TelefonBestellberatung unter 0351-64757550 (Mo-Sa 8-20 Uhr, So 8-18 Uhr)

11.01.2016
Basis Girokonto auch vom Bundesrat durchgewunken

Bildquelle: Anatoliy Babiychuk | Dreamstime Stock Photos

Kostenlose Kreditkarten und gebührenfreie Girokonten gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Doch das bedeutet noch lange nicht, dass auch jeder Verbraucher die Chance hat, ein Girokonto zu eröffnen. Damit sich das ändert, hat der Bundesrat am Freitag ein neues Gesetz durchgewunken, das einem jeden Bürger zukünftig das Recht auf ein sogenanntes Basis-Girokonto gibt.

So viele Angebote für kostenlose Kreditkarten und dennoch bekommt nicht jeder eine? Klingt skurril, ist aber so. Das liegt allen voran an der Bonität, denn einige Verbraucher haben in der Vergangenheit eine Rechnung zu spät beglichen, mussten Privatinsolvenz anmelden oder hatten Probleme, ihre Kreditraten zu bezahlen. Wer erst einmal eine negative Schufa-Score hat, der weiß, wie schwer es ist, an eine gebührenfreie Kreditkarte zu kommen. Während man auf eine Kreditkarte aber unter Umständen noch verzichten kann, wird es beim Thema Girokonto noch unangenehmer. Wer kein Girokonto hat, der kann kaum am normalen Leben teilnehmen – mit gravierenden Folgen.

Unverständliche Ablehnungen seitens der Banken

Während bei einer kostenfreien Kreditkarte eine Ablehnung seitens der Bank durchaus verständlich ist, immerhin wird ein Kreditrahmen gewährt, fällt diese Argumentation bei einem Girokonto deutlich schwerer. Banken bieten beispielsweise vielfach auch Girokonten ohne einen Dispositionskredit an. Die Gefahren für die Bank werden dadurch stark reduziert, denn wenn ein Girokonto keinen Dispositionskredit bietet, ist auch keine Überziehung möglich. Was passieren kann ist, dass ein Verbraucher schlichtweg die Gebühren nicht mehr begleicht und so irgendwann automatisch ins Minus rutscht. Der mögliche finanzielle Verlust hält sich für Banken allerdings stark in Grenzen. Dennoch wollen die meisten Institute Kunden mit einer schlechten Bonität nicht. Das liegt einerseits an unter Umständen möglichen Problemen wie zurückgehenden Lastschriften und andererseits daran, dass die wenigsten Banken sich von Kunden mit schlechter Bonität mittelfristig eine gewinnbringende Geschäftsbeziehung erwarten. Da verzichten die Institute dann lieber gleich ganz auf die Zusammenarbeit.

Basis-Girokonto soll die Situation entschärfen

Die kostenlose Kreditkarte für jedermann ist zwar noch nicht in Sicht, doch gerade beim Thema Girokonto macht die Bundesregierung derzeit Schritte in die richtige Richtung. Nachdem bereits im November im Bundestag alle Parteien gemeinsam beschlossen haben, ein sogenanntes Basis-Girokonto einzuführen, folgt im Dezember auch das Votum im Bundesrat. Nachdem auch dieses positiv ausfiel, steht mittlerweile fest, dass das Basis-Girokonto im Laufe des Jahres zur Pflicht wird. Banken müssen Kunden – egal wie schlecht die Bonität ist, egal ob ein fester Wohnsitz vorliegt und egal, ob ein Aufenthaltstitel geklärt ist – ein Girokonto anbieten. Das Basis-Girokonto soll dabei alle grundlegenden Funktionen eines Girokontos bieten. Was das neue Gesetz aber nicht vorsieht, ist eine Deckelung der Kosten. So könnten die Basis-Girokonten gerade für die Schwächsten in der Gesellschaft zu einem Kostenrisiko werden.

Girokonto ist zum Leben essentiell

Während eine gebührenfreie Kreditkarte definitiv angenehm ist, um überall auf der Welt flexibel einkaufen zu gehen, ist ein Girokonto für ein normales Leben sogar essentiell. In Deutschland gilt das besonders, denn wer kein Konto hat, der hat oft Probleme, einen Job zu finden. Kann das Geld nicht überwiesen werden, stellen viele Chefs gar nicht erst ein. Probleme sind auch bei der Wohnungssuche vorprogrammiert, denn Barzahlung ist nur selten vorgesehen. So können zumindest diejenigen, die bisher gar keine Chance auf ein Girokonto hatten, auf das neue Gesetz hoffen. Alternativ kann man sich auch jetzt schon auf Produkte wie ein Girokonto ohne Schufa oder das Onlinekonto ohne Schufa konzentrieren.


Weitere News lesen Sie unter Kreditkartennews