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10.06.2015
Was wird aus den Deutschen und ihrem Bargeld?

Bildquelle: © Jyothi | Dreamstime Stock Photos

Seit einigen Wochen tobt in Deutschland eine Diskussion darüber, ob Bargeld überhaupt noch nötig ist. Sowohl Menschen aus dem normalen Volk als auch Ökonomen führen darüber eine hitzige Debatte, deren Folgen sich momentan noch nicht absehen lassen. Fest steht allerdings auch: Die Deutschen setzen immer noch am liebsten auf Bares. Kostenlose Kreditkarten werden zwar immer häufiger ausgegeben, sind aber noch lange nicht Marktführer.

Bargeld ist in Deutschland zweifelsohne das wichtigste Zahlungsmittel. In vielen anderen Ländern der Welt ist das anders, weswegen Bargeld dort oft eine weniger wichtige Rolle einnimmt als hierzulande. So boomen in Ländern wie Schweden, Dänemark oder den USA Kreditkarten. Besonders kostenlose Kreditkarten hat in diesen Ländern fast jeder im Geldbeutel. Die Vorteile dabei sind klar: Die Zahlung mit Kreditkarte ist sicher, geht schnell und kostet auch die Händler weniger Geld, da viel Verwaltungsaufwand wegfällt. Schlussendlich freut sich auch der Staat über die Zahlung mit einer gebührenpflichtigen oder kostenlosen Kreditkarte, denn wer mit einer solchen zahlt, trägt dazu bei, den Kampf gegen Kriminalität und Steuerhinterziehung voranzubringen.

Jeder Deutsche hat 103 Euro im Geldbeutel

Interessant sind bei dieser emotionalen Diskussion allen voran die Daten und Fakten rund um das Bargeld. Der Freien Presse liegen dabei einige spannende Datensätze vor. So haben Umfragen ergeben, dass ein durchschnittlicher Deutscher 103 Euro Bargeld im Geldbeutel hat. Der Großteil davon besteht aus Scheinen, in Münzen hat jeder durchschnittlich 5,73 Euro im Portemonnaie. Bei den Kreditkarten sieht das schon ganz anders aus. Im Durchschnitt hat gerade einmal jeder zweite Deutsche eine Kreditkarte von Visa, MasterCard oder American Express im Geldbeutel. Geht man nur von gebührenfreien Kreditkarten aus, sind es sogar noch weniger. Häufiger sind dagegen Girokarten. Mindestens eine davon hat fast jeder Deutsche im Geldbeutel.

Bargeld besonders bei älteren Menschen beliebt

Wenig überraschend zeigt sich beim Blick auf die Zahlen auch ein Altersunterschied, was die Zahlungsmethoden angeht. Knapp die Hälfte aller Befragten im Rentenalter gab an, dass sie ausschließlich mit Bargeld bezahlen würden. Bei den jüngeren Menschen unter 25 Jahren dagegen bevorzugen weniger als 30 Prozent das Bargeld vor anderen Zahlungsmethoden. Diese Altersgruppe trägt auch im Allgemeinen deutlich weniger Bargeld mit sich rum als ältere Menschen. Häufiger sind bei jüngeren Menschen auch kostenlose Kreditkarten. Dadurch, dass jüngere Teilnehmer der Gesellschaft sich meist im Internet informieren und sich auch mit dem Kreditkartenvergleich befassen, finden sie oft gute und kostenlose Angebote für Kreditkarten. Das sorgt auch dafür, dass Kreditkarten in dieser Altersschicht deutlich häufiger eingesetzt werden.

Jüngere Menschen setzen öfter auf EC-Karten

Die EC-Karte, heute girocard, hat sich in Deutschland als zweitbeliebtestes Zahlungsmittel etabliert. Sie wird immerhin von 22,9 Prozent der Menschen im Rentenalter und von 31,5 Prozent der 18- bis 24-Jährigen zur Zahlung genutzt. Kostenlose Kreditkarten werden im Händlergeschäft dagegen noch deutlich seltener genutzt. Genauso wie die elektronischen Zahlungsdienste fallen Kreditkarten bei den Erhebungen zu Händlerumsätzen statistisch kaum ins Gewicht. Dennoch lässt sich am Trend von gebührenfreien Kreditkarten erkennen, dass hauptsächlich jüngere Menschen auf dieses Zahlungsmittel setzen. Das betrifft insbesondere die gebildete Schicht, die auch viele Reisen ins Ausland unternimmt und häufiger ein auf der ganzen Welt einsetzbares Zahlungsmittel braucht. Dennoch zeigt sich: In Deutschland kann man auf Bargeld so schnell nicht verzichten.


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