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14.02.2015
Die Hälfte der deutschen Sparkassen schafft Kontoüberziehungszinsen ab

Bildquelle: © Jyothi | Dreamstime Stock Photos

Es wurde Zeit: Die Hälfte der Sparkassen in Deutschland schafft den Kontoüberziehungszins ab. Der horrende Sonderzins fiel bislang dann an, wenn Kunden ihr Konto über den vereinbarten Dispositionskredit hinaus überzogen haben. Zwischen 3,5 und 5,5 Prozent lag der Zins bei den meisten Sparkassen. Weiterhin müssen Kunden aber mit teils hohen Dispositionszinsen leben.

In Zeiten von kostenlosen Kreditkarten mit teils sehr fair verzinsen Teilzahlungsoptionen erscheinen Sonderzinsen für die Überziehung des Kontos über den Dispokredit hinaus absolut antiquiert. Mit der ING-DiBa hat vor etwa einem die erste Bank öffentlichkeitswirksam den Kontoüberziehungszins abgeschafft. In den Monaten danach folgten zahlreiche andere Institute diesem Vorbild, denn der Kontoüberziehungszins ist in Zeiten von gebührenfreien Kreditkarte vollkommen antiquiert. Der Zinssatz fiel immer dann an, wenn ein Kunde sein Konto über den Dispositionskredit hinaus überzogen hat. Banken haben das nicht verboten, sondern stattdessen einfach noch höhere Gebühren eingestrichen. Viele findige Kunden haben das System aber schon vor der Abschaffung durch den Einsatz kostenloser Kreditkarten mit Teilzahlungsoption umgangen.

Sonderzinsen von bis zu 5,5 Prozent gehören der Vergangenheit an

Darauf haben nun auch die meisten Sparkassen reagiert und den unnötigen Sonderzins in den Wind geschossen. Der Zinssatz lag bei den meisten Instituten in Deutschland bei bis zu 5,5 Prozent. Genommen wurden diese von denen, die sowieso schon Finanzprobleme hatten – nicht gerade ein Kavaliersdelikt. Weiterhin bleibt aber auch bei den Sparkassen der Dispositionszins bestehen. Dieser liegt bei den meisten stationären Instituten auch weiterhin bei mehr als zehn Prozent. Im deutschlandweiten Durchschnitt nehmen Banken momentan etwa neun Prozent Zinsen, Tendenz fallend. Positiv fallen dabei insbesondere die Direktbanken, die auch den Sonderzins für nicht geduldete Überziehungen ins Wanken gebracht haben, auf. Weniger positiv dagegen einige stationäre Banken, die für Überziehungen mit bis zu 15 Prozent auch weiterhin kräftig hinlangen.

Teilzahlungsoption der Kreditkarte kann gut Alternative sein

Wer einen temporären finanziellen Engpass hat, der sollte auch einen genauen Blick auf die Teilzahlungsoption seiner kostenlosen Kreditkarte werfen. Oftmals sind die Zinsen, welche für die Teilzahlungsoption anfallen niedriger als die Zinsen, welche Banken für die Überziehung des Girokontos verlangen. Durch die Verschiebung der temporären Verschuldung auf die Kreditkarte lassen sich oft jeden Monat einige Euro sparen. So lässt sich der finanzielle Engpass meist deutlich schneller überwinden. Eine Rückkehr in ein schuldenfreies Leben ist dadurch deutlich einfacher. Dank der täglichen Verfügbarkeit des Geldes kann ein Kreditkartenkonto auch allgemein als gute Alternative zu einem Girokonto genutzt werden, oftmals, so etwa bei der Deutschland-Kreditkarte, gibt es dort sogar einen Habenzins.

Gebühren genau vergleichen

Genauso wie auf der Suche nach einer kostenlosen Kreditkarte, macht es auch bei der Wahl des richtigen Girokontos Sinn, zu vergleichen. Viele Banken haben ihre Dispositionszinsen in den letzten Jahren stark gesenkt, andere haben die Gebühren kaum verändert. Wer einen genauen Blick in die Zinsstruktur von stationären und Online-Banken wirft, der findet meist die beste Bank für die eigenen Präferenzen. Das kann sich besonders dann lohnen, wenn das Konto öfter überzogen wird und auch die Teilzahlungsoption der kostenlosen Kreditkarte gerne ausgereizt wird. Finanziell wird sich der Unterschiede zwischen sechs und 15 Prozent Dispositionszins bei den meisten schnell zeigen.


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