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28.07.2014
Mehr Sicherheit durch Visa Digital Solutions

Das kontaktlose Bezahlen ist auf dem Vormarsch. Wenngleich sich der neue Standard in Deutschland noch nicht durchgesetzt hat, überschlagen sich die Innovationen von Visa und MasterCard. Als neues Feature hat VISA nun ein ganzes Bündel an Neuerungen bekanntgegeben. Im Rahmen von Visa Digital Solutions kommen mehrere Funktionen, welche die Bezahlung sicherer machen sollen.

Die sichere Zahlung auch ohne eine herkömmliche Kreditkarte: Das ist der große Wunsch von Visa, MasterCard und den anderen Wettbewerbern im Kreditkartengeschäft. Mit dem neuen Maßnahmenpaket „Visa Digital Solutions“ will Visa einen wichtigen Schritt in eben jene Richtung machen. Alle neu vorgestellten Funktionen sollen dafür sorgen, dass die Bezahlung auch mit einem NFC-fähigen Gerät ohne Sicherheitsbedenken vonstattengehen kann. Unterstützt werden unter Anderem neue Bezahlmethoden wie „Wave-to-Pay“ oder „Scan-to-Pay“, die von Drittanbietern auf den Markt gebracht wurden.

Enge Zusammenarbeit mit Herstellern

Die wichtigste Funktion im Paket von Visa Digital Solutions ist die Einführung von sogenannten Token, die auf Mobilgeräten abgespeichert werden können. Dabei will Visa dafür sorgen, dass diese speziell auf das jeweilige Gerät angepasst sind. Dadurch werden nicht nur Smartphones, sondern auch andere Wearables, beispielsweise Smartwatches, unterstützt. Bei der Integration möchte Visa eng mit den Herstellern zusammenarbeiten, um eine möglichst sichere Implementierung zu gewährleisten. Der Senior Vice President Sam Shrauger sagte dazu: “Smartphone-Hersteller können auf sichere Weise ein Visa-Konto auf ein Gerät laden. Händler können Visa-Bezahlfunktionen direkt in ihren mobilen Apps einbinden. Finanzinstitutionen können mobile und Online-Bezahlungen innerhalb ihrer mobilen Bankanwendungen anbieten.”

Token ersetzen die Kreditkartennummer

Die Funktion des neuen Features soll relativ einfach sein. Anstatt zukünftig auf die Daten der Kreditkarte, also die 16-stellige Nummer, die Prüfziffer und das Ablaufdatum zu setzen, will Visa komplett mit sogenannten Token arbeiten. Der Unterschied zum alten System ist dabei entscheidend, denn die Token geben keinerlei Kontoinformationen preis. Ein Kunde kann also ohne Probleme einen Einkauf bei einem Händler tätigen und verwendet dafür einen Token, der zwar von Visa abgesegnet ist, gleichzeitig aber nicht anzeigt, wer der Bezahler ist. Dadurch wird es für Betrüger fast unmöglich, Kontodaten auszuspionieren. Sie können maximal noch in Besitz eines einzelnen Token kommen, um eine Einmalzahlung durchzuführen.

Kein langwieriger Ersatz bei Verlust

Selbst bei Verlust des Smartphones oder anderen technischen Geräts, muss kein Komplettaustausch erfolgen. War es bisher Standard, dass die Kreditkarte innerhalb weniger Tage ersetzt und das alte Modell gesperrt wurde, ist das mit den Token nicht mehr nötig. Jeder Token, der auf dem gestohlenen oder verlorenen Gerät hinterlegt ist, wird von Visa aus dem Verkehr gezogen. Danach wird einfach ein neuer Token für ein neues, authentifiziertes Gerät ausgegeben. Ein Austausch der Plastikkarte ist nicht mehr notwendig. Für all diejenigen, die beim Zahlen auf besondere Sicherheit wertlegen, steht auch die Möglichkeit offen, die Token in einem speziellen Umfeld zu speichern. Beispielsweise können die Token in einer Cloud hinterlegt und bei Gebrauch auf das Smartphone heruntergeladen werden. Auch eine direkte Speicherung in sicheren E-Commerce-Anwendung ist möglich. Das System, das für Händler mit einem NFC-fähigen Lesegerät keinen Mehraufwand bedeutet, soll stufenweise auf der ganzen Welt eingeführt werden. In den USA soll die Integration Anfang 2015 umgesetzt sein, in Europa sollen die Neuerungen durch Visa Digital Solutions wenige Monate später kommen.


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