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26.09.2015
Horrende Gebühren bei manchen Anbietern im Internet

Bildquelle: © Jyothi | Dreamstime Stock Photos

Wer mit einer kostenlosen Kreditkarte bei der Tankstelle oder im Supermarkt einkauft, der bezahlt am Ende genau eines: Den Preis der gekauften Waren. Gesonderte Kreditkartengebühren gibt es im Einzelhandel weder in Deutschland noch sonst wo auf der Welt. In der Online-Welt allerdings versuchen allerdings so einige Händler durch Kreditkartengebühren zusätzlich Geld zu verdienen.

Eine gebührenfreie Kreditkarte bringt eigentlich nur Vorteile. Wer eine solche Karte im Geldbeutel hat, der zahlt zum einen keine Jahresgebühr und genießt zum anderen alle Vorteile eine Kreditkarte. Zum Service gehört dabei gewöhnlich auch, dass man mit der Kreditkarte – egal ob von Visa, MasterCard oder American Express – überall kostenlos einkaufen kann. Im Einzelhandel kommt es dabei auch nie zu Problemen. Wer seine Kreditkarte beispielsweise im Supermarkt, bei Händlern wie Rewe oder Kaufland, oder an der Tankstelle, etwa bei Aral oder bei Shell, einsetzt, der zahlt nie einen Cent extra. Kosten für die Kreditkartenutzung gehören im Einzelhandel einfach nicht zum guten Ton.

Kostenumlage im Internet

Wer dagegen gerne im Internet einkauft, der muss damit leben, dass einige Händler die Kosten für die Kreditkartennutzung auf den Kunden umlegen. Wer eine kostenlose Kreditkarte im Geldbeutel hat, zahlt so auf einmal Gebühren, ohne dafür eine gesonderte Leistung zu bekommen. Die Gebühr liegt meistens zwischen einem und drei Prozent und damit bei den meisten Händlern über dem Betrag, den die Händler selbst an die Kreditkartenkonzerne abführen müssen. Nach neuester Gesetzeslage fallen pro Kreditkartenzahlung noch maximal 0,3 Prozent Gebühren an. Nimmt ein Händler also eine Kreditkartengebühr von drei Prozent, so bleiben 2,7 Prozent beim Händler selbst liegen. Von einer Kostenumlage kann da schon lange keine Rede mehr sein. Vielmehr werden Kunden, die mit einer gebührenfreien Kreditkarte bezahlen, hemmungslos abgezockt.

Besonders hohe Pauschalgebühren

Noch viel schlimmer als die prozentualen Gebühren sind allerdings sogenannte Pauschalgebühren. Diese werden meist von Reiseanbietern verlangt. Alles andere als vorbildlich zeigt sich beispielsweise die Lufthansa, die für interkontinentale Flüge ein Buchungsentgelt über 15 Euro erhebt. Selbst für nationale Flüge fällt eine Gebühr von fast 10 Euro. Je nach Flugpreis liegt die Gebühr dadurch bei bis zu zehn Prozent – und das nur weil man mit einer Kreditkarte bezahlt. Überraschend ist daran allen voran, dass die Kreditkartenkonzerne bislang noch nicht interveniert haben, denn Kunden, die mit Kreditkarte bezahlen wollen, werden systematisch benachteiligt. Ein Grund lässt sich seit der Begrenzung der Interbankenentgelte auf nur noch 0,3 Prozent nicht mehr ausmachen. Eine Änderung der teils horrenden Gebühren ist allerdings nicht in Sicht. Lufthansa & Co sehen die Gebühren weiterhin als normal an.

Lockangebote mit horrenden Gebühren

Selbst die Lufthansa aber ist noch nicht das größte Übel. Noch schlimmer agieren andere Anbieter von Flugreisen. Einige Online-Reisebüros etwa locken Kunden mit geringen Einstiegspreisen, nur um dann für die Zahlung mit bewährten Zahlungsmitteln wie einer kostenlosen Kreditkarte eine Gebühr von bis zu 30 Euro zu nehmen – bei Flugpreisen, die teilweise selbst bei nicht mehr als 30 Euro liegen. Lockangebote wie diese wurden gerichtlich schon oft angefochten, was zumindest zu einigen Besserungen geführt hat. Aus Kundensicht gibt es aber noch viel zu tun. Solange muss man sich damit abfinden, dass die kostenlose Kreditkarte zwar das günstige Zahlungsmittel im Alltag – nicht aber immer auch im Internet.


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