Wallet“, mit der sich alle Zahlungen abwickeln lassen. Dabei sollte das Mobiltelefon nicht nur gewöhnliche Kreditkarten ersetzen, sondern zugleich auch das Ende der EC-Karte einläuten. Die sogenannten Girokarten waren beim kontaktlosen Bezahlen bislang eigentlich außen vor, Apple will sie nun aber auch bei „Recode“, wie der neue Bezahldienst heißt, integrieren. Nach Informationen eines bekannten Internetblogs setzt Apple mit dem iPhone 6 auch das erste Mal intensiv auf die NFC-Technologie. Bislang hatten die US-Amerikaner darauf verzichtet. Mobiles Bezahlen ist ohne die Near Field Communication allerdings nicht möglich.

Die PIN hat bei Kreditkarten ausgedient

Geht es nach Apple, sorgt der US-Anbieter gleichzeitig noch für eine weitere Revolution. Galten PIN-Zahlungen noch vor wenigen Jahren als große Sicherheitsrevolution auf dem Markt, sollen sie bald schon wieder der Vergangenheit angehören. Was früher der Magnetstreifen und dann die PIN war, soll in Zukunft ein Fingerabdruck sein. Die sogenannte Touch-ID baut auf ein System, das Apple bereits beim iPhone 5 integriert hatte. Schon bei der Veröffentlichung dieses Geräts erklärte Apple-Chef Tim Cook, dass man die Funktion auch deswegen integriert hatte, weil man später das digitale Bezahlen revolutionieren wolle. Dieser Zeitpunkt scheint nun gekommen zu sein, denn Touch-ID soll die PIN komplett ersetzen.

Ist die Bezahlung sicherer als mit gewöhnlicher Kreditkarte?

Mag man Apple glauben, so ist die Bezahlung mit Touch-ID sicherer als die gewöhnliche Kreditkartenzahlung mit PIN, die in Europa üblich ist. Das System funktioniert dabei recht einfach. Um eine Zahlung zu autorisieren, müssen Kunden einfach ihren Finger auf ihr Smartphone halten. Dieses erkennt, ob es sich um den „richtigen“ Finger handelt und erlaubt die Transaktion. In der Theorie gibt es wenig Zweifel daran, dass die Funktion einen neuen Maßstab bezüglich Sicherheit schafft. In der Praxis zeigen sich viele Experten allerdings unsicher, ob die Funktion uneingeschränkt zu empfehlen ist. Das liegt nicht zuletzt an der Anfälligkeit der Technik. Sollte der Scanner für Fingerabdrücke beispielsweise einmal ausfallen, wären Zahlungen für Verbraucher nicht mehr möglich. Hacker halten es zudem für möglich, dass die Kreditkartendaten, die in der Wallet hinterlegt werden, gestohlen werden können. Das wird Apple allerdings verhindern wollen. Wie das klappen soll, wird Apple wohl am 9. September erklären.


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