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10.06.2014
Zahlungen mit VISA und MasterCard in Russland weiterhin möglich

Bildquelle: © Jyothi | Dreamstime Stock Photos

In den letzten Monaten war die Situation zwischen den amerikanischen Kreditkarten-Unternehmen VISA und MasterCard sowie der russischen Regierung angespannt. Nach Restriktionen des größten Lands der Welt, das ein eigenes Kreditkartensystem aufbauen will, dachten die beiden US-Konzerne darüber nach, sich aus Russland zurückzuziehen. Nun wurde der Streit beendet.

Das russische Parlament hatte Anfang des Jahres damit begonnen, sich Gedanken über eine Regulierung des Kreditkartenmarktes zu machen. Sinn dessen war es, selbst ein System aufzubauen, dass Zahlungen mit Kreditkarten ermöglicht. Grundsätzlich ging es darum, dass VISA und MasterCard im März diesen Jahres entschieden, ihre Dienste für Kunden der Rossija Bank kurzfristig nicht mehr anzubieten. Der Grund dafür lag in Sanktionen der US-Regierung gegen die Hausbank eines engen Verbündeten des russischen Präsidenten Putins.

Neue Auflagen und möglich Konfiszierungen

In einem bereits beschlossenen Gesetz, haben die russischen Abgeordneten festgelegt, dass es zukünftig möglich sein soll, dass der Staat Geld auf fremden Bankkonten, die im russischen Raum angemeldet sind, beschlagnahmen kann. VISA und MasterCard wären davon konkret betroffen, denn wie weiterhin bekannt wurde, sollen sie gezwungen werden, Geld bei der russischen Zentralbank zu hinterlegen. Die Rede ist von mehreren hundert Millionen US-Dollar, die als „Sicherheit“ hinterlegt werden sollen.

Einlagen werden bei Rückzug aus Russland beschlagnahmt

Konkret geht es der russischen Regierung darum, dass die beiden Kreditkartenunternehmen keine Möglichkeit mehr haben, russischen Kunden kurzfristig den Hahn zuzudrehen. Außerdem gilt die Einlage als eine Art Rücklage für den Fall, dass sich VISA oder MasterCard aus dem Russland-Geschäft zurückziehen wollen. Würde das passieren, behält sich der russische Staat durch die Einlage das Recht vor, das Geld einzuziehen und nicht an die Kreditkartenunternehmen zurückzugeben.

Kompromisslösung gefunden

Nun haben sich beide Seiten allerdings doch geeignet. Wenngleich über die Inhalte stillschweigen vereinbar wurde, gilt es als wahrscheinlich, dass die Einlagesumme deutlich verringert wurde. Entsprechend müssen VISA und MasterCard vermutlich nur einen kleinen Betrag bei der Zentralbank hinterlegen, um weiterhin in Russland aktiv zu bleiben.

Putin will eigenes System aufbauen

Geht es nach dem Willen des russischen Präsidenten Putin, soll allerdings bereits in einigen Jahren ein komplett russisches Kreditkartensystem existieren. Dadurch soll der Einfluss von VISA und MasterCard in Russland zurückgedrängt werden. Ob das gelingt, bezweifeln Experten allerdings, denn die technische Umsetzung ist schwierig. Außerdem scheint die Marktmacht von VISA und MasterCard so groß, dass ein neuer Spieler auf dem Markt nur schwerlich mit ähnlichen Konditionen aufwarten könnte.

Kunden können ohne Probleme in Russland bezahlen

Trotz der unklaren Zukunft sind die Nachrichten für Verbraucher sehr gut. Kunden von MasterCard und VISA müssen sich keine Gedanken mehr über Zahlungen in Russland machen. Sowohl online als auch auf russischem Territorium sind Zahlungen mit den Kreditkarten von VISA und MasterCard unproblematisch.


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