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15.05.2015
Die kostenlose Kreditkarte wird trotz schwierigem Marktumfeld überleben

Ist das kostenlose Girokonto bald Geschichte? Mit dieser Frage quälen sich derzeit viele Bankkunden herum. Das liegt nicht zuletzt daran, dass mehrere Institute in den letzten Monaten die Gebühren angehoben haben. Das gebührenfreie Girokonto wird es aller Voraussicht nach aber auch weiterhin geben – dasselbe gilt für kostenlose Kreditkarten.

Das Geschäft mit gebührenfreien Girokonten war für viele stationäre Institute schon immer schwierig. Als die Direktbanken den Markt mit kostenlosen Angeboten, also etwa kostenfreien Girokonten und gebührenfreien Kreditkarten, aufmischten, zogen einige Großbanken nach. Selbst bei so manch einer Sparkasse oder Raiffeisenbank gab es auf einmal ein gebührenfreies Girokonto. Heute ist die Sache eine andere. Kaum eine Filialbank setzt im Neukundengeschäft mehr auf das kostenlose Girokonto. In Zeiten der Niedrigzinsen ist dieses Modell für viele stationäre Institute nicht mehr ertragsfähig. Die Logik dahinter ist einfach: Durch die niedrigen Einlagezinsen können die Banken das Geld nur schwer gewinnbringend reinvestieren. Da die Filialbanken zudem hohe Fixkosten haben, machen sie mit kostenlosen Angeboten teilweise sogar Verluste.

Kostenlose Angebote als Hebel

Doch warum bieten einige Filialbanken auch weiterhin ein gebührenfreie Variante des Girokontos oder eine kostenlose an? Als Beispiel ist hier etwa die Commerzbank zu nennen. Sie bietet ihr Girokonto ab einem Mindestgeldeingang von 1.200 Euro im Monat komplett gebührenfrei an. Die Logik dahinter ist einfach: Die Institute nehmen geringe Erträge oder sogar mögliche Verluste bei gebührenfreien Produkten hin, um die neu gewonnen Kunden für andere Leistungen zu begeistern. Statistiken zeigen, dass Kunden, die ein Girokonto eröffnen, auch andere Teile ihrer Finanzverwaltung mittelfristig bei der neuen Hausbank abwickeln. Dazu zählen etwa für Banken lukrative Kreditanträge, etwa für den Hausbau oder den Kauf eines Autos, oder die Eröffnung eines Depots für den Kauf und Verkauf von Aktien. Ein gebührenfreies Girokonto oder aber eine kostenfreie Kreditkarte kann hier als perfekter Hebel dienen.

Direktbanken überleben durch niedrige Kosten

Während das gebührenfreie Girokonto bei stationären Banken immer seltener wird, bleiben die Angebote von Direktbanken weiterhin attraktiv. Doch wie geling es diesen Instituten, weiterhin gebührenfreie Girokonten und kostenlose Kreditkarten anzubieten? Der Grund sind hier die niedrigen Fixkosten. Während Filialbanken meist tausende, wenn nicht zehntausende Mitarbeiter haben, müssen Banken wie DKB oder die comdirect nur auf einige hundert Berater setzen. Zudem fallen Kosten für die Miete von Flächen oder die Bereitstellung von einem Geldautomaten-Netz weg. Dadurch sind die Fixkosten deutlich niedriger als bei den meisten Filialbanken, was für einen deutlich größeren Spielraum sorgt. So reichen auch geringe Erträge aus dem Geschäft mit gebührenfreien Girokonten und kostenlosen Kreditkarte aus, um auch weiterhin Gewinne zu erzielen.

Die kostenlose Kreditkarte wird überleben

Neben Niedrigzinsen müssen Banken in Europe demnächst auch noch mit einer zweiten Problematik zurechtkommen. Durch die Deckelung der Kreditkartenentgelte durch die Europäische Union bleibt pro Zahlung deutlich weniger bei den Kreditkartenbanken hängen. Bedeutet das in Verbindung mit den niedrigen Zinsen ein Ende der gebührenfreien Kreditkarte? Wohl kaum, denn auch weiterhin lässt sich mit kostenlosen Kreditkarten gut Geld verdienen. So verdienen die Anbieter von gebührenfreien Kreditkarten schon heute gut daran, wenn Kunden Zusatzleistungen in Anspruch nehmen. Das gilt etwa dann, wenn die Kreditkarte im Ausland oder zum Geldabheben eingesetzt wird. Auch die Teilzahlungsoption lohnt sich für die Anbieter. Die kostenlose Kreditkarte wird entsprechend auch trotz der schwierigen Marktbedingungen überleben.

 


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