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04.06.2015
Die finanzielle Bildung deutscher Kinder ist ausbaufähig

Bildquelle: © Jyothi | Dreamstime Stock Photos

Wie steht es um die Finanzbildung der Deutschen? Dieser Frage hat sich die Süddeutsche Zeitung in einem aktuellen Artikel angenommen. Werden die Kinder schon in der Schule falsch auf die Zukunft eingestellt? Lernen die Kinder keinen hinreichenden Umgang mit Geld und Anlageformen und was kann man tun, um diese Probleme zu lösen?

„Nachsitzen“ ist der treffende Name eines Artikels des Süddeutschen Zeitung, der sich mit der mangelnden Finanzbildung der Deutschen befasst. Zwar gibt es in Europa und der Welt noch einige Länder, in denen die finanzielle Bildung noch deutlich schlechter ist als in Deutschland, doch das ist kein Grund, warum hierzulande kein Nachholbedarf bestehen sollte. Gerade in einem Land, das wirtschaftlich und technologisch so weit fortgeschritten ist, sollte eine finanzielle Grundbildung jedem Menschen zuteilwerden. Das hätte auch positive Wirkungen auf die Umverteilung, denn dadurch, dass jeder von klein auf lernt, welche Finanzmittel viel Geld kosten und welche viel Geld bringen, wird die Ungleichheit eingedämmt. Denn wie sich schon in vielen Studien gezeigt hat: Armut entsteht oft durch falsche Anlage oder eine übertriebene Kreditaufnahme.

Finanzielle Grundbildung ist unerlässlich

Dass die Süddeutsche Zeitung in ihrem Artikel die Schulden in die Geiselhaft nimmt, ist absolut richtig. Genau hier könnte Kindern unabhängig vom Elternhaus eine finanzielle Grundbildung zukommen, die den jungen Menschen dabei hilft, sich auf eine gute Zukunft einzustellen. Dabei könnte etwa der Unterschied zwischen einer gebührenpflichtigen und einer kostenlosen Kreditkarte aufgezeigt werden. Auch die Vor- und Nachteile einer gebührenfreien Kreditkarte könnte man – im wahrsten Sinne des Wortes – an die Tafel malen. Mindestens genauso wichtig wäre eine Aufklärung über den Zins, denn egal ob bei Anlagen oder bei Kreditkarten – wer sich mit Guthaben- und Sollzinsen nicht auskennt, der kann viel Geld verlieren.

Überziehungen und Kredite sind gefährlich

Wird diese finanzielle Grundbildung über kostenlose Kreditkarten und andere Finanzprodukte nicht gewährt, entstehen mittelfristig auch große soziale Probleme. Die Zahl der Jugendlichen, die in eine Verschuldung abrutschen, wird Jahr für Jahr größer. Das liegt nicht zuletzt an der geringen finanziellen Bildung vieler Deutscher. Das beginnt schon dabei, dass oft kein Wissen darüber besteht, dass eine Überziehung des Girokontos sogenannte Sollzinsen nach sich zieht. Wer diese aus dem Blick verliert, der rutscht schnell in einen Abwärtsstrudel. Auch bei einer kostenlosen Kreditkarte sollte man darauf achten, die Teilzahlungsoption nicht zu offensiv zu nutzen – auch hier besteht ein gewisses Überschuldungsrisiko. Nicht zuletzt sollte man nicht auf Kreditangebote mit niedrigen Zinsen hereinfallen. Einen Kredit darf man nur dann aufnehmen, wenn man auch sicher sein kann, dass man die monatlichen Raten begleichen kann.

Auch bei der Geldanlage ist finanzielle Bildung wichtig

Der Kampf gegen eine mögliche Überschuldung ist zwar zweifelsohne ebenfalls sehr wichtig, doch auch bei der Geldanlage ist ein Mindestmaß an finanzieller Bildung zwingend erforderlich. Zu wissen, dass viele gebührenfreie Kreditkarten und Tagesgeldkonten mehr Zinsen bringen als Girokonten ist etwa essentiell, wenn man sein Vermögen vermehren will. Auch eine Einführung in den Aktien- und Anleihenmarkt schadet nicht, um einen Überblick über die Möglichkeiten zu geben. Am Ende ist ein tiefergehender Blick aber oft gar nicht notwendig, denn wenn Kinder erst einmal einen Überblick über die verschiedenen Gefahren und Chancen des Finanzsystem bekommen haben, setzen sie sich auch selbstständig – etwa bei der Suche nach einer kostenfreien Kreditkarte – mit dem Thema auseinander.


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