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30.08.2014
Die Dispozinsen sind auf Talfahrt

Bildquelle: © Jyothi | Dreamstime Stock Photos

Die Dispozinsen befinden sich auf einer Talfahrt. Wie sich zeigt, hat die Leitzinssenkung für die Bürger auch eine positive Wirkung. Im Durchschnitt liegen die Zinsen allerdings weiterhin über 10 Prozent, für Überziehungszinsen fällt durchschnittlich sogar ein Satz von mehr als 14 Prozent an. Es gibt allerdings auch positive Vorreiter: Manche Institute nehmen nur noch 7,5 Prozent Zinsen.

Bei aller negativen Kritik von Verbraucherschützern über die neue Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank gibt es doch auch positive Veränderungen durch die geringen Leitzinsen. In ganz Deutschland haben mehr als 70 Institute ihre Zinsen für Dispositionskredite gesenkt. In ganz Europa hat dies sogar eine hohe dreistellige Zahl an Banken getan. Jeden Monat, so haben Experten berechnet, sinken die Dispositionszinsen um etwa ein Zehntelprozent. Diese Entwicklung gibt es immerhin seit 2009, die Zinsen sinken also jedes Jahr seit der Finanzkrise um etwas mehr als ein Prozent. Für diejenigen, die ihr Konto öfter überziehen, bedeutet das eine satte Ersparnis.

Durchschnittlicher Dispozins verbleibt bei über 10 Prozent

Dennoch nehmen einige Institute, insbesondere regionale und genossenschaftliche Banken, weiterhin sehr hohe Dispositionszinsen. Bei manchen Banken gibt es auch weiterhin Zinsen, die sich den 20 Prozent nähern. Dadurch ergeben sich auch im Durchschnitt weiterhin hohe Werte für Dispositionszinsen. Im Schnitt lagen diese Anfang August bei 10,73 Prozent, das sind immerhin einige Prozentpunkte weniger als noch vor einigen Jahren. Zu verdanken ist das Sinken des Dispozinses insbesondere den Direktbanken, die oftmals als Vorreiter bei Zinssenkungen auftreten. Beispielsweise haben die Volkswagen Bank und die ING-DiBa bereits Dispositionszinsen von nur noch 7,5 Prozent im Angebot. Auch die Deutsche Kreditbank folgt diesem Trend mit einer weiteren Senkung zum 1. September 2014.

Überziehungszinsen weiterhin auf hohem Niveau

Einen positiven Einfluss hatten die Leitzinssenkungen auch auf die Überziehungszinsen der Banken. Diese fallen dann an, wenn ein Kunde den Dispositionskredit seines Girokontos ausgereizt hat. Für die sogenannten geduldeten Überziehungen fielen früher gut und gerne über 20 Prozent Zinsen an. Heute haben sich die Zinsen etwas eingependelt, verbleiben im Durchschnitt aber weiterhin bei satten 14,64 Prozent. Immerhin ist die Tendenz positiv, denn vor einigen Jahren lag der durchschnittliche Zins noch nahe den 20 Prozent. Auch in diesem Bereich zeigt sich der mildernde Einfluss der Direktbanken. Diese haben die Zinsen nicht nur stark gesenkt (die DKB beispielsweise auf nur noch 12 Prozent), sondern schaffen sie teilweise sogar komplett ab (Novellierung der Bedingungen der DKB zum 1. September 2014). Bei der DAB Bank und der ING-DiBa gibt es bereits heute keinen Strafzins mehr auf geduldete Überziehungen.

Genauen Blick auf die Bedingungen werfen

Allerdings sollten Kunden sich nicht nur auf die Zinsen bei den jeweiligen Instituten konzentrieren. Viele Banken, beispielsweise die Commerzbank oder die Postbank, nehmen teils hohe Zinsen für Kontoführung oder andere Aufträge. Teilweise fallen die Gebühren allerdings nur dann an, wenn der monatliche Geldeingang weniger als 1.000 Euro (Postbank) beziehungsweise 1.200 Euro (Commerzbank) beträgt. Einige Banken verlangen für eine kostenlose Kontoführung auch einen monatlichen Gehaltseingang. Allgemein sollten Kunden einen genauen Blick darauf werfen, welche Kosten für sie eventuell anfallen. Manche Institute bieten nicht nur gute Zinsen, sondern gleichzeitig auch eine kostenlose Kontoführung. Ein gutes Beispiel dafür sind die angesprochenen Direktbanken.


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