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08.06.2014
Vorsicht bei WM-Lockangeboten

Bildquelle: Anatoliy Babiychuk | Dreamstime Stock Photos

Die Fußball Weltmeisterschaft ist jedes Jahr ein wahres Großereignis. Wenig überraschend wird rund um das Turnier, das in diesem Jahr in Brasilien stattfindet, jede Menge Werbung gemacht. Bei Finanzprodukten sollten die Kunden allerdings aufpassen, denn die besten Tarife beinhalten die Lockangebote fast nie.

Das Fußballfieber verlockt immer wieder gerne zu spontanen Einkäufen. Ob der Grill für den schönen Abend mit Freunden, die spezielle Schokolade in den Farben schwarz-rot-gold oder das mittlerweile obligatorische Fähnchen am Auto – während der Weltmeisterschaft wird so viel Geld ausgegeben wie sonst nur an Weihnachten. Auch Banken wollen von diesem Kaufrausch profitieren und bieten entsprechend zahlreiche Finanzprodukte, darunter auch Kreditkarten an, die dem Inhaber große Vorteile versprechen, sollte es beispielsweise die deutsche Mannschaft bei dem Turnier in Brasilien weit schaffen.

Vorsicht bei Lockangeboten

Besonders genau sollte die Prüfung ausfallen, wenn in der Werbung oftmals von derselben Kreditkarte die Rede ist. Unternehmen, die viel Geld in Marketing investieren, müssen dieses irgendwo anders wieder verdienen. Gewöhnlich heißt das, dass die Bedingungen der jeweiligen Kreditkarte deutlich schlechter sind als die von Vergleichsobjekten. Deswegen gilt es bei jedem Angebot, auch wenn es auf den ersten Blick toll aussehen sollte, das Kleingedruckte zu lesen. Meistens versteckt sich in diesem der entscheidende Nachteil.

Vergleichen und auf Wetten verzichten

Besonders wichtig ist es außerdem, dass eine Kreditkarte immer mit anderen Karten verglichen wird. Ob es sich nun um eine kostenlose Karte oder eine mit Jahresgebühr handelt, meistens bieten viele Banken genau dieselbe Kreditkarte mit ganz unterschiedlichen Konditionen an. Eine Bindung an den Fußball kann dabei in vielen Fällen entscheidende Nachteile haben. Zum einen handelt es sich bei den Finanzprodukten meistens um eine Art Wette, zusätzliche Zahlungen gibt es also beispielsweise nur dann, wenn Mannschaft A gewinnt. Zum anderen sind sogar dann, wenn der Fall eintritt, die Zinsen schlechter als bei Vergleichskarten ohne „Fußball-Bindung“.

Langfristige Studien sprechen gegen „Spezialangebote“

Da das Fußballfieber schon vor einigen Jahren ausgebrochen ist, überrascht es nicht, dass es auch schon damals Spezialangebote gab. Diese haben sich einige Jahre später in Vergleichsstudien deutlich schlechter geschlagen als andere Kreditkarten und Finanzprodukte. Ein gutes Beispiel ist das Girokonto, das der FC Bayern München gemeinsam mit der HypoVereinsbank anbietet. Bei diesem gibt es eine monatliche Zinserhöhung um 0,10 Prozent, sollte der FC Bayern ein Spiel gewinnen. Obwohl der Verein mit Rekordwerten Deutscher Meister wurde, lagen die Zinsen im Durchschnitt nur bei 0,81 Prozent – im Vergleich zu anderen Tagesgeldkonten kein guter Wert. Der Grund war hierbei, wie auch bei den meisten anderen Finanzprodukten, die an den Fußball oder andere Sportarten gebunden sind, dass die Standardzinsen so niedrig sind, dass die Bank sich auch im „besten Fall“ für den Kunden nicht übernimmt. Deswegen ist es ratsam jedes Kreditkartenangebot, dass zur Weltmeisterschaft angeboten wird, ausgiebig zu prüfen. Meistens wird sich dann herausstellen, dass der Kunde sich doch für eine andere Karte entscheiden sollte.


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