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02.10.2015
Lohnt sich die BahnCard auch als Kreditkarte?

Bildquelle: © Chrisharvey | Dreamstime Stock Photos

Die BahnCard haben in Deutschland mehr als fünf Millionen Menschen im Geldbeutel. Egal ob 25, 50 oder 100 Prozent Rabatt – mit der kleinen Plastikkarte profitiert man bei jeder Bahnfahrt von attraktiven Vorteilen. Fast niemand dagegen hat die BahnCard Kreditkarte im Geldbeutel. Doch woran liegt es eigentlich, dass sich das Zusatzprodukt von Bahn und Commerzbank nicht durchsetzen kann?

Wer nach einer kostenlosen Kreditkarte sucht, der ist bei der BahnCard Kreditkarte falsch. Schon das Standard-Modell kostet im Jahr 19 Euro. Für die Partnerkarte fallen ebenfalls 14 Euro an. Für die Premium-Kreditkarte BahnCard Kreditkarte Platin muss man sogar 49 Euro berappen – die Partnerkarte kostet hier 29 Euro. Eine kostenlose Kreditkarte bekommt man nur dann, wenn man eine BahnCard 100 im Geldbeutel hat. Diese allerdings kostet selbst einige tausend Euro und lohnt sich nur dann, wenn man jedes Jahr viele zehntausend Kilometer auf der Schiene verbringt. Für BahnCard 100-Inhaber ist dafür sogar die Platin-Kreditkarte umsonst. Inhaber einer BahnCard für die 1. Klasse (auch BahnCard 25 und BahnCard 50) erhalten zumindest das Standardmodell als kostenfreie Kreditkarte.

Punkte sammeln mit der BahnCard Kreditkarte

Was die BahnCard Kreditkarten von gewöhnlichen gebührenfreien Kreditkarten unterscheidet, ist das Bonusprogramm. Wer mit der Kreditkarte Fahrkarten bei der Deutschen Bahn kauft, der erhält für zwei Euro Umsatz je einen Bonuspunkt gutgeschrieben – zusätzlich zu den gewöhnlichen Punkten, die man beim Fahrkartenkauf erhält. Entscheidet man sich für eine Fahrkarte in der ersten Klasse, gibt es sogar einen Punkt für jeweils 1,50 Euro Umsatz. Das Problem nur: Die Bahn erhebt ab einem Fahrkartenwert von 50 Euro eine Kreditkartengebühr von 50 Cent, die auf bis zu 3 Euro ansteigen kann. Die gewonnen Punkte sind durch die Gebühr für die Kreditkartenzahlung damit sehr schnell wieder aufgefressen. Wirklich lohnenswert ist das Punktesammeln beim Fahrtkartenkauf also nicht.

Attraktiver Willkommensbonus

Positiv fällt dagegen auf, dass der Willkommensbonus doch sehr großzügig ist. Die BahnCard Kreditkarte kostet zwar 19 beziehungsweise 49 Euro im ersten Jahr, bietet aber auch einen starken Bonus. Wer die Standard-Kreditkarte wählt, der erhält 1.500 Bonuspunkte gutgeschrieben, für die Platin-Kreditkarte gibt es 2.000 Punkte. Das bessere Preis-Leistungsverhältnis erhält man entsprechend bei der Standard-Kreditkarte. Um den Wert besser einschätzen zu können: Für 2.000 Bonuspunkte der Bahn kann man eine kostenfreie Hin- und Rückfahrt in der 2. Klasse zu einem beliebigen Ziel in Deutschland buchen. Je nach Vorausbuchungszeitraum liegt der finanzielle Vorteil hier bei bis zu 200 Euro. Der Neukundenbonus hat es entsprechend in sich – besonders, wenn man als Inhaber einer BahnCard 100 oder einer BahnCard First kostenlos an die Kreditkarte kommt.

Keine zusätzlichen Vorteile

Abgesehen vom attraktiven Neukundenbonus und dem Sammelprogramm unterscheiden sich die BahnCard-Kreditkarten allerdings kaum von normalen gebührenfreien Kreditkarten. Das Standard-Modell fällt durch verhältnismäßig hohe Gebühren für den Auslandseinsatz, Abhebungen am Geldautoamten und die Teilzahlungsoption auf. Die Platin-Kreditkarte hat dieselben Nachteile, bietet dafür aber noch ein umfangreiches Versicherungspaket. Dieses kann sich für einen Jahreskartenpreis von 49 Euro zwar schnell lohnen, dafür muss man aber auch immer mit der BahnCard-Kreditkarte bezahlen. Durch die recht hohe Auslandseinsatzgebühr lohnt sich das nicht immer. Wirklich lohnenswert ist die Zusatzoption zur BahnCard also tatsächlich nur dann, wenn man auch viel im Zug sitzt und die Karte entweder umsonst bekommt oder von den Versicherungen profitiert.


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