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14.06.2014
EU-Richtlinie schützt Zahlungen mit Kreditkarte

Bildquelle: © Clarita | Dreamstime Stock Photos

Extra-Gebühren für die Zahlung mit Kreditkarte? Geschichte sind diese leider noch nicht, die Europäische Union hat nun allerdings zumindest überhöhten Gebühren einen Riegel vorgeschoben. Mit dem Inkrafttreten der neuen Richtlinie werden Kunden, die mit Kreditkarte zahlen, besser geschützt. So dürfen Anbieter nur noch den Betrag an den Kunden weitergeben, den sie auch wirklich an den Kreditkartenanbieter zahlen müssen.

Zahlungen mit der Kreditkarte gelten zwar als sehr sicher, viele Online-Anbieter wünschen sich allerdings, dass Kunden auf eine andere Bezahlart setzen. Der Grund: Die Gebühren der Kreditkartenunternehmen fressen schnell einen Teil des Gewinns. Zuletzt entschieden sich immer mehr Anbieter, dass sie diese Beträge auch an die Kunden weitergeben. Die mitunter höchsten Kreditkartengebühren haben bis zuletzt die Fluggesellschaften erhoben. Besonders bei billigen Tickets machten die Kreditkartengebühren oftmals über zehn Prozent des Kaufpreises aus.

Kunden rückten ab von der Kreditkartenzahlung

Diese hohen Zusatzkosten haben Wirkung gezeigt. Beispielsweise zahlen bei der Lufthansa mittlerweile deutlich mehr Kunden wieder per Überweisung. Die Kreditkartengebühren erscheinen vielen einfach unnötig. Unmut hat sich dennoch breit gemacht, denn was sich in Deutschland zuletzt etabliert hat, ist in den USA vollkommen undenkbar. In den Vereinigten Staaten, dem Vorreiter in puncto Bezahlung mit Kreditkarte, werden fast alle mittleren oder größeren Zahlungen mit dem Plastikgeld beglichen. Von Gebühren, die auf die Kunden weitergegeben werden, hat dabei fast noch niemand gehört.

Begrenzung durch EU-Richtlinie

Die Europäische Union hat die Problemstellung nun allerdings ebenfalls erkannt und hat eine Begrenzung für die ausufernden Beträge festgelegt. Im Rahmen einer neuen EU-Richtlinie, die sich hauptsächlich mit den Themen Rücksendung, Zusatzversicherungen und Rückgabe von Warten beschäftigt, wurden auch die Gebühren für Kreditkartenzahlungen geregelt. Stand es Unternehmen bislang noch frei, so hohe Kreditkartengebühren zu erheben, wie sie wollen, ist das nun nicht mehr möglich. Maximal dürfen Online-Shops und andere Anbieter nun die Summe erheben, die sie an die Kreditkartenfirma weitergeben müssen. Im Normalfall sind das zwischen einem und fünf Prozent des Kaufpreises.

Zusatzeinnahmen durch Kreditkartengebühren sind nicht zulässig

Damit schiebt die Europäische Union all jenen Shops, die versucht haben durch die Kreditkartenzahlungen zusätzliche Gewinne einzuheimsen, den Riegel vor. Überzogene Gebühren sind von nun an nicht mehr rechtens und können strafrechtlich geahndet werden. Fraglich bleibt zugleich, inwiefern spezielle Modelle wie das der Lufthansa von der Neuregelung betroffen sind. Die größte deutsche Fluggesellschaft erhebt eine Gebühr, die nicht komplett vom Kaufpreis abhängig ist. Die sogenannte „Optional Payment Charge“ fällt je nach Strecke an. Entsprechend kostet eine Kreditkartenzahlung bei innerdeutschen Flügen am wenigsten, bei interkontinentalen Flügen am meisten. Zwar ist die Gebühr nicht völlig unabhängig vom Preis, eine direkte Korrelation ist für den Nutzer allerdings nicht festzustellen. Es bleibt entsprechend abzuwarten, ob die Lufthansa ihr System verändert oder die neue EU-Richtlinie diese spezielle Art der Erhebung erlaubt.


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