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30.06.2014
Zahlung mit NFC kommt bislang nicht an

Das kontaktlose Bezahlen durch die Technologie NFC kommt bislang nicht an. Das zumindest hat das Forschungsinstitut comparis herausgefunden. In einer Umfrage, die allerdings nur in der Schweiz durchgeführt wurde, gaben viele Befragte an, dass sie die Technik entweder nicht kennen oder für unnötig befinden.

Die Schweiz gilt, ähnlich wie Deutschland, als eines der Länder, in denen bereits sehr viele Zahlungen mit Plastikgeld abgewickelt werden. Hauptsächlich wird dabei noch auf die herkömmlichen Zahlungsweisen, also mit PIN und mit Unterschrift, gesetzt. Die Kreditkartenindustrie hat sich in den letzten Jahren allerdings etwas Neues überlegt. Die Technologie Near Field Communication (NFC) soll das Bezahlen deutlich einfacher machen. Obwohl die Technik bereits von vielen Unternehmen angeboten wird, zeigen sich die Kunden bislang skeptisch.

12 Prozent nutzen NFC regelmäßig

Wie comparis herausgefunden hat, nutzt gerade einmal jeder Zehnte Schweizer, der über eine Kreditkarte mit NFC-Funktion verfügt, die Technik mehrmals in Monat. In Deutschland sind die Zahlen Experten zufolge noch schlechter, weil sich bislang nur wenige Einzelhändler die Mühe gemacht haben, diese Art der Bezahlung anzubieten. Zudem gibt es Deutschland weniger Karten, die mit NFC ausgestattet sind. In der Schweiz sind es Schätzungen zu Folge immerhin schon knapp 40 Prozent aller Kreditkarten. Überraschend haben sogar nur 26 Prozent der Nutzer, die eine Kreditkarte mit NFC-Funktion besitzen, die Technik überhaupt schon einmal benutzt. Demnach haben insgesamt gerade einmal 10 Prozent aller Schweizer den Versuch unternommen, die Technologie auszuprobieren.

Unnötig und unsicher

Das Marktforschungsinstitut hat die Befragten außerdem erklären lassen, warum sie auf den Einsatz der NFC-Technologie verzichten würden. 38 Prozent haben dabei preisgegeben, dass sie die kontaktlose Bezahlung für schlichtweg unnötig halten. Die Befragten waren demnach der Meinung, dass die Bezahlung mit PIN oder Unterschrift ausreichend sei. Die Mehrheit sieht allerdings Sicherheitsbedenken für das größte Problem. Mehr als die Hälfte aller Teilnehmer der Umfrage (60 Prozent) gaben an, dass die Zahlung per NFC ihrer Meinung nach „nicht so sicher“ sei wie die herkömmliche Bezahlung mit Kreditkarte.

Viele Kreditkartenbesitzer wissen gar nichts von NFC

Dazu kommt, dass viele Kreditkartenbesitzer sich gar nicht darüber im Klaren sind, dass sie eine Karte besitzen, welche die Zahlung mit NFC ermöglicht. So haben paradoxerweise nur 23 Prozent der Schweizer angegeben, dass sie eine Kreditkarte besäßen, welche die Zahlung mit NFC möglich macht. Schätzungen zu Folge sind aber bereits mindestens 40 Prozent aller Kreditkarten in der Schweiz mit der Technologie ausgestattet. Knapp jeder Zweite weiß demnach überhaupt nicht, dass seine Kreditkarte über die Möglichkeit des kontaktlosen Bezahlens verfügt.

Integration der Technik noch nicht abgeschlossen

Dennoch sehen die Experten von comparis die Ergebnisse nur teilweise kritisch. In ihrer Auswertung geben sie unter anderem an, dass die Integration von NFC bislang nicht abgeschlossen sei. Einige wichtige Unternehmen, darunter beispielsweise der große Einzelhandelskonzern coop, bieten bislang keine Zahlung mit der neuen Technologie an. Dennoch weist comparis darauf hin, dass seitens der Konzerne noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten sei. Diese allerdings sollte MasterCard und Co leicht fallen, denn wie comparis ebenfalls festgestellt hat, ist das Vertrauen in die Kreditkartenunternehmen sehr groß.


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