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21.10.2014
netbank verschlechtert Zinskonditionen deutlich

Bildquelle: © Johanna Goodyear | Dreamstime Stock Photos

Nachrichten über Zinssenkungen gehörten zuletzt eigentlich zum Standard. Eine besonders enorme Veränderung hat nun aber die Internetbank netbank verkündet. So sinken die Guthabenzinsen bei allen Produkten drastisch. Die kostenlose Kreditkarte bleibt zwar auch weiterhin attraktiv, problematisch sind die niedrigen Zinsen allerdings für Bestands- und Neukunden gleichermaßen.

Im Durchschnitt ist es fast eine Halbierung: Die Zinsen bei der Hamburger netbank sind so sehr im Keller wie nie zuvor. Die Internetbank hat zum 21. Oktober ihre Zinssätze novelliert – für Kunden schockierende Nachrichten, denn die Zinsen fallen teilweise sogar um deutlich mehr als die Hälfte. Das gilt etwa für diejenigen, die ein Girokonto in Verbindung mit der kostenlosen Kreditkarte haben. Bislang gab es dann, wenn das Konto als Gehaltskonto genutzt wurde, einen marktüblichen Zins von 0,25 Prozent. Mit dem heutigen Tag sinkt der Zinssatz auf für Kunden völlig unattraktive 0,1 Prozent. Die kostenlose Kreditkarte bleibt in Verbindung mit dem immerhin gebührenfreien Produkt allerdings auch weiterhin einer der wenigen großen Pluspunkte.

Konditionen für Anlagen werden deutlich schlechter

Damit aber noch nicht genug, denn wer sich mit der attraktiven kostenlosen Kreditkarte der netbank angefreundet hat, der hat bei der Hamburger Bank eventuell auch andere Produkte erworben. Zwar werden die Zinsen für Sparanlagen rückwirkend nicht verändert, für Neukunden oder Kunden, die an einer Weiteranlage interessiert sind, könnten die neuen Zinssätze dennoch ein Schock sein. Beim Tagesgeld gibt es in Zukunft nur noch 0,15 Prozent statt 0,3 Prozent Zinsen – das ist deutlich weniger als andere Anbieter bei kostenlosen Kreditkarten auf dem Kartenkonto anbieten. Auch die Produkte Anlagekonto 30 Tage (0,2 statt 0,6 Prozent), Anlagekonto 60 Tage (0,3 statt 0,7 Prozent), Anlagekonto 180 Tage (0,4 statt 0,75 Prozent) und Anlagekonto 360 Tage (0,5 statt 0,8 Prozent) wurden deutlich verschlechtert.

Schlechte Konditionen für längerfristige Anlagen

Zwar ist die netbank mit ihrer Zinssenkung nicht allein, die hohe Senkung auf einen Schlag lässt die Angebote dennoch unattraktiv wirken. Zwar bietet das Hamburger Institut auch weiterhin eine kostenlose Kreditkarte an, die Zinsen für Anlagen sind seit heute aber auch für längerfristige Anlagen deutlich schlechter geworden. Ein Sparbrief 5 Jahre, also eine Anlage, auf die Kunden für fünf Jahre keinen Zugriff haben, bringt nur noch 0,9 Prozent (zuvor 1,2 Prozent). Dasselbe gilt für Sparbriefe mit kürzeren Laufzeiten und die sogenannten Loyalitätssparbriefe. An der kostenlosen Kreditkarte verändert sich im Zuge der Umstellung übrigens nichts, denn diese bot auch bisher noch keinen Guthabenzins.

Kostenlose Kreditkarte mit Einschränkungen

Zwar überzeugt die kostenlose MasterCard der netbank dadurch, dass keine unnötigen oder versteckten Gebühren anfallen, einen Haken hat das Produkt allerdings auch. So ist die Kreditkarte für Kunden im ersten Jahr nur dann kostenlos, wenn das dazugehörige Girokonto auch als Gehaltskonto genutzt wird. Bislang war das auf Grund des attraktiven Zinssatzes für Gehaltseingänge gewöhnlich kein Problem, nun könnte sich das allerdings ändern. Auch die Gebühr ab dem zweiten Jahr könnte für Wenigzahler schmerzhaft sein. So ist die Kreditkarte der netbank nur dann kostenlos, wenn im Jahr mindestens 4.000 Euro umgesetzt werden. Wird die Schwelle nicht genommen, fallen entweder 10 Euro (über 2.000 Euro Jahresumsatz) oder 20 Euro (weniger als 2.000 Euro Jahresumsatz) als Gebühr an.


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