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16.06.2015
Vorsicht vor "falschen" kostenlosen Girokonten

Bildquelle: Anatoliy Babiychuk | Dreamstime Stock Photos

Das gebührenfreie Girokonto gehört für viele Deutsche bei Finanzdingen mittlerweile zum Standard. Gerade in der jüngeren Generation wird man schon schief angeschaut, wenn man weder ein gebührenfreies Girokonto noch eine kostenlose Kreditkarte hat. Doch wie passt dazu, dass die Welt in ihrer Onlineausgabe titelt: „Kostenlose Girokonten rechnen sich nicht für jeden“?

Die Redaktion der Welt ist dafür bekannt, sich oft und gerne mit Finanzdingen auseinanderzusetzen. So auch in einem aktuellen Artikel, der sich mit gebührenfreien Girokonten beschäftigt – einem der Lieblingsthemen der Deutschen. Etwas überrascht aber dennoch: Die Überschrift. Die Welt titelt: „Kostenlose Girokonten rechnen sich nicht für jeden“. Was hat das konkret zu bedeuten? Nun ja, die Redaktion der Welt will insbesondere darauf hinweisen, dass kostenlos nicht immer gleich kostenlos heißt. Wer sich nicht genau umschaut, der kann statt kostenlos schnell in eine Kostenfalle tappen. Ein gebührenfreies Girokonto lohnt sich genauso wie eine kostenlose Kreditkarte natürlich immer – aber eben nur dann, wenn es sich auch wirklich um ein gebührenfreies Girokonto handelt.

Vorsicht vor „falschen“ kostenlosen Girokonten

In einer Untersuchung der Stiftung Warentest, die der Redaktion der Welt vorliegt, wurden 176 Konten untersucht. Insgesamt waren 68 von ihnen sogenannte kostenlose Girokonten respektive wurden so beworben. Nur 30 allerdings waren wirklich ohne Bedingungen kostenlos. Genau hier muss man als Kunde genau hinschauen. Banken setzen, deutlich häufiger als etwa bei kostenfreien Kreditkarten, auf bestimmte Bedingungen, die erfüllt werden müssen, damit ein Girokonto wirklich kostenlos ist. Grundsätzlich gibt es dabei drei Varianten: Gehaltseingänge, Geldeingänge und Kontoaktivitäten. Bei Gehaltseingängen sollten gerade jüngere Menschen, etwa Studenten, aber auch Geringverdiener aufpassen. Einige Banken bieten zwar ein kostenloses Girokonto – dafür muss aber oft ein monatliches Gehalt von mehr als 1.000 Euro eingehen. Ansonsten fallen teils horrende Gebühren von mehr als 10 Euro pro Monat an.

Vorausgesetzte Geldeingänge sind teils sehr hoch

Auf den ersten Blick klingt es da leichter, wenn man auf ein „kostenloses“ Girokonto setzt, das nur eine Schwelle bei Geldeingängen – also auch anderen Geldern als Gehältern – setzt. Doch auch das kann schnell zur Falle werden. Hier ist die Commerzbank, die für die gebührenfreie Kontoführung einen Geldeingang von 1.200 Euro im Monat voraussetzt – auch hier fallen ansonsten Gebühren an, die sich im Jahr auf weit über 100 Euro belaufen. Vorausgesetzte Aktivitäten sind für viele Nutzer, die ein Girokonto auch tatsächlich aktiv nutzen, deutlich einfacher zu erfüllen. So erwarten einige Institute etwa, dass man mindestens fünf Transaktionen (ausgehend und eingehend) im Monat durchführt, um sich die Kontoführungsgebühr zu sparen. Das ist meist auch für Geringverdiener und Studenten kein Problem, sodass man hier in den meisten Fällen tatsächlich von einem richtigen kostenlosen Girokonto sprechen kann.

Kein Risiko mit richtigen kostenlosen Girokonten

Wer sich nicht sicher ist, ob er an einer Schwelle scheitern kann, sollte sich nach Alternativen umsehen. Das gebührenfreie Girokonto der DKB beispielsweise, zu dem es auch noch eine komplett kostenlose Kreditkarte dazugibt, kann vollständig ohne Bedingungen gebührenfrei geführt werden. Daher bietet sich das Produkt insbesondere auch für Studierende an, die finanziell nicht so gut aufgestellt sind. Auch andere Anbieter von kostenlosen Kreditkarten bieten zusätzlich ein komplett gebührenfreies Girokonto. Zu nennen ist hier beispielsweise die comdirect.          


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