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14.11.2015
Neuer Geldautomat soll das Abheben revolutionieren

Bildquelle: © Damian Mayhew | Dreamstime Stock Photos

Geldabheben auf neuen Wegen. Der Automatenhersteller Diebold und die amerikanische CityGroup arbeiten gerade an der Marktreife von „Irving“ – einem komplett neuartigen Geldautomaten. Das Versprechen: Abhebungen sollen zukünftig nicht nur sicherer sein, sondern auch in zehn Sekunden vonstattengehen. Doch wie kann das funktionieren?

„Irving“ ist der Name des neuen Wunderkindes von Diebold. Der Hersteller verspricht mit dem Geldautomaten ein komplett neues Erlebnis, das Kunden bislang zweifelsfrei nicht kennen. Wer seine kostenlose Kreditkarte bislang zum Geld abheben einsetzt, der folgt einem klaren Prozedere. Erst muss die Karte in den Geldautomaten eingeführt werden, danach muss man über ein Display manövrieren, die PIN eingeben und den jeweiligen gewünschten Betrag eingeben. Danach arbeitet der Geldautomat selbstständig und spuckt nach einigen weiteren Sekunden das Geld aus. Dieses bekommt man meist aber nur dann, wenn man seine kostenfreie Kreditkarte zuvor auch wieder aus dem Automaten gezogen hat. So kann verhindert werden, dass die Karte vergessen wird. Eben jene Routine soll jetzt aber durchbrochen werden und zwar durch eine ganz neue Technik.

Geld abheben in zehn Sekunden

In Zukunft soll das Geld abheben nur noch zehn Sekunden anstatt der bislang üblichen 60 Sekunden dauern. Mit „Irving“ soll diese Zeitersparnis unter anderem dadurch zustande kommen, dass man keine PIN mehr eingeben muss. Stattdessen setzt der Geldautomat auf den Iris-Scan, der bei Kreditkarten in Zukunft auch bei der Zahlung im Einzelhandel zum Einsatz kommen soll. Diese Art der Identifizierung gilt als eine der sichersten auf der Welt, da die Iris absolut einzigartig ist. Auch eine Kopie anzufertigen ist nahezu unmöglich, sodass Betrug vorgebeugt werden kann. Dazu kommt, dass auch Datendiebstahl unmöglich wird, da niemand mehr an die Daten der kostenlosen Kreditkarte kommen kann, da man diese am Geldautomaten der Zukunft gar nicht mehr zücken muss.

Kombination aus NFC und Iris-Scan

Neben dem Iris-Scan soll nämlich auch eine andere moderne Technologie zum Einsatz kommen. Damit man die eigene Plastikkarte gar nicht erst aus dem Geldbeutel holen muss, setzt „Irving“ auf eine App-Technologie. Kunden geben alle relevanten Daten in die Maske einer App ein, anstatt auf dem Geldautomaten rumzudrücken und dabei sowohl hygienisch als auch sicherheitstechnisch Bedenken zu haben. Durch die Eingabe auf dem Smartphone soll zudem alles schneller gehen, sodass auch das Geldabheben in zehn Sekunden möglich werden soll. Die Übertragung zwischen dem futuristischen Geldautomaten und dem Smartphone soll über NFC erfolgen. Verifiziert wird eine Auszahlung nach erfolgreicher Übertragung durch einen Iris-Scan. Ist die Verifizierung erfolgreich, wird das Geld binnen weniger Sekunden ausgezahlt. Vergessen kann man die gebührenfreie Kreditkarte übrigens nicht mehr, da man sie bei dem neuen System ja nicht einmal mehr aus dem Geldbeutel holen muss!

Testphase in den USA

Bislang allerdings muss man sich wohl noch ein wenig gedulden, bis man „Irving“ auch selbst testen kann. Derzeit testen die CityGroup und Diebold die Automaten in den USA und werden wohl dort auch erste Kunden für diverse Testreihen gewinnen. Erst wenn alle Risiken ausgeräumt wurden und der Automat tatsächlich schneller und sicherer ist als existierende Automaten, wird „Irving“ auch die Zukunft der Geldautomaten. Freuen kann man sich auf jeden Fall, denn kaum jemand hat sich bisher nicht darüber geärgert, wie lange eine Auszahlung mit einer kostenlosen Kreditkarte manchmal dauert.


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