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04.08.2015
Ein teurer Mietwagen im grünen Irland

Bildquelle: © Michal Wozniak | Dreamstime Stock Photos

Ein Auto zu mieten war selten so einfach wie heute. Online kann man mittlerweile problemlos mit einer kostenlosen Kreditkarte eine Miete abschließen. Bei den großen Anbietern wird der Zahlungsbetrag zudem nur geblockt, sodass fürs Erste keine Abbuchung erfolgt. Doch die einfache Welt der Mietwagenfirma kann schnell kompliziert werden, wie ein Reporter des Spiegels feststellen musste.

Egal ob bei Europcar, Avis oder Sixt. Das Anmieten eines Mietwagens mit einer kostenlosen Kreditkarten ist heutzutage allen voran eines: Einfach und unkompliziert. Man geht auf die Online-Seite des jeweiligen Anbieters, sucht das Auto seiner Wahl heraus und hinterlegt eine Kreditkarte. Storniert werden kann gewöhnlich bis zum Tag vor der Abholung. Es mag zwar auch andere Angebote geben, bei denen der Betrag zuvor bezahlt werden muss oder keine Stornierung möglich ist, doch die Regel ist das nicht. Gewöhnlich ist die Anmietung von Mietwägen – egal wo auf der Welt – einfach, schnell und unkompliziert erledigt. Dazu kommt, dass durch die Hinterlegung einer gebührenfreien Kreditkarte auch kein Risiko für eine der beiden Seiten besteht.

Einfach an den Mietwagen in Irland

Genau das dachte sich auch Tom König, der nun eine Kolumne im Spiegel veröffentlicht hat. Er macht es sich einfach und buchte online mit seiner Kreditkarte einen Mietwagen bei Europcar. Genau das hatte er auch schon zuvor gemacht – so wie vermutlich viele andere Inhaber einer kostenfreien Kreditkarte ebenfalls. Zudem hat er seine Kreditkarte bereits mehrfach eingesetzt, für die Bezahlung in Restaurants, für die Bezahlung der Hotelrechnung oder aber eben für die Zahlung eines Mietwagens. Doch in Irland sollte sich zeigen, dass die einfache und angenehme Welt der Mietwagenbuchung im 21. Jahrhundert doch nicht so rosig ist, wie man vielleicht annehmen möchte.

Einen Mietwagen gibt es nur mit PIN

In Irland angekommen, wollte König seinen Mietwagen bei Europcar abholen – eigentlich ein Routinevorgang. Als erstes wurde er nach seiner Kreditkarte als Sicherheit gefragt. Kein Problem. Doch dann kam die Frage, die König aus dem Konzept brachte. Man bräuchte die Kreditkarten-PIN, heißt es auf der grünen Insel. Doch genau diese hat König nicht. Er kennt sie nicht, er hat sie nie benutzt oder weiß auch nicht, wie er kurzfristig an die Nummer kommen soll. Das erklärt der Kolumnist auch dem Europcar-Mitarbeiter und der Europcar-Hotline in Deutschland, doch niemand will König helfen. Ohne PIN keinen Mietwagen, lautet das Fazit. König geht zum Konkurrenten Hertz und bekommt sofort einen Mietwagen – auch ohne PIN. Doch der Schaden ist groß, denn König zahlt 130 Euro mehr als ursprünglich geplant und bleibt zudem auf 270 Euro Kosten für die verspätete Stornierung bei Europcar sitzen.

Nachspiel bringt 270 Euro

Wochenlang stellt sich Europcar auch im Nachhinein stur. Weder in Irland noch in Deutschland, wo die Buchung abgewickelt wurde, fühlt man sich für eine Erstattung des Schadens zuständig. Schlussendlich wendet sich König an die Pressestelle und auf einmal fließen 270 Euro. Von dem restlichen Schaden allerdings keine Spur. Die schöne und einfache Welt der Zahlung mit einer kostenlosen Kreditkarte bei der Mietwagenbuchung ist leider doch nicht so einfach – zumindest dann, wenn man seine PIN nicht auswendig weiß. Für Reisen ins Ausland sollte man sich diese aber allemal aufschreiben, denn egal ob am Geldautomaten oder bei gewissen Zahlungen, manchmal braucht man die PIN eben doch.


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