Die Karte verdrängt das Bargeld als Zahlungsmittel

01.11.2020
Die Karte verdrängt das Bargeld als Zahlungsmittel

Der Wandel in der Welt des Bezahlens geht weiter – und zwar immer schneller. Eine neue Studie zeigt eine klare Abkehr vom Bargeld in Europa.

Dass kostenlose Kreditkarten und andere moderne Zahlungsweisen einen relevanten Einfluss darauf haben werden, wie sich das Zahlungsverhalten in Europa entwickelt, war schon lange klar. Doch in der Krise rund um das Coronavirus zeigt sich noch einmal ein verstärkter Effekt, denn die Abkehr vom Bargeld in Europa geht auf einmal noch schneller, als man es vor wenigen Jahren erwartet hätte. Hintergrund ist sicherlich, dass Supermärkte und Einzelhändler aktiv darauf hinweisen, dass Zahlungen mit alternativen Zahlungsmitteln in der aktuellen Zeit die bessere Wahl sind. Doch wo geht der Trend momentan konkret hin?

Nur noch 15 Prozent zahlen öfter bar

Eine Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungskanzlei PwC macht recht deutlich, wo die Reise aktuell hingeht. Klar ist dabei in allen zwölf untersuchten Ländern in Europa – Vergleichsdaten gibt es nur zu zehn Ländern – dass das Bargeld an Bedeutung verliert. Das zeigt sich in einem dem Bargeld nahestehenden Land wie Österreich genauso wie im Karten gegenüber positiv gestimmten Schweden. In ganz Europa ist der Trend sogar besonders stark zu sehen, denn in der Umfrage gaben nur noch 15 Prozent der Befragten an, dass sie öfter mit Bargeld als mit Karten bezahlen würden. Ganze 44 Prozent gaben dagegen an, dass sie häufiger zu einer Karte, etwa einem Modell wie der GenialCard oder der DKB Visa Kreditkarte, greifen.

Präferenzen verschieben sich zur Kartenzahlung

Im Vorjahr hatten Karten zwar ebenfalls schon die Nase vorne, doch der Trend hat sich enorm verstärkt. Im Jahr 2019 gab immerhin noch mehr als jeder fünfte Befragte an, öfter mit Bargeld zu bezahlen. Die Zahl derjenigen, die öfter die Karte einsetzen, ist im Gegenzug gestiegen. Doch es ist nicht nur der Einsatz der Zahlungsmittel, der sich durch die Coronakrise verändert hat. Immer mehr Verbraucher präferieren mittlerweile auch die Zahlung mit einer Karte. Es gibt dabei zwar große regionale Unterschiede, der Trend in Europa ist aber nicht zu übersehen.

Nur noch 36 Prozent zahlen präferiert mit Bargeld

Blickt man auf ganz Europa, so präferiert nur noch knapp ein Drittel der Verbraucher das Bargeld bei der Zahlung. Im letzten Jahr waren es dagegen noch 43 Prozent gewesen, sodass man von einem krassen Rückgang sprechen kann. Dabei zeigt sich in allen Ländern eine rückläufige Begeisterung für das Bargeld. Gleichzeitig allerdings bleiben Österreich (57 Prozent) und Deutschland (56 Prozent) echte Bastionen des Bargelds. In anderen europäischen Ländern ist das Bargeld nur noch Nebensache und die klare Mehrheit präferiert Kartenzahlungen. Klar ist aber schon jetzt, dass sich dieser Trend in den nächsten Jahren auch immer stärker im deutschsprachigen Raum zeigen wird. Karten sind klar auf dem Vormarsch.