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02.02.2016
Schweden diskutiert die Abschaffung von Bargeld

Bildquelle: © Jyothi | Dreamstime Stock Photos

Wer sich nach einer kostenlosen Kreditkarte umsieht, der befindet sich voll im Trend. Immer mehr Verbraucher sind auf der Suche nach einer kostenfreien Kreditkarte, mit der man einfach und unkompliziert auf der ganzen Welt einkaufen gehen kann. In Schweden spielen Kreditkarten mittlerweile sogar eine so wichtige Rolle, dass über eine Abschaffung von Bargeld diskutiert wird.

1661 war Schweden das erste Land in Europa, welches das Bargeld eingeführt hat. Scheine und Münzen haben in dem früheren Königreich eine lange Tradition. Doch das heißt für die Schweden scheinbar nicht viel, denn sie haben in Finanzdingen vielmehr eine Vorreiterrolle, die man nicht verleugnen kann. Fast jeder Schwede hat mittlerweile mindestens eine gebührenpflichtige oder kostenlose Kreditkarte im Geldbeutel. Auch beim Einsatz der Plastikkarten sind die Schweden nicht zimperlich – so sind Kreditkarten längst zum mit Abstand wichtigsten Zahlungsmittel aufgestiegen. Die kostenlose Kreditkarte ist in Schweden zu so etwas wie einem Allrounder geworden. Egal ob im Internet, im Ladengeschäft oder sogar an der Parkuhr oder bei einer Verkehrskontrolle – mit der Kreditkarte kann man in Schweden schlichtweg überall bezahlen!

Bargeld auf dem Abstellgleis

Die Schwedische Krone als Bargeld wird dagegen immer unwichtiger. Während die meisten Schweden munter ihre kostenlose Kreditkarte zücken, setzen nur noch wenige ältere Bürger beim Einkaufen auf Bargeld. Händler sind oft sogar überrascht, wenn ein Kunde tatsächlich mit Bargeld bezahlt. Das liegt auch daran, dass Zahlungen mit Kreditkarten auch für Händler jede Menge Geld sparen. Zum einen fallen die Logistikkosten des Bargelds weg, zum anderen spart die Kreditkartenzahlung oft eine ganze Menge Zeit. Dadurch können Unternehmen wiederum die Mitarbeiterkosten reduzieren, was am Ende auch den Kunden durch niedrigere Preise zugutekommt. Wenig überraschend diskutieren die Schweden mittlerweile sogar darüber, ob man Bargeld nicht lieber gleich komplett abschaffen sollte. Genutzt wird es ja sowieso nicht mehr.

Die Deutschen lieben das Bargeld

Für die meisten Deutschen ist das derweil wohl kaum denkbar. Die meisten Bürger lieben auch heute noch das Bargeld. Im Einzelhandel werden noch über 50 Prozent aller Zahlungen bar abgewickelt. Die EC-Karte nimmt ebenfalls einen wichtigen Anteil ein, die Kreditkarte dagegen wird im stationären Handel gerade einmal bei etwa jeder zwanzigsten Zahlung verwendet. Im Internethandel spielen gebührenpflichtige und kostenlose Kreditkarten derweil schon eine wichtigere Rolle. Das bislang nicht ausgeschöpfte Potential ist allerdings riesig. Das sieht man besonders im Einzelhandel, wo die Vorteile einer Kreditkarte sich wohl noch nicht herumgesprochen haben. Anders lässt sich die Liebe der Deutschen zum Bargeld eigentlich nicht erklären. Die längere Tradition mit ihrer Währung in bar haben nämlich auch die Schweden.

Kreditkartenmarkt könnte deutlich wachsen

Zumindest in gewissem Maße könnte sich aber auch Deutschland in die Richtung Schwedens entwickeln. Dadurch, dass die Europäische Union eine Begrenzung der sogenannten Interbankenentgelte auf gerade einmal noch maximal 0,3 Prozent der jeweiligen Zahlungssumme ins Leben gerufen hat, akzeptieren hierzulande mittlerweile immer mehr Händler die Zahlung mit Kreditkarte. Wer also eine kostenfreie Kreditkarte im Geldbeutel hat, der kann diese mittlerweile auch deutlich häufiger einsetzen. Das wiederum könnte dazu führen, dass die Menschen die Vorteile einer Kreditkarte endlich erkennen und die Plastikkarten deutlich häufiger nutzen. Davon würden nicht nur die Kunden selbst, sondern durch sinkende Kosten auch die Händler profitieren. Vielleicht braucht Deutschland auch bei Kreditkarten einfach nur etwas länger als die Schweden.

 


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