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16.10.2015
Die Verwendung von DCC kann teuer werden

Bildquelle: © Clarita | Dreamstime Stock Photos

Man ist gerade im Ausland und will mit Kreditkarte zahlen, da kommt auf einmal die Frage, ob man in Euro oder in der Landeswährung zahlen will. Überrascht über diese seltsame Frage wählen die meisten Menschen die Zahlung in Euro. Ein entscheidender Fehler, denn diese Wahl kann über das Jahr gerechnet ernstzunehmende Kosten verursachen.

Dynamic Currency Conversion (kurz DCC) heißt der „Service“, der direkte Umrechnungen von Kreditkartenzahlungen im Ausland in Landeswährungen ermöglicht. Vor kommt DCC sowohl in Ladengeschäften als auch an Geldautomaten. Bei Letzterem allerdings haben Inhaber einer gebührenpflichtigen oder kostenlosen Kreditkarte allerdings meist mehr Zeit, um über ihre Wahl nachzudenken. Bei Zahlungen in Ladengeschäften muss man die folgenschwere Entscheidung dagegen in einem Bruchteil von Sekunden treffen. Allein psychologisch greift man selbstverständlich eher zum einem bekannten Begriff Euro. Doch wie funktioniert DCC eigentlich und wer profitiert davon? Die Antworten auf diese Fragen sind schnell beantwortet und zeigen, warum man auf DCC tunlichst verzichten sollte.

Banken profitieren von höheren Gebühren

Die Dynamic Currency Conversion (DCC) funktioniert an sich nach einem klugen System. Direkt bei einer Abhebung oder Zahlung mit einer kostenlosen Kreditkarte wird einem der Betrag in der Währung der Kreditkarte – also bei deutschen Modellen in Euro – anzeigt. Das gilt überall auf der Welt und macht es möglich, dass man sieht, wie viel Geld man in Euro abhebt. Besonders bei Währungen, deren Kurs zum Euro nicht jeder kennt, kann das sehr hilfreich sein. Am Geldautomaten wird man dann beispielsweise gefragt, ob man lieber 100 Zloty oder 20 Euro haben will. Das Problem ist nur: Der Kurs passt so überhaupt nicht zum aktuellen Tageskurs. 100 Zloty etwa wären eigentlich 25 Euro. Das allerdings sieht der Kunde weder bei der Zahlung im Handel noch am Geldautomaten.

Kursunterschiede im zweistelligen Prozentbereich

Würde man den Banken, die DCC verwenden (es handelt sich hierbei immer um die Bank, die den Geldautomaten oder das Kreditkartenterminal betreibt), vertrauen können, wäre DCC zweifelsfrei eine tolle Sache. Nur genau das kann man nicht, denn die Kursunterschiede zum eigentlichen Wechselkurs sind teilweise so groß, dass es sich schon fast um Betrug handelt. Untersuchungen haben festgestellt, dass bei DCC teilweise zweistellige Prozentunterschiede vorliegen. Das Beispiel aus Polen zeigt deutlich: Wer sich für die Zahlung oder Abhebung in Landeswährung entscheidet, der hat mehr vom Geld. Wer das mit seiner kostenlosen Kreditkarte selbst testen will, der sollte an einem Geldautomaten zwei Mal hintereinander Geld abheben: Einmal in Landeswährung und einmal unter Nutzung von DCC. Auf der Kreditkartenabrechnung hat man in Euro am Ende zwei unterschiedlich hohe Beträge auf der Rechnung, auch wenn man denselben Betrag in der Fremdwährung abgehoben hat.

Antwort „Euro“ ist immer falsch

Deshalb gilt: Die Antwort „Euro“ ist immer falsch, wenn man gefragt wird, in welcher Währung man zahlen will. In Euro sollte man tatsächlich nur da bezahlen, wo der Euro auch die Landeswährung ist. Dann gibt es keine Probleme mit DCC und eine Auslandseinsatzgebühr fällt auch nicht an. Außerhalb der Euro-Zone, wo man gewöhnlich sowieso schon ein Auslandseinsatzentgelt berappen muss, sollte man sich dagegen hüten, das Wort „Euro“ in den Mund zu nehmen. In Landeswährung zu bezahlen oder abzuheben ist immer die bessere Wahl!


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