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26.03.2016
Aldi akzeptiert auch in den USA Kreditkarten

Wer in Deutschland auf eine kostenlose Kreditkarte setzt, der hat es seit einiger Zeit deutlich einfacher. In vielen Supermärkten im Bundesgebiet kann man seit einiger Zeit mit einer gebührenfreien Kreditkarte einkaufen. Selbst absolute Verweigerer der Kreditkartenzahlung wie Aldi und Lidl haben sich dazu durchgerungen, Plastikkarten zu akzeptieren.

In den USA ist Aldi bereits seit 40 Jahren aktiv. Der Discounter hat in den letzten Jahren stark expandiert und im großen Stil Marktanteile für sich gewonnen. Doch dennoch hielt sich Aldi im Mutterland der Kreditkarten lange zurück. Wer mit einer kostenfreien Kreditkarte bei Aldi bezahlen wollte, der schaute in die Röhre. Das ist besonders überraschend, wenn man den USA-Markt überblickt. Nahezu überall, selbst bei äußerst kleinen Händlern oder bei Mikro-Filialen der Sandwich-Kette Subway, kann man ohne Probleme mit einer kostenlosen Kreditkarte bezahlen. Nur beim deutschen Discounter war die Kreditkarte lange ein klarer Feind. Das Kalkül dahinter: Die Zahlung mit Kreditkarte kostet den Discounter Geld in Form von Interbankenentgelten.

Aldi akzeptiert auch in den USA ab sofort Kreditkarten

Die Verdammung der Kreditkarte durch Aldi scheint fürs Erste allerdings vorbei zu sein. In den USA akzeptiert der Discounter ab sofort in allen Filialen Kreditkarten von Visa, MasterCard, Discover und American Express. Was in den letzten Jahren undenkbar erschien, ist nun zur Realität geworden. Es ist nicht bekannt, warum sich Aldi zu diesem Schritt entschieden hat, doch es gibt mehrere Theorien. Am häufigsten wird darauf verwiesen, dass sich immer öfter herausstellt, dass die Logistik von Bargeld eine Menge Geld kostet. Dazu kommt, dass Zahlungen mit einer kostenlosen Kreditkarte schneller abgewickelt werden können. Das spart nicht nur für Kunden Zeit, sondern macht auch den Bezahlvorgang schneller. Das wiederum senkt die Mitarbeiterkosten.

Kreditkarten als weiterer Impuls für Wachstum?

Dass kostenlose Kreditkarten bei Aldi in den USA auf einmal eine Rolle spielen, könnte auch daran liegen, dass die Expansionspläne derzeit immer ambitionierter werden. Bis 2018 will der Discounter in den USA über 2.000 Filialen eröffnet haben und damit zu einem der größten Händler überhaupt aufsteigen. Dabei wagt sich Aldi aus einer Nische heraus. Bislang war Aldi ein Supermarkt für den ärmeren Teil der Bevölkerung. Wie in Deutschland allerdings will Aldi mehr und mehr zum Discounter für jedermann werden und bietet daher neben Premium-Produkten auch zusätzliche Services an. Die Akzeptanz von gebührenpflichtigen und kostenlosen Kreditkarte könnte ein Mittel sein, um zahlungskräftige Kunden anzulocken. Ohne Zweifel hilft die neue Öffnung dabei, die Expansion noch schneller und noch erfolgreicher durchführen zu können.

In Deutschland akzeptiert Aldi ebenfalls Kreditkarten

Auch im eigenen Heimatland hatte sich Aldi lange Zeit gegen Kreditkarten gewehrt. Erst seit Mitte des Jahres akzeptieren alle Filialen des Discounter kostenlose Kreditkarten von Visa und MasterCard – American Express bleibt fürs Erste außen vor. Diese Entwicklung lässt sich aber leichter erklären als in den USA. Hierzulande und in der gesamten Europäischen Union wurden die Interbankenentgelte bei der Kreditkartenzahlung auf nunmehr nur noch 0,3 Prozent reduziert. Für Händler bedeutet das eine satte Ersparnis, denn sie mussten zuvor teilweise bis zu 2 Prozent der Einkaufssumme als Gebühren abführen. Für American Express gilt die Regelung übrigens nicht – was die fehlende Akzeptanz bei Aldi und anderen Händlern erklärt.


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