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17.07.2014
PIN-Verlust kann sehr teuer werden

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat in einer Studie herausgefunden, dass Bankkunden, die ihre PIN vergessen, bis zu 20 Euro bezahlen müssen, um eine neue zu erhalten. Bei den meisten Instituten kostet ein neuer Sicherheitsschlüssel dagegen etwa fünf Euro. Untersucht wurden 15 Institute in Nordrhein-Westfalen.

Eine neue Karte, eine kostenlose PIN per Brief oder eine kleine Bearbeitungsgebühr. Vergessen Kunden den Sicherheitsschlüssel für ihre Giro- oder Kreditkarte, kann das schnell teuer sein. Die Preise gehen allerdings weit auseinander, das zumindest hat die Verbraucherzentrale NRW in einer Studie herausgefunden. Demnach fallen bei manchen Banken und Kontotypen gar keine Gebühren für die Zusendung einer neuen PIN an, bei anderen Instituten zahlen Kunden schnell bis zu 20 Euro. Der große Verlierer des Tests ist die Sparda-Bank West, die sich als deutlich teuerster Anbieter erwiesen hat.

Hohe Sicherheit bei PIN-Verlust

Der Grund für die hohen Gebühren liegt laut der Sparda-Bank in den hohen Sicherheitsvorkehrungen. Im konkreten Fall hatte die Bank nicht nur eine neue PIN, sondern gleich eine neue Kreditkarte versendet. An sich bringt das dem Kunden mehr Sicherheit, da die Kreditkarte somit komplett aus dem Verkehr gezogen wird. Die Verbraucherzentrale kritisiert allerdings, dass eine vorübergehende Sperrung ähnlich effektiv ist. Die alte Karte kann daraufhin mit Zusendung der neuen PIN wieder aktiviert werden. Auf eine neue Kreditkarte zu setzen sei schlichtweg unnötig, so das vernichtende Urteil der Verbraucherzentrale NRW.

Unterschiede je nach Konto

Kritisch hat die Verbraucherzentrale sich auch über die Targobank geäußert. Das Institut unterscheidet bei der Zusendung einer neuen PIN je nach „Qualität“ des Kontos. Bei einem sogenannten Premium-Konto fallen gar keine Gebühren an. Kunden, die auf ein Aktiv- oder Best-Konto des Instituts setzen, bezahlen für die Zusendung fünf Euro. Wer auf eines der Online-Angebote der Targobank eingegangen ist, wird mit zehn Euro zur Kasse gebeten. Das gilt für das Online-, das Plus- und das Komfort-Konto der Targobank. Andere Institute unterscheiden nicht nach der Art des Kontos, sondern verlangen immer einen pauschalen Betrag für die Zusendung einer neuen PIN.

Grob fahrlässiges Verhalten vermeiden

Trotz der teilweise horrenden Gebühren warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Sie rät strikt davon ab, die PIN an einem unsicheren Ort zu notieren. Als besonders kritisch sieht die Verbraucherzentrale das Mitführen im Geldbeutel, das bei einigen Verbrauchern gang und gäbe ist. Dadurch laufen sie Gefahr, dass Diebe nicht nur die Kreditkarte, sondern gleichzeitig auch noch die PIN stehlen. Das kann in einigen Fällen besonders bitter sein, denn Bankkunden müssen sich dann nicht nur um die Sperrung und eine Neuausstellung der Giro- oder Kreditkarte kümmern, sie bleiben auch auf den Kosten sitzen. Wie erst vor Kurzem geurteilt wurde, ist das Mitführen der PIN im Geldbeutel ein „grob fahrlässiges Verhalten“. Bei einem Missbrauch der Karte springt entsprechend weder das Kreditkartenunternehmen noch die Bank ein. Für den Verbraucher kann das schnell teuer werden. Dagegen erscheinen die fünf Euro für die Zusendung einer neuen PIN durchaus angemessen.


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