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25.10.2014
Immer mehr Kreditkarten treten durch NFC-Technik in Konkurrenz zu Wallet-Anbietern

Bildquelle: © Radu Razvan Gheorghe | Dreamstime Stock Photos

Das mobile Bezahlen kommt nicht so richtig von der Stelle. Dennoch versuchen zahlreiche Anbieter, Kunden aus dem Markt der kostenlosen Kreditkarten zu gewinnen. Sei es Yapital, PayPass oder ApplePay. Das Problem der Dienste bleibt aber: Sie werden nur von wenigen Kunden genutzt, auch weil die Kreditkartenanbieter das kontaktlose Bezahlen ebenfalls vorantreiben.

Die Revolution bleibt aus. Das mobile Bezahlen kommt auch nach vielen Monaten aktiver Werbung nicht von der Stelle. Die Wachstumszahlen halten sich, egal bei welchem Anbieter, bislang in Grenzen. Hoffnung verspricht immerhin Apple Pay, der neue Bezahldienst des Herstellers von hochwertigen Mobiltelefonen wird weltweit bereits freudig erwartet. Ob dieser sich durchsetzen kann, bleibt allerdings abzuwarten, denn auch die Kreditkartenhersteller selbst wollen nicht zu viel vom Markt abgeben. Zwar bleiben sie auch bei Apple Pay und anderen Apps weiterhin am Profit beteiligt, sofern denn mit einer gebührenpflichten oder kostenlosen Kreditkarte bezahlt wird. Dieser allerdings fällt geringer aus als bei einer direkten Kreditkartenzahlung. Auch deswegen treiben die Kreditkartenfirmen die Bezahlung mit NFC voran.

Kostenlose Kreditkarten gegen kostenlose Bezahldienste

Im Moment ist der Kampf um den Markt für die Kunden noch recht unübersichtlich. Die vielen kostenlosen Kreditkarten versprechen ähnlich viele Vorteile wie die kostenlosen Bezahldienste. Bei Letztgenannten kann entweder mit Kreditkarte oder aber mit einem anderen Zahlungsmittel bezahlt werden, erstgenannte versprechen einen kostenlosen Kredit. Kunden müssen sich aber nicht entscheiden, immerhin können sie auch mit einem Zahlungsdienst wie Yapital oder Apple Pay bezahlen und dennoch gleichzeitig eine gebührenfreie Kreditkarte von Visa oder MasterCard im Geldbeutel haben. Doch ist das wirklich empfehlenswert oder sollten Kunden sich entscheiden? Ein Argument könnte der Preis sein, denn im Gegensatz zu den Kreditkarten sind die modernen Bezahldienste wohl nicht langfristig kostenlos.

Nationale Bezahldienste erheben ab dem zweiten Jahr Gebühren

Das Problem der sogenannten „Wallets“, also digitalen Brieftaschen, ist der Ertrag, den die Anbieter damit machen wollen. Sei es Yapital oder PayPass – beide Angebote kosten ab dem zweiten Jahr entweder eine Jahres- beziehungsweise Monatsgebühr. Wer sich dagegen beim Kreditkartenvergleich richtig entscheidet, der kann eine Jahresgebühr komplett umgehen. Das gilt sogar für Premiumkreditkarten, etwa von American Express. Immerhin können sich Besitzer eines iPhones voraussichtlich freuen, denn der Bezahldienst des Anbieters aus den USA ist für den Moment komplett kostenlos. Ob er das allerdings auch langfristig so bleiben wird, ist nicht sicher. Dennoch will Apple Pay voraussichtlich auf Gebühren verzichten – Geld will das Unternehmen einzig durch Anteile an den Kreditkartengebühren, die Händler bezahlen müssen, verdienen.

Selbst American Express führt kontaktloses Bezahlen ein

Wie wichtig das kontaktlose Bezahlen mit NFC für die Kreditkartenanbieter ist, hat nun auch American Express deutlich gemacht. Nachdem der Premiumanbieter lange darauf verzichtet hatte, seine Kreditkarten mit NFC auszustatten, wird die Funktion nun deutschlandweit eingeführt. Zukünftig soll es keine Amex-Kreditkarten mehr geben, mit denen nicht kontaktlos bezahlt werden kann. Kunden haben dadurch die Möglichkeit, mit noch mehr verschiedenen kostenlosen Kreditkarten schnell und sicher zu bezahlen. MasterCard und Visa treiben die Expansion bereits seit Monaten voran. In Europa sollte es entsprechend bereits in wenigen Jahren möglich sein, ausnahmslos überall kontaktlos zu bezahlen. Einen Vorteil bieten Wallet-Dienste dann kaum mehr. Die Kreditkartenanbieter haben den Kampf um Kunden noch lange nicht verloren.


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