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20.06.2015
In Berlin bleibt die Kreditkartenakzeptanz ein Problem

Ein aktueller Bericht des Berliner Tagesspiegels überrascht das ganze Land. In der deutschen Tourismusmetropole Berlin müssen mittlerweile sogar Taxifahrer eine Kreditkarte akzeptieren – dazu sind sie mittlerweile sogar verpflichtet. Cafébetreiber und Restaurantbesitzer lässt der Trend zum Plastik allerdings kalt. In kaum einer anderen Stadt der Welt kann man seine Speisen und Getränke so selten mit Karte bezahlen wie in Berlin.

Der Tagesspiegel hat sich in Berlin umgesehen. Das schockierende Ergebnis: Etwa die Hälfte der Gastronomiebetriebe akzeptiert keine Kreditkarten – weder gebührenpflichtige noch kostenlose Kreditkarten. Die Rede ist hier nicht von Currywurstbuden oder Markständen, sondern von Cafés, Bars und insbesondere Restaurants. Während überall auf der Welt immer häufiger mit einer kostenlosen Kreditkarte bezahlt werden kann, scheint sich Berlin gegen die Globalisierung zu stemmen. Auch die Taxifahrer, die seit Anfang Mai Kreditkarten akzeptieren müssen, haben sich lange dagegen gewehrt. Zu groß die Furcht, Teile des selbst verdienten Geldes an Visa, MasterCard und Co abzuführen. Doch auch in der Berliner Gastronomie gehen die Meinungen auseinander.

Befürworter treffen auf Gegner der Kreditkarte

Der Tagesspiegel hat dafür zwei beispielhafte Gespräche geführt. Ein Restaurantbetreiber etwa, der hauptsächlich auf Stammgäste setzt, sieht in der Kreditkartenzahlung keinen Mehrwert. Er versteht nicht, warum er bei einer Rechnung von 100 Euro zwei bis drei Euro an Visa oder MasterCard abführen soll. Dazu kämen, so der Gastronom, Kosten für die Miete der Kartenlesegeräte. Dadurch, dass er keine Karten akzeptiere, könne er am Ende des Jahres in den Urlaub fahren, sagt er abschließend. Ganz anders ein Betreiber eines indischen Restaurants. Er lässt sich sogar dazu hinreißen, das Weltverständnis von Gastronomen, die keine Kreditkarten akzeptieren, in Frage zu stellen. „Die Leute, die Kartenzahlung nicht akzeptieren, leben in der alten Welt“, sagt der Betreiber eines der bekanntesten indischen Restaurants der Stadt.

Kreditkarten werden auch hierzulande immer beliebter

Blickt man auf die Entwicklung der Akzeptanz von kostenpflichtigen und gebührenfreien Kreditkarten in Deutschland, so zeigt sich ein deutlicher Trend zu mehr Zustimmung für Visa und MasterCard. Große Konzerne wie McDonalds und Burger King akzeptieren wie selbstverständlich die Zahlung mit einer kostenlosen Kreditkarte. Auch Supermärkte wie Rewe oder real sperren sich längst nicht mehr gegen die neue Technik. Nur in der Gastronomie bleibt es weiterhin schwierig. Problematisch ist das allen voran in Touristenstädten wie Berlin. Hier erwarten viele internationale Besucher, die eine kostenlose Kreditkarte im Geldbeutel haben, dass sie im Restaurant auch damit bezahlen können – das kennen sie auch nicht anders aus ihrer Heimat.

Kreditkarten besonders bei höheren Beträgen beliebt

Immerhin werden gebührenpflichtige und kostenfreie Kreditkarten mittlerweile in der Sterne-Gastronomie fast überall akzeptiert. Hier wurde die Einsicht gewonnen, dass eine Kreditkarte besonders bei der Begleichung von höheren Beträgen zwingend akzeptiert werden muss. Wer für einige hundert Euro Essen geht, der will weder Unmengen an Bargeld mit sich rumschleppen noch extra zum Geldautomaten gehen, um seine Rechnung zu bezahlen. In der mittelständischen Gastronomie in Berlin ist das noch nicht angekommen. Es scheint aber nur eine Frage der Zeit, bis auch die letzten Gastronomen in der Touristenmetropole erkannt haben, dass es ohne nicht geht. Wer keine kostenlosen Kreditkarten akzeptiert, der hat auch keine Chance, im Kampf um internationale Kundschaft zu bestehen.


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