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03.04.2016
Das Selfie für die sichere Bezahlung mit Kreditkarte

Mit einer kostenlosen Kreditkarte kann man schon heute deutlich einfacher bezahlen als noch vor einigen Jahren. Das ist insbesondere auf die NFC-Technologie zurückzuführen. Doch die schnelle und einfache kontaktlose Bezahlung ist noch lange nicht der Höhepunkt der Evolution. MasterCard will schon in Kürze das sogenannte „Selfie Pay“-Verfahren auf den Markt bringen.

Wer mit einer kostenlosen Kreditkarte einkaufen geht, der kennt vermutlich die beiden in Deutschland gängigen Verfahren zur Verifizierung einer Kreditkartenzahlung. Entweder man muss am Terminal eine vierstellige PIN eingeben oder erhält einen Zettel, den man unterschreiben muss. Wenn Unterschrift auf Karte und Zettel übereinstimmen beziehungsweise die PIN bestätigt wurde, kann die Zahlung durchgeführt werden. Der Bezahlvorgang ist erledigt. Leichter geht es sogar mit NFC-Kreditkarten, die in Deutschland immer mehr zum Standard werden. Bei Beträgen bis zu 25 Euro reicht es hierbei aus, dass man die Kreditkarte auf ein Terminal legt und schon wird die Zahlung durchgeführt – eine zusätzliche Verifikation ist nicht mehr nötig.

Selfie Pay für sichereres Bezahlen

Dass nicht jeder sich die eigene PIN merken kann, ist bekannt. Auch, dass die Bezahlung per Unterschrift nicht die allersicherste ist, wissen die meisten. Doch die Lösung, die MasterCard dafür präsentiert, wirkt auf den ersten Blick wie ein Witz. Mit „Selfie Pay“ will MasterCard in Kürze in mehreren Ländern durchstarten und es Kreditkarteninhabern so ermöglichen, eine Zahlung mit einer gebührenpflichtigen oder kostenlosen Kreditarte durch einen Selfie zu verifizieren. Was wie ein Witz klingt, soll laut MasterCard in einem Test allerdings problemlos funktioniert haben. Ein Foto von sich selbst bei der Bezahlung, ein Abgleich im System mit einem hinterlegten Foto und schon kann die Zahlung durchgeführt werden – so einfach und schnell soll es laut MasterCard gehen.

Sicherer und schneller als andere Verifizierungsmöglichkeiten

MasterCard verweist darauf, dass die Bezahlung mit einer kostenlosen Kreditkarte so deutlich schneller durchgeführt werden kann als bislang. Doch Experten stellen in Zweifel, ob Geschwindigkeit wirklich ein gutes Argument ist. Wer erst sein Handy zückt, dann ein Foto macht und auch noch darauf warten muss, bis die Verifizierung abgeschlossen ist, der hat zur gleichen Zeit bereits locker die PIN eingegeben. Einen wirklichen Vorteil bietet Selfie Pay beim Thema Geschwindigkeit grundsätzlich also eher nicht. Anders steht es allerdings beim Thema Sicherheit. Die Software erkennt biometrische Daten auf einem Foto und kann so beim Abgleich nahezu fehlerlos erkennen, ob es sich um den Kreditkarteninhaber handelt oder nicht. Das erhöht die Sicherheit bei der Bezahlung deutlich, weil viele Bürger bei der Unterschrift und der PIN auch weiterhin eher unvorsichtig vorgehen.

Deutlich mehr Sicherheit durch einen Selfie

So kommt es jedes Jahr gleich mehrfach vor, dass Verbraucher ihre PIN entweder direkt auf der Kreditkarte vermerken oder aber zumindest auf einen Zettel im Geldbeutel schreiben. Das ist ein enormes Problem, denn es lädt Betrüger sozusagen ein, mit der Karte shoppen zu gehen. Auch die Unterschrift auf vielen kostenfreien Kreditkarten ist deutlich einfacher zu fälschen als viele denken. Das liegt auch daran, dass sich die wenigsten Menschen bei ihrer Unterschrift wirklich Mühe geben – mit ernstzunehmenden Folgen. Da ist der Selfie am Ende vielleicht doch die bessere Idee, um die Zahlung zu verifizieren, auch wenn das im ersten Moment komisch klingt.


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