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18.09.2015
DCC verursacht hohe Kosten für Verbraucher

Bildquelle: © Jyothi | Dreamstime Stock Photos

Immer mehr Inhaber einer kostenlosen Kreditkarte werden mit dem schwierigen Term Dynamic Currency Conversion (DCC) konfrontiert. Im ersten Moment weiß da kaum jemand, um was es geht. Doch die DCC ist dafür verantwortlich, dass tausende Deutsche jedes Jahr im Ausland zu viel bezahlen. Die Abzocke geht dabei von den Zahlungsabwicklern aus.

Dynamic Currency Conversion (DCC) hat, wie man sich bereits denken kann, mit Umrechnungskursen zu tun. Doch wie kann man selbst mit seiner kostenfreien Kreditkarte überhaupt Einfluss darauf nehmen, wie sich die Wechselkurse auf die Kreditkartenrechnung auswirken? Ganz einfach, indem man am Geldautomaten oder beim Bezahlen im Hotel die falsche Entscheidung trifft. Betreiber von Geldautomaten, aber auch Verkäufer im Geschäft oder Rezeptionisten im Hotel fragen oftmals, ob eine Zahlung in Euro oder der jeweiligen Landeswährung abgewickelt werden soll. Als Verbraucher wählt man da aus Praktikabilität oft die eigene Währung, also Euro. Doch genau das ist ein großer Fehler, denn wählt man die DCC-Option, zahlt man gewöhnlich drauf.

Unterschiede von einigen Euro

Wer sich intensiver mit dem Thema beschäftigt, der wird feststellen, dass jeder Inhaber einer kostenlosen Kreditkarte durchschnittlich jedes Jahr einige Euro Verlust macht, weil er auf den Umrechnungsschwindel hereinfällt. Insgesamt liegt der Schaden sogar bei mehreren hunderttausend Euro. Die ZEIT hat sich auf die Suche nach dem Grund für die Abzocker-Gebühren gemacht und ist fündig geworden. Schuld sind die Betreiber wie Euronet, die ein großes Netz an Geldautomaten und Zahlungsterminals auf der ganzen Welt haben. Sie bieten Kunden die Option, das Geld in der Landeswährung abzuheben beziehungsweise die Rechnung in dieser zu bezahlen oder die, auf den ersten Blick komfortablere, direkte Umrechnung in die Landeswährung vorzunehmen.

Für Verbraucher nicht durchschaubar

Arglose Verbraucher entscheiden sich bei der Zahlung oder beim Geldabheben sogar häufiger für die eigene Währung als die Landeswährung, wie verschiedene Umfragen herausgefunden haben. Das liegt nicht zuletzt daran, dass ein normaler Inhaber einer kostenlosen Kreditkarte als argloser Verbraucher nicht erwartet, vom Betreiber abgezockt zu werden. Dass die Menschen immer wieder in dieselbe Falle tappen, liegt zudem daran, dass man die eigenen Verluste nicht direkt sieht. Die Wechselkursverluste werden erst dann deutlich, wenn man die abgerechneten Beträge mit den wirklichen Wechselkursen der jeweiligen Tage vergleicht. In der Kreditkartenabrechnung selbst steht am Ende nur der Betrag in Euro und eben keine mögliche Gebühr. Diese verrechnen Betreiber wie Euronet direkt im Wechselkurs, der sich teilweise um eine zweistellige Prozentzahl vom eigentlichen Wechselkurs unterscheidet.

Unterschiede von über zehn Prozent

Blickt man auf seine eigenen Kreditkartenabrechnungen und analysiert Zahlungen im Ausland, so wird man mit Schrecken feststellen, dass teilweise völlig falsche Wechselkurse gewählt wurden. Wer auf DCC reinfällt, der zahlt teilweise über zehn Prozent mehr. Bei einer Abhebung von beispielsweise 100 CHF zahlt man ohne Nutzung von DCC 100 Euro, entscheidet man sich dagegen für die direkte Umwandlung, so kostet die Abhebung auf einmal 110 Euro. Während man beim Frankenkurs, der nahezu bei 1:1 liegt, Abweichungen vom Regelwechselkurs noch erkennt, hat man als Verbraucher bei anderen Wechselkursen kaum eine Chance, als dem Automatenbetreiber zu vertrauen. Doch genau das sollte man nicht, denn wer sich auf DCC einlässt, der macht bei jeder Zahlung im Ausland Verluste – egal wie hoch die eigene Auslandseinsatzgebühr der gebührenpflichtigen oder kostenlosen Kreditkarte ist. 


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