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11.08.2014
Visa-CEO schließt Kooperation mit virtueller Währung Bitcoin nicht aus

Bildquelle: © Andres Rodriguez | Dreamstime Stock Photos

Der Kreditkartenanbieter Visa schließt eine Zusammenarbeit mit Firmen, die sich auf den Vertrieb von Bitcoins spezialisiert haben, nicht aus. Wie der CEO des Unternehmens einer australischen Zeitung mitteilte, denke Visa nicht über eine eigene virtuelle Währung nach. Das Unternehmen will stattdessen sein eigenes Netzwerk in gewissem Maße für virtuelle Währungen öffnen.

In den letzten Wochen und Monaten machte neben MasterCard auch Visa immer öfter als Technologiekonzern auf sich aufmerksam. Dazu passen aktuelle Ankündigungen des Geschäftsführers Charlie Scharf, der sich nach der Einführung von Visa Digital Solutions einer australischen Zeitung zum Interview stellte. In diesem schloss er etwas überraschend eine Zusammenarbeit mit den Mittelsmännern, die hinter der virtuellen Währung Bitcoin stehen, nicht aus. Im Rahmen des Gesprächs erklärte Scharf: “Visa ist keine Währung, es ist ein Netzwerk. Wir können das Netzwerk bis zu einem sinnvollen Maße um reale oder virtuelle Währungen erweitern. Eine Erweiterung durch Bitcoin ist also möglich, aber darüber denken wir heute noch nicht nach.” Damit machte er deutlich, dass Visa keine eigene virtuelle Währung plant.

Kampf auf dem Markt für virtuelle Währungen

Andere Technologieunternehmen und Banken sehen das Feld der virtuellen Währungen eher als ein Schlachtfeld. Sie haben selbst Patente angemeldet, um einen Fuß in die Welt der virtuellen Währungen zu bekommen. Anders Visa, denn wie Scharf im Interview mit The Australian Financial Review (AFR) zu Protokoll gegeben hat, gehe es Visa mehr darum, das eigene Netzwerk für den sicheren Zahlungsverkehr zur Verfügung zu stellen. Das Kreditkartenunternehmen will also auch auf dem Markt für virtuelle Währungen eher als Dienstleister auftreten. Die Idee hinter den Vorstößen von Scharf, der bereits Anfang des Jahres eine Einbindung von Bitcoins in den Markt der realen Währungen anstieß, ist denkbar einfach. Für Visa wäre das Feld auch sehr lukrativ, denn sollte das Kreditkartenunternehmen als erster Anbieter überhaupt den Tausch von Bitcoins in reale Währungen an Millionen von Akzeptanzstellen erlauben, winken dem Unternehmen Millionengewinne durch abzuführende Gebühren für die Zahlungsabwicklung.

Visa versucht seine Stellung als Technologieriese auszubauen

Zuletzt musste der weltweite Marktführer beim Kampf um technische Weiterentwicklungen oftmals seinem Konkurrenten MasterCard den Vortritt lassen. Das will der Konzern, der von Scharf geführt wird, nun ändern. Neben Visa Digital Solutions hat das Unternehmen vor kurzem die sogenannten Visa Labs gegründet. In diesen wird zu diversen technischen Neuerungen geforscht. Durch diese Institution will Visa wieder zum Vorreiter beim Thema digitale Revolution werden. Ein Schritt in die richtige Richtung war dabei zuletzt die Veröffentlichung von Visa Checkout. Durch das neue Bezahlverfahren im Internet ist es für Besitzer von Visa-Karten von nun an einfacher, bei einem Online-Händler zu bezahlen. Durch eine enge Zusammenarbeit mit den Konzernen, die sich hauptsächlich mit Bitcoins beschäftigen, könnte Visa seine wichtige Stellung am Markt für Geldtransfers weiter ausbauen. Ob die Kooperation allerdings zur Realität wird, gilt derzeit noch als fraglich. Beim ersten Vorstoß von Scharf im Januar dieses Jahres hatte es große Kritik gegeben. Wenig überraschend wählte der CEO seine Worte in der australischen Zeitung mit Vorsicht. „Darüber denken wir heute noch nicht nach“, ließ er verlauten. „Heute“ kann in Zeiten des digitalen Fortschritts aber schneller vorbei sein als viele denken.


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