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22.09.2016
Hohe Gebühren für das Jedermann-Konto - Diskriminierung von sozial Benachteiligten oder gerechte Umlage der Banken für den erhöhten Aufwand?

Bildquelle: Michaela Zimmermann / MZ-Datenservice

Zu Beginn der Woche ließ der Verbraucherschutz bezüglich des sogenannten Jedermann-Konto von sich hören. Hierbei mahnte dieser diverse Banken ab und warf diesen vor erhöhte Entgelte von sozial benachteiligten Gruppen zu verlangen.

Die ersten Banken rechtfertigten sich bereits und erläuterten, dass diese erhöhten Kontogebühren lediglich als Aufwandsumlage zu verstehen sind, da diese Konten nur wenig Zahlungseingänge verzeichnen, meistens als P-Konten geführt werden müssen und die fehlende Wohnanschrift zum Beispiel bei Obdachlosen und Flüchtlingen mit erhöhtem administrativen Aufwand verbunden sind, wie beispielsweise die Aufbewahrung von Post oder die Anmeldung der Anschrift bei karikativen Einrichtungen etc.

Darüber hinaus argumentieren die Banken, dass diese Vorgehensweise bereits zum Alltag gehöre und beispielsweise Girokonten zum Beispiel nur dann kontoführungsgebührenfrei sind, wenn ein Gehalt in einer bestimmten Höhe regelmäßig eingeht.

Der Verbraucherschutz hingegen verweist auf eine Klausel, welche dem Jedermann-Konto zu Grunde liegt, dass Gebühren nur im üblichen Rahmen erhoben werden dürfen. Die Frage an der Stelle lautet nun, was unter dem Begriff übliche Gebühren konkret zu verstehen ist. Es bleibt daher abzuwarten, ob sich diese auf einen Kompromiss einigen können oder ob es der Einschaltung von Gerichten oder der Politik bedarf.

Bis dahin empfehlen wir Interessenten eines Jedermann-Kontos vorab einen Vergleich bei den einzelnen Bankinstituten, um das optimale Angebot zu ermitteln.

Tipp: Der deutsche Anbieter PayCenter GmbH hatte bereits lange bevor das Jedermann-Konto gesetzlich verankert wurde für jeden ein Konto angeboten und eingeräumt. Das Produkt und die Konditionen können auf der Seite https://www.onlinekonto.de eingesehen werden.


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