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06.01.2016
Negative Entwicklung: Weniger Leistung für mehr Geld

Bildquelle: © Jyothi | Dreamstime Stock Photos

Banken können sich derzeit so billig wie nie Geld von der Europäischen Zentralbank beschaffen. Doch das ist keineswegs nur positiv, denn parken können die Banken das Geld bei der EZB mittlerweile oft nur noch zu Strafzinsen. Gleichzeitig fehlen attraktive Investitionsmöglichkeiten, was viele Institute in eine äußerst komplizierte Situation bringt. Für Kunden hat das bereits jetzt negative Folgen.

Dass Sparer es derzeit schwer haben, ist nichts Neues. Bereits seit Jahren zeigt sich ein Trend zu immer niedrigeren Habenzinsen. Wer heutzutage noch etwas aus seinem Geld machen will, der muss fast zwangsläufig auf Aktien setzen. Zu 100 Prozent verspricht aber natürlich auch das nicht immer Erfolg. Doch mittlerweile sind nicht mehr nur Sparer betroffen, auch Verbraucher, die etwa mit ihrer kostenlosen Kreditkarte viel konsumieren, werden immer häufiger zum Opfer der derzeitigen Geldpolitik. Die Banken, die durch die niedrigeren Zinsen mit hohen Einbußen zurechtkommen müssen, drehen auf Grund eben jener niedrigen Zinsen nämlich vielfach an der Kostenschraube. Die Gebühren für Girokonten steigen und auch Kreditkarten werden tendenziell teurer.

Höhere Gebühren, sinkende Zinsen

Die Entwicklung lässt sich bei Girokonten derzeit noch besser beobachten als bei kostenlosen Kreditkarten. Bei Girokonten stiegen in 2015 oder Anfang 2016 die Gebühren nämlich gleich bei mehreren Anbietern deutlich. Am seltensten betroffen ist die Jahresgebühr, denn an dieser schrauben die Banken nur ungern – da Kunden dies direkt merken. Vielmehr entscheiden sich viele Banken, dafür an weniger sichtbaren Gebühren zu schrauben. So steigen vielfach die Gebühren für händisch ausgeführte Überweisungen oder die Gebühren für Abhebungen mit einer Girokarte oder der Kreditkarte bei einer anderen Bank. Kunden merken das oft erst Monate später und entscheiden sich daher vielfach nicht dafür, auf Grund von steigenden Gebühren die Bank zu wechseln. Doch genau das kann sich lohnen – auch bei Kreditkarten.

Geringere Guthabenzinsen, weniger attraktive Bedingungen

So zeigt sich auch bei Plastikkarten – egal ob gebührenfreie oder kostenlose Kreditkarte – ein Trend zu weniger Leistung zum höheren Preis. Ein gutes Beispiel aus dem Bereich der gebührenfreien Kreditkarten ist die Visa-Kreditkarte der Deutschen Kreditbank (DKB). Diese bietet seit einigen Monaten nur noch einen Guthabenzins von 0,7 Prozent für Anlagen auf dem Kreditkartenkonto – zuvor waren es 0,9 Prozent. Auch bei Airline-Kreditkarten, etwa der Lufthansa Miles & More Kreditkarte, müssen Kunden entweder mehr bezahlen oder geringere Leistungen hinnehmen. Bei Kreditkarten liegt das aber auch an einer anderen Entwicklung: Auf Grund der EU-Regelung zur Begrenzung der Transaktionsentgelte nehmen die Banken weniger Geld ein und müssen sich daher nach neuen Möglichkeiten umsehen, um Geld zu verdienen.

Wechsel der Bank oder der Kreditkarte kann sich lohnen

Wer von einer versteckten oder gar einer offensichtlichen Erhöhung der Entgelte betroffen ist, für den kann sich ein Wechsel der Bank durchaus lohnen. Bei Girokonten winkt je nach Anbieter ein Sparpotenzial von mehr als 100 Euro im Jahr. Auch bei einer Kreditkarte kann man richtig sparen, besonders dann, wenn man momentan noch nicht auf eine kostenfreie Kreditkarte setzt. Wer besonders schlau handeln will, der kann sogar die eigene gebührenpflichtige Kreditkarte und ein teures Girokonto kündigen und stattdessen auf ein komplett kostenloses Kombiprodukt setzen. Ein gutes Beispiel dafür ist das DKB Cash, bei dem sowohl beim Girokonto als auch bei der kostenlosen Kreditkarte sowohl die Gebühren als auch die Zinsen überzeugen – der Niedrigzinsphase zum Trotz!


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