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14.11.2013
Kreditkarten-Tipp: Was leisten Prepaid-Kreditkarten?

Prepaid-Kreditkarte mit Chip

Prepaid-Kreditkarten funktionieren ausschließlich auf Guthabenbasis, was eine Verschuldung ausschließt und sie für Teenager empfehlenswert macht. Einige Banken geben sie an Jugendliche ab vollendetem 12. Lebensjahr aus, auch die Stiftung Warentest kann in dieser Hinsicht keinerlei Einschränkungen entdecken. Gleichzeitig funktionieren sie wie normale Kreditkarten, ermöglichen Bargeldabhebungen, Online-Einkäufe und das Bezahlen an Akzeptanzstellen (Tankstellen, Geschäfte, Restaurants). Welche Vorteile bringen sie mit, wo gibt es mögliche Einschränkungen?

Vorteile der Prepaid-Kreditkarten

Zu den oben erwähnten Einsatzmöglichkeiten und dem Verhindern jeglicher Verschuldung - einen Kredit gibt es schließlich nicht - kommen einige weitere Vorteile hinzu, die bislang wenig kommuniziert werden. Dazu gehören:

Prepaid-Kreditkarten sind unabhängig vom Girokonto

Prepaid-Kreditkarten wie die Wüstenrot VISA Prepaid Kreditkarte sind grundsätzlich mit einem einfach bedienbaren Online-Konto verbunden. Diese Funktion fehlt bei den meisten klassischen Kreditkarten, die zwar häufig ein extra Kartenkonto mit Guthaben- oder Sollverzinsung aufweisen, aber einen Zugriff auf dieses Konto nur per Kreditkarte ermöglichen. Das extra Kartenkonto wird virtuell zu Abrechnungszwecken geschaffen, es ermöglicht darüber hinaus die Ausgabe einer Kreditkarte an Kunden, die bei der entsprechenden Bank kein Girokonto unterhalten.

EC-Karten sind einfach mit dem Girokonto und dem dort vorhandenen Dispokredit verbunden, der gleichzeitig den Kredit der Kreditkarte darstellt. Einen extra Online-Zugang zum Kreditkartenkonto herzustellen ist den Betreibern noch nicht eingefallen, das System hat sich so eingebürgert und weist einen entscheidenden Sicherheitsnachteil auf: Bei einem Verlust der Kreditkarte kann der Finder oder Dieb bis zur Sperrung damit Einkäufe tätigen.

Bei der Prepaid-Kreditkarte hat der Inhaber die Möglichkeit, ein auf der Karte noch aufgeladenes Guthaben sofort auf das Referenzkonto zu überweisen. Das funktioniert von jedem Smartphone aus und erlaubt es auch, dem Junior (oder Ehepartner) die Verfügungsgewalt über die Prepaidkarte elegant zu entziehen, ohne eine Kartensperre auslösen zu müssen. Manche Menschen werden wohl dieses Mittel auch nutzen, wenn sie in der heimischen Unordnung nach einer durchzechten Nacht die Karte einfach nicht finden können. Eine echte Kreditkarte wird dann aufwendig gesperrt.

Prepaid ermöglicht Kartenausgabe ohne Schufa

Prepaid-Kreditkarten werden Schufa-frei vergeben. Der Inhaber kann sich nicht verschulden, die Bonitätsabfrage ist also für den Betreiber uninteressant. Damit erhalten selbst insolvente Personen eine ganz normale Kreditkarte, die sich im Alltag bestens bewährt.

Welche Nachteile stehen diesen Vorteilen gegenüber?

Prepaid-Kreditkarten kosten oft erhebliches Geld, auch wenn sie ohne Grundgebühr (also kostenlos) vergeben werden. In solchen Fällen werden bei Bargeldabhebungen und Einkäufen Gebühren fällig, die es oft in sich haben. Die ausgebenden Stellen müssen schließlich etwas verdienen, was bei normalen "kostenlosen" Kreditkarten durch Kreditzinsen oder Zusatzleistungen verdient wird. Doch diesen kleinen Nachteil würden die Prepaid-Kreditkarteninhaber bestimmt verschmerzen.

Ein anderer Fakt wiegt schwerer für diejenigen, die gern per Prepaid-Kreditkarte einige ihrer Finanztransaktionen am Finanzamt, dem Insolvenzverwalter oder der Ehefrau vorbeischleusen würden: Das verhindern die Kartenbetreiber, indem sie lediglich eine Bargeldaufladung oder die Überweisung vom Referenz- auf das Kartenkonto ermöglichen. Überweisungen von anderen Banken oder Unternehmen werden zurückgewiesen. Selbstständige, Ihr müsst Euch etwas anderes einfallen lassen.


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