TelefonBestellberatung unter 0351-64757550 (Mo-Sa 8-20 Uhr, So 8-18 Uhr)

15.07.2014
Der leise Abschied von der Geldkarte

Bildquelle: © Michal Wozniak | Dreamstime Stock Photos

Ein kleiner Chip auf der Girokarte des Geldinstituts. Die Funktion war über Jahre nur den wenigsten bekannt. Die sogenannten Geldkarten haben sich schlichtweg nicht durchgesetzt. Deswegen soll der Geldkartenchip abgeschafft werden, Chips sollen nur noch der Sicherheit dienen. Das Ende einer innovativen Idee.

Eigentlich könnte die Idee der Geldkarte auch in die moderne Welt passen. Mit der Technologie Near Field Communication (NFC) wollen Kreditkartenanbieter und Einzelhändler die Zahlung von Kleinbeträgen erleichtern. Kunden legen ihre Karte einfach auf das jeweilige Terminal, die Zahlung wird innerhalb von Sekunden abgewickelt. Ohne PIN, ohne Unterschrift, ohne großen Aufwand. Bei der sogenannten Geldkarte war das eigentlich nicht anders. Die Erfindung hat mittlerweile viele Jahre auf dem Buckel. Fast jeder hatte eine Geldkarte, sie wurde besonders Kunden von Genossenschaftsbanken automatisch ausgestellt.

Einfache Bezahlung von Beträgen bis 200 Euro

Das System der Geldkarte gleicht dem der NFC-Technologie in vielen Aspekten. Verwendet wird die Girokarte der Hausbank, auf einem Chip wird Geld „gespeichert“. Allerdings erfolgt die Abbuchung nicht direkt vom Konto, sondern über Guthaben. Die Aufladung des Chips mit Geld wird entsprechend schnell zu einem größeren Aufwand. Zur Bezahlung von Kleinbeträgen kann die Karte dann recht einfach verwendet werden. Nötig ist dazu nur ein Lesegerät, das direkt vom Chip abbucht. Verwendung haben solche beispielsweise in Parkuhren oder in Mensasystemen gefunden. Durchgesetzt hat sich der Geldchip in der breiten Bevölkerung allerdings nie. Das liegt auch daran, dass Einzelhändler sich nicht daran gemacht haben, das System zu integrieren.

Unternehmen setzen auf eigene Systeme

Dasselbe gilt für Unternehmen, welche die Technik zwar verwenden, aber lieber auf eigene Systeme bauen. Statt die Girokarte für Bezahlungen in der Mensa oder am Getränkeautomat zu nutzen, haben Unternehmen eigene Karten entwickelt, die über dieselbe Funktion verfügen. Diese lassen sich leichter verwalten, denn die Firmen können Auflade- und Entladeautomaten im Firmengelände platzieren. Bei einer Zusammenarbeit mit einer Bank wäre die Verwaltung deutlich komplizierter. Und so hat es die sogenannte Geldkarte auch im Unternehmensumfeld nie geschafft, sich durchzusetzen. Selbst bei Parkautomaten, wo das System jedem hilft, der gerade kein Kleingeld hat, wurde sie kaum genutzt. So überrascht es wenig, dass die neuen Girokarten nicht mehr mit einem passenden Chip ausgestattet werden sollen.

Kostenlose Kreditkarten vergleichen

Der große Kreditkartenvergleich

Unser Kreditkartenvergleich listet ausschließlich kostenlose Kreditkarten, d.h. MasterCards und VISA Kreditkarten ohne Jahresgebühr - dauerhaft. Wählen Sie selbst Ihre Wunschkriterien und finden Sie die beste Kreditkarte für Ihre Bedürfnisse.

Kostenlose Kreditkarten

Genossenschaftsbanken verabschieden sich von der Geldkarte

Aus internen Kreisen heißt es nun, dass die Genossenschaftsbanken sich bis Anfang 2018 von den Geldkarten verabschieden wollen. Andere Institute haben das längt getan. Mit dem Ende der letzten Bastion für das System, ist der Untergang wohl besiegelt. Das überrascht allerdings wenig, denn heute gibt es einige Technologien, welche die Geldkarte in den Schatten stellen. Neben der deutlich schneller Abwicklung durch die Technologie NFC, bieten Kreditkarten ebenfalls eine Art Geldkartenfunktion – abgebucht wird allerdings direkt vom Konto. Die Parkgebühren werden in Zukunft wohl weder mit Kleingeld, noch mit der Girokarte beglichen. Am Ende wird sich die Kreditkarte durchsetzen, auch weil immer mehr Bundesbürger eine solche besitzen. Die Geldkarte, welche die Institute bei jeder Ausstellung viel gekostet hat, wird derweil verschwinden. Bemerken werden das vermutlich nur die Wenigsten.


Weitere News lesen Sie unter Kreditkartennews