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07.12.2015
Auch bei kostenlosen Kreditkarten gibt es Risiken

Bildquelle: © Jyothi | Dreamstime Stock Photos

Eine kostenlose Kreditkarte. Das mag vor einigen Zeit noch abstrakt geklungen haben, ist heute aber der absolute Standard. Wer sich im Kreditkarten-Vergleich umsieht, der findet mittlerweile eine große Auswahl an verschiedenen kostenfreien Kreditkarten. Doch nicht immer bedeutet kostenlos auch tatsächlich, dass man keinen Cent bezahlen muss. Auch auf zusätzliche Gebühren sollte man achten.

Wer auf eine kostenfreie Kreditkarte setzt, der kann davon ausgehen, dass er keinen Cent Jahresgebühr bezahlen muss. Doch auch das klingt einfacher als es in der Praxis ist. Nicht jede kostenlose Kreditkarte ist auch langfristig kostenlos, denn oft gibt es Lockangebote, die nur im ersten Jahr wirklich kostenlos sind. Wer allerdings vorsichtig vorgeht und sich die Bedingungen genau durchliest, der findet schnell auch eine tatsächlich kostenlose Kreditkarte. Doch auch damit sind noch lange nicht alle Gefahren gebannt, denn es gibt bei Kreditkarten noch viele weitere Kostenfallen. Besonders gefährlich sind kostenlose Kreditkarten, die auf den ersten Blick durch besonders gute Bedingungen überzeugen. Hier verstecken sich oft Kostenfallen.

Hohe Gebühren für Abhebungen und im Ausland

Ein beliebtes Mittel von Kreditkartenbanken, Geld zu verdienen, sind zusätzliche Gebühren. Besonders beliebt sind Gebühren für Abhebungen und den Einsatz einer kostenfreien Kreditkarte im Ausland. Bei Abhebungen langen einige Kreditkartenbanken richtig hin. Bis zu fünf Prozent der jeweiligen Abhebesumme, oft mit einer Mindestgebühr von etwa fünf Euro, muss man berappen, wenn man mit einigen kostenlosen Kreditkarten Geldabheben will. In diesem Bereich gibt es allerdings auch einige Ausnahmen. Die kostenlosen Kreditkarten der Deutschen Kreditbank (DKB) und der comdirect bieten beispielsweise komplett kostenfreie Abhebungen in Deutschland und im Ausland an. Bei der Auslandseinsatzgebühr sollte man ebenfalls vorsichtig sein. Bei fast allen kostenlosen Kreditkarten fällt hier eine Gebühr zwischen 1,5 und 2 Prozent an. Diese Gebühr wird immer dann erhoben, wenn man eine Zahlung in einer anderen Währung als dem Euro abwickelt.

Unübliche Abrechnungsverfahren als Kostenfalle

Hat man diese Gebühren erst einmal verstanden und hinter sich gelassen, lauern noch weitere Gefahren, die viele Verbraucher gerne unterschätzen. Ein gutes Beispiel ist die grundsätzlich sehr attraktive gebührenfreie MasterCard Gold, die eine Vielzahl an verschiedenen Leistungen bietet, aber dennoch komplett kostenlos ist. Gefährlich wird es hier allerdings, wenn man vergisst, dass die Kreditkartenabrechnung jeden Monat per Überweisung beglichen werden muss. Bei nahezu allen anderen kostenlosen Kreditkarten ist es üblich, dass die Rechnung per Lastschrift eingezogen wird. Wer bei der gebührenfreien MasterCard Gold den richtigen Termin verpasst, der nimmt automatisch die sogenannte Teilzahlungsoption mit einem Zinssatz von weit über zehn Prozent in Anspruch. So kann aus der kostenlosen Kreditkarte schnell eine Kostenfalle werden.

Kostenlos ist nicht immer die günstigste Lösung

Zudem ist eine kostenfreie Kreditkarte auch grundsätzlich nicht immer die günstige Lösung. Das mag auf den ersten Blick kurios klingen, ist allerdings leicht erklärt. Wer etwa viel im Ausland unterwegs ist und verschiedene Versicherungsleistungen braucht, der fährt meist günstiger, wenn er sich für eine gebührenpflichtige Kreditkarte mit Zusatzleistungen entscheidet. In der Gesamtrechnung kann man so jede Menge Geld sparen. Auch Bonusprogramme können sich für Vielzahler schnell lohnen. Die große Auswahl im Kreditkartenvergleich lässt sich auch dadurch erklären, dass eben nicht jeder Verbraucher gleich ist. So findet jeder die perfekte Kreditkarte.


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