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15.09.2015
Kontowechsel ist vielen Verbrauchern zu kompliziert

Bildquelle: Anatoliy Babiychuk | Dreamstime Stock Photos

Die Kosten sprechen ganz klar für eine andere Bank. Auch der Service könnte beim derzeitigen Institut schlechter kaum sein. Und dennoch entscheidet man sich gegen einen Wechsel. Warum? Weil man den großen Aufwand scheut, den ein Kontowechsel mit sich bringt. Wie eine Umfrage der comdirect herausgefunden hat, ist das einer der wichtigsten Gründe, warum Menschen ihrer bisherigen Bank nicht den Rücken zukehren.

Laut einer repräsentativen Studie der comdirect, die der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vorliegt, spielen 58 Prozent aller Deutschen mit dem Gedanken eines Wechsels ihres Hauptkontos. Gemacht haben es allerdings bislang nur 21 Prozent und damit weniger als die Hälfte von denjenigen, die eigentlich gerne bei einer anderen Bank wären. Das liegt natürlich nicht immer nur am komplizierten Kontowechsel, sondern oft auch am Mangel an Alternativen. Ein anderer in der comdirect-Umfrage genannter Hauptgrund ist allerdings tatsächlich die Übertragung der Lastschriftangaben und Daueraufträgen. Die Verbraucher empfinden die Übertragung als viel zu kompliziert, viele fürchten zudem, dass bei der Übertragung etwas schiefgehen könnte.

Banken bieten Hilfe beim Wechsel an

Direktbanken wie die comdirect werben nicht nur mit einer kostenlosen Kreditkarte, sondern auch damit, dass sie Neukunden beim Wechsel der Kontoverbindung helfen. Die comdirect ist dabei in Deutschland der große Vorreiter, denn das Institut hilft Kunden sogar so intensiv, dass für den Verbraucher selbst also kaum mehr ein Aufwand zurückbleibt. Lastschriftaufträge werden beispielsweise komplett von der Bank übertragen, als Kunde muss man der comdirect einzig den Zugriff auf die Lastschriftaufträge gewähren. Auch andere Banken haben einen vergleichbaren Service im Angebot, meist aber sind die Angebote mit deutlich mehr Aufwand für den Kunden verbunden. Doch noch scheint das nicht alle Wechselwilligen zu überzeugen. Es gibt auch weiterhin Zweifel, ob man die Hauptkontoverbindung wirklich wechseln sollte.

Neues Gesetz soll Wechsel vereinfachen

Wie die FAZ berichtet, könnte Anfang 2016 darüber hinaus ein Gesetz für noch mehr Komfort beim Kontowechsel sorgen. Wer sich für ein Angebot mit kostenloser Kreditkarte und gebührenfreiem Girokonto entscheidet und dafür seine gesamten Finanzgeschäfte auf die neue Bank übertragen will, hat es zukünftig wohl deutlich einfacher. Das neue Gesetz sieht vor, dass es Verbrauchern erlaubt werden soll, die neue Bank mit der kompletten Übernahme des Papierkrames, also aller Zahlungsaufträge und sonstiger mit dem Konto in Zusammenhang stehenden Leistungen, zu beauftragen. Die alte Bank wird dann zur Kooperation gezwungen. Sie muss ihrem Kunden beim Abschied also in gewissem Maße auch noch helfen. Für Verbraucher kommt dieses Gesetz wie gerufen, denn statt mehrere Stunden mit dem Wechsel beschäftigt zu sein, könnte dieser schon bald nur noch wenige Minuten dauern.

Bargeldverfügung und kostenloses Girokonto

Das könnte möglicherweise zu einer richtigen Wechselwelle führen, denn wie die Umfrage der comdirect herausgefunden hat, sind den meisten Verbrauchern eine gute Bargeldversorgung (81 Prozent), eine kostenlose Kontoführung (74 Prozent) und sichere Digitalanwendungen (71 Prozent) wichtig. In allen Bereichen haben Direktbanken wie die comdirect oder die DKB mit ihren kostenlosen Kreditkarten die Nase vorn. Eine gute Bargeldversorgung wird dank der kostenlosen Kreditkarten sogar nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland geboten. Auch auf die Digitalanwendungen kann selbstredend von der ganzen Welt aus zugegriffen werden. Die Angebote der Direktbanken scheinen bestens gewappnet zu sein für die Zukunft.


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