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09.11.2014
MasterCard und Amex mit guten Quartalszahlen

Bildquelle: © Dana Rothstein | Dreamstime Stock Photos

MasterCard, Visa und American Express können sich allesamt über ein großes Wachstum freuen. Die drei Kreditkartenfirmen konnten im dritten Quartal des Jahres deutlich zulegen und profitierten dabei von der gestiegenen Kauflaune der US-Amerikaner. Der positive Trend könnte sich fortsetzen, immerhin dürfen ausländische Unternehmen vermutlich bald Kreditkarten in China ausgeben.

Um starke zwölf Prozent in der Umsatz von MasterCard im dritten Quartal des Jahres 2014 gestiegen. Mit diesem Wachstum hatten nach einigen schwierigen Monaten für die Kreditkartenunternehmen, die von der Finanzkrise und der darauffolgenden schwachen Konjunktur Schaden nahmen, nur wenige Experten gerechnet. Dennoch konnte MasterCard überraschen, der Umsatz mit gebührenpflichtigen und kostenlosen Kreditkarte ist in den Kernmärkten angestiegen. Das gilt insbesondere für die Vereinigten Staaten von Amerika. Hier stieg der Umsatz besonders stark und sorgte dafür, dass die Zahlen von MasterCard durch die Decke schießen. Eine Rolle spielen aber auch Investitionen in der dritten Welt. Etwa hat das Unternehmen in Nigeria eine kostenlose Kreditkarte vorgestellt, die mit einem Personalausweis verknüpft ist. Der Gewinn lag im dritten Quartal bei einer Milliarden US-Dollar – ein Plus von 15 Prozent.

American Express mit noch mehr Gewinn

Trotz des großen Plus sind die Zahlen von MasterCard auch weiterhin nicht so gut wie die von American Express. Obwohl MasterCard der deutlich größere Anbieter ist und insbesondere im Markt der kostenlosen Kreditkarten weit vor Amex liegt, konnte sich der Premiumanbieter erneut bei der Kenngröße des Gewinns gegen MasterCard durchsetzen. Während MasterCard mit einer Milliarde US-Dollar Gewinn zufrieden sein muss, darf sich American Express über einen Gewinn von 1,5 Milliarden US-Dollar freuen. Gewinntreiber waren dabei insbesondere die teuersten Modelle des Unternehmens – die Kreditkarten „Centurion“ und „Platinum“. American Express profitiert darüber hinaus auch heute schon vom chinesischen Markt, denn einige reiche Chinesen haben eine American Express-Kreditkarte. Der Vorteil der Karte liegt dabei insbesondere im Limit, das bei teuren Kreditkarten einfach gar nicht gesetzt wird. Damit müssen Kunden keine Einschränkungen hinnehmen.

Gewinn von Visa sackt ab

Auch für den anderen großen Anbieter von gebührenfreien Kreditkarten, Visa, war das vierte Quartal (das Geschäftsjahr bei Visa geht von September bis September) nicht so erfreulich wie für American Express. Mit einem Gewinn von nur 1,1 Milliarden US-Dollar liegt Visa nur knapp vor MasterCard und deutlich hinter American Express. Der Gewinn entspricht einem Minus von zehn Prozent. Der Umsatz stieg gleichzeitig um immerhin neun Prozent auf 1,5 Milliarden US-Dollar. Grund für den kleineren Gewinn sind steigende Kosten für Marketing und höhere Ausgaben für neue Technologien und Entwicklungen, die sich vermeintlich erst in naher Zukunft auszahlen werden. Im gesamten Geschäftsjahr 2013/2014 hat Visa einen Gewinn von 5,4 Milliarden US-Dollar gemacht – neun Prozent mehr als noch im Vorjahr. Auch der Umsatz kletterte deutlich.

Aktien aller Kreditkartenunternehmen steigen

Die guten Zahlen der drei Kreditkartenunternehmen haben dazu geführt, dass die Marktkapitalisierung der Kreditkartenriesen deutlich gestiegen ist. Sackten die Aktien noch Mitte des Jahres ein, stiegen sie nun deutlich. Das gilt auch für Visa, was auch damit zusammenhängt, dass Experten auf einen Markteinstieg der amerikanischen Anbieter in China hoffen. Dort wartet ein Markt mit riesigem Potenzial – sowohl für teure als auch für kostenlose Kreditkarten.

 


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