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24.01.2015
Stiftung Warentest warnt vor nachträglichen Abbuchungen nach Reisen

Bildquelle: © Damian Mayhew | Dreamstime Stock Photos

Die Stiftung Warentest hat sich ein weiteres Mal mit dem Thema Kreditkarten beschäftigt. Dabei geht es um einen Fall, den sicherlich viele Inhaber von gebührenpflichtigen und kostenlosen Kreditkarten kennen – nachträgliche Abbuchungen, die so für viele Karteninhaber nicht nachvollziehbar sind. Sinn kann es da oft machen, seine Karte für Abbuchungen aus dem Ausland zu sperren.

Die Welt der kostenlosen Kreditkarten könnte so schön sein, wären da nicht die nachträglichen Abbuchungen, die hin und wieder auf der Karte auftauchen. Zwar ist das Risiko bei normalen Zahlungen eher gering, besonders bei Urlaubsbuchungen im Ausland allerdings kann die Gefahr relativ hoch sein. Besonders häufig sind Inhaber von Kreditkarten – egal ob gebührenpflichtig oder kostenlos – betroffen, wenn es um die Anmietung eines Mietwagens geht. Die Stiftung Warentest etwa hatte die Deutschen dazu aufgerufen, sich zu melden, wenn sie bereits mit einem solchen Fall zu kämpfen hatten. Rund 60 Leser der Zeitschrift sind dem Aufruf gefolgt – sie alle mussten sich bereits mit Problemen dieser Art herumschlagen.

Auch bei kostenlosen Kreditkarten: Sperrung für Abbuchungen im Ausland

Jörg Fischer hat es genau richtig gemacht. Der 71-jährige sperrt seine Kreditkarte für Abbuchungen im Ausland grundsätzlich. Freigegeben wird seine Kreditkarte immer nur für Reisen, danach lässt Fischer seine Karte wieder sperren. Fischer hat mit der Miles & More-Kreditkarte zwar ein Premiummodell im Geldbeutel, denselben Service können aber auch Inhaber der meisten kostenfreien Kreditkarten nutzen. Wer gerade aus dem Urlaub zurückkommt und bereits alle Rechnungen vor Ort beglichen hat, der kann seine Kreditkarte für Auslandsabbuchungen einfach von der Bank sperren lassen. Dadurch wird verhindert, dass nachträgliche Abbuchungen von Mietwagenfirmen, Hotels oder Reiseveranstaltern einfach belastet werden können.

Vorsicht bei Einkäufen im Internet

Allerdings ist bei dieser Variante Vorsicht geboten. Die Sperrung für das Ausland kann bei Einkäufen im Internet Probleme bereiten. Egal ob bei einer kostenlosen Kreditkarte oder einem gebührenpflichtigen Modell, wer im Internet bestellt, der zahlt teilweise auch im Ausland. Das gilt keineswegs nur für ausländische Shops, auch bei vielen deutschen Händlern werden Abbuchungen außerhalb der Landesgrenzen abgewickelt. Ein gutes Beispiel dafür ist Amazon. Der größte Internethändler in Deutschland rechnet alle Zahlungen in Luxemburg ab. Auch der Putzdienstleister Helpling rechnet im Ausland ab, in diesem Fall in den Niederlanden. Wer seine Kreditkarte für Zahlungen im Ausland gesperrt hat, der kann hier schnell auf die Nase fallen. Eine gewisse Vorsicht ist entsprechend geboten.

Bei falschen Abbuchungen hartnäckig bleiben

Wer sich bei seiner kostenlosen Kreditkarte von Visa, MasterCard oder American Express entsprechend entscheidet, nicht diesen Schritt zu wählen, der muss mit einem gewissen Restrisiko leben. Werden Abbuchungen ohne Absprache mit dem Kunden durchgeführt, ist oft eine Rückbuchung möglich. Durchgeführt werden kann diese von der Bank. In einigen Fällen ist das auf Grund einer hinterlegten Kaution, besonders bei Mietwagen, aber schwierig. Hier sollten Kunden hartnäckig bleiben und auf ihr Geld bestehen. Ohne Rechnung darf grundsätzlich nichts abgebucht werden, dennoch weigern sich einige Firmen, das Geld zurückzuerstatten. Wer an dem Fall dran bleibt und einen intensiven Briefwechsel, eventuell sogar mit Hilfe eines Anwalts, führt, wird sein Geld aber zurückbekommen. Am Ende sind gebührenpflichtige genauso wie kostenlose Kreditkarten nun mal das sicherste Zahlungsmittel im Ausland, denn dank der Sicherungssysteme und der Rückbuchoption wird Betrug von vornherein Einhalt geboten.


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