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28.10.2014
Vorsicht vor Abzocke bei der Flugbuchung

Bildquelle: © Clarita | Dreamstime Stock Photos

Da hat man sich gerade für eine kostenlose Kreditkarte entschieden, da soll man bei der Flugbuchung im Internet schon wieder hohe Gebühren für die Kreditkartenzahlung hinnehmen. Verbraucherschützer sind sich sicher: Viele Flugportale zocken ihre Kunden mit Kreditkartengebühren hemmungslos ab. Ein Vergleich lohnt oft.

Wer eine kostenlose Kreditkarte beantragt, der will sicher nicht bereits bei der ersten Flugbuchung im Internet draufzahlen. Doch genau davor warnen Verbraucherschützer seit Monaten und Jahren, denn trotz der Urteile von deutschen und europäischen Gerichten erheben Flugbuchungsportale auch weiterhin teilweise horrende Gebühren. Wie ein Test von anwaltsauskunft.de ergeben hat, liegen die Aufschläge für Kreditkartenzahlungen bei einem gewöhnlichen Flug für 75 Euro teilweise bei bis zu 60 Prozent. Ein Ärgernis nicht nur für Inhaber einer kostenlosen Kreditkarte, denn auch Kunden mit teuren Kreditkarten bezahlen denselben Aufpreis.

Eine kostenlose Bezahlmöglichkeit muss geboten werden

Doch was machen die Flugbuchungsportale eigentlich, womit sie die Kunden so abzocken? Ganz einfach, sie erheben Scheingebühren, die bei einer Zahlung mit Kreditkarte anfallen. Während die Buchungsportale selbst zumeist nur wenige Prozente der Zahlungssumme abführen müssen, nehmen sie von Kunden mit gebührenpflichtigen und kostenlosen Kreditkarten teilweise zwischen zehn und 60 Prozent. Doch eigentlich dürfen die Portale das gar nicht, denn in Deutschland muss immer schon zu Beginn des Buchungsvorgangs der eigentliche Endpreis ausgewiesen werden. Dieser muss Kunden laut eines Bundesgerichtshofurteils auf einem „gängigen und zumutbaren Wege“ zur Verfügung stehen. Bei den meisten Flugbuchungsportalen ist aber genau das nicht der Fall.

Kreditkartenzahlung kostenlos – aber nur mit Diners Club

Und so kommt es, dass weder die bekanntesten kostenlosen noch die wichtigsten gebührenpflichtigen Kreditkarten für eine kostenlose Zahlung verwendet werden können. Stattdessen setzen die Buchungsportale auf selten bis kaum verwendete Karten. So kann ein Kunde bei einem der größten Portale in Deutschland zwar sogar mit zwei Kreditkarten kostenlos zahlen, doch kaum ein Kunde hat einer der beiden Karten. So handelt es sich bei der einen Plastikkarte um eine hauseigene Kreditkarte des Portals, die andere kostenfreie Zahlmethode nennt sich Visa Electron und ist in Deutschland nahezu überhaupt nicht vertreten. Aber auch andere Anbieter machen durch exotische Bezahlmethoden auf sich aufmerksam. Etwa erhebt ein Portal die horrende Sondergebühr nur dann nicht, wenn Kunden mit einer Diners Club-Kreditkarte zahlen. Eine solche haben in Deutschland nur sehr wenige Bürger.

Welche kostenlose Kreditkarte bietet sich für Flugbuchungen an?

Doch was sollen Kunden nun tun, um bei der Flugbuchung nicht immer wieder draufzahlen? Laut Verbraucherschützern ist es wichtig, zu allererst den Flugpreis zu Anfang der Buchung mit dem Endpreis zu vergleichen. Springt dieser nach oben, sollten Kunden von der Buchung absehen. Um kostenlos mit einer verbreiteten gebührenfreien Kreditkarte von Visa oder MasterCard zu bezahlen, sollten Kunden teilweise mehrere Portale untersuchen. Seriöse Anbieter geben zumeist nur moderate Gebühren, etwa diese, welche die Fluggesellschaft selbst erhebt, an die Kunden weiter. So zahlen diese bei der Flugbuchung meist nur wenige Euro für die Zahlung mit Kreditkarte. Erheben Anbieter dagegen Gebühren von mehr als zehn Euro für die Kreditkartenzahlung, sollten Kunden aufhorchen. Von einer Buchung sollten sie dann absehen, ansonsten verlieren sie trotz einer kostenlosen Kreditkarte viel Geld.


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