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05.07.2014
Schweizer Mobilfunkkonzerne machen Bezahlung per Smartphone möglich

Nicht nur beim Kontaktlosen Bezahlen zeigt sich die Schweiz als Vorreiter, auch die Kreditkarte auf dem Smartphone könnte in der Schweiz zuerst durchstarten. Während Google und andere Technologieriesen noch an der perfekten Technik feilen, haben drei Mobilfunkkonzerne aus der Schweiz bereits eine App vorgestellt, welche die Kreditkartenzahlung mit dem Handy ermöglicht.

Swisscom, Sunrise und Orange – das sind die drei Vorreiter beim Thema Kreditkartenzahlung mit dem Smartphone. Die drei großen Mobilfunkkonzerne aus der Schweiz haben am 1. Juli die Applikation „Tapit“ vorgestellt. Diese soll es ermöglichen, dass Kunden kleinere Beträgen innerhalb von Sekunden bezahlen können – ganz ohne Kreditkarte. Die Technik ist dabei denkbar einfach, denn die Kreditkartendaten werden einfach auf dem Mobiltelefon eingetragen, danach muss das Handy nur noch über ein Near Field Communication (NFC)-Terminal gehalten werden und die Zahlung wird postwendend abgewickelt.

Nur für Smartphones mit NFC

Tapit, eigentlich eine Entwicklung der Swisscom, funktioniert bislang allerdings einzig auf Android- und Windows Phone-Geräten. Apple-Kunden sind momentan noch außen vor, denn der Hersteller aus den Vereinigten Staaten bietet bislang kein Gerät mit NFC an. Seit dem 1. Juli steht der Service vorerst allen Kunden von Swisscom zur Verfügung, in Kürze soll danach auch die Markteinführung seitens Orange und Sunrise stattfinden. Im Hintergrund agiert die Tessiner Cornèr Bank, die sich um die Sicherheit bei der Zahlungsabwicklung kümmert. Das Institut hat bereits Erfahrungen auf dem Feld des Kontaktlosen Bezahlens, denn Kunden der kleinen Bank können mit einer Kreditkarte bereits heute über NFC ihre Rechnungen begleichen.

Besondere Sicherheitsvorkehrungen für größere Beträge

Der große Vorteil von Tapit ist der, dass die Technik nicht nur für kleinere Bezahlungen verwendet werden kann. Während bei NFC-Kreditkarten in der Schweiz keine Beträge über 40 Franken abgebucht werden können, ist das mit Tapit nun möglich. Zwar geht es dann nicht mehr ganz so schnell, da eine kurze Verifizierung stattfinden muss, dennoch sollte die Bezahlung deutlich rasanter abwickeln als ohne NFC. Durch die Unterteilung in kleinere und größere Beträge, bei denen jeweils ein besonderes Level an Sicherheit gewährleistet wird, sehen Experten die Zahlung mit der App als wenig problematisch an. Das System gilt grundsätzlich als ähnlich sicher wie die gewöhnliche Kreditkartenzahlung.

Schutz durch spezielle NFC-SIM-Karte

Um Tapit nutzen zu können, müssen Smartphone-Besitzer zuallererst eine spezielle SIM-Karte bestellen. Nur wenn diese den Funkstandard ermöglicht, sind Bezahlungen mit dem Smartphone machbar. Diese SIM-Karten werden Nutzern gewöhnlich von ihrem Mobilfunkanbieter zur Verfügung gestellt. Ob kostenlos oder nicht, muss mit dem jeweiligen Anbieter geklärt werden. Durch diese Sicherheitsmaßnahme werden die Zahlungen mit der NFC-Technologie noch einmal sicherer, denn für den Erhalt einer SIM-Karte muss eine gesonderte Identifizierung stattfinden. Die Verbindung vom Smartphone zum NFC-Terminal ist derweil komplett abhörsicher. Angst sollten Kunden vor der Bezahlung mit dem Smartphone also nicht haben.

Vorsprung vor den amerikanischen Wettbewerbern

Etwas überraschend ist es den Swisscom-Forschern gelungen, vor den US-amerikanischen Technologiekonzernen eine sowohl praktische als auch sicherere App einzuführen. Die Bezahlung per NFC, die in der Schweiz immerhin schon von einigen Kunden genutzt wird, könnte ihren Vormarsch dadurch fortsetzen. Mittelfristig könnte es Tapit auch in Deutschland geben. Dafür müssten sich die Mobilfunkanbieter aber erst einmal einigen. Das könnte noch einige Monate dauern.

 

 


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