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06.03.2015
Gebühren für Bankdienstleistungen steigen durchschnittlich nur moderat an

Bildquelle: © Jyothi | Dreamstime Stock Photos

Schon seit einigen Monaten tobt in Deutschland eine Diskussion darüber, wie hoch die Gebühren für ein Girokonto sein dürfen. Muss eine kostenlose Kreditkarte inkludiert sein? Dürfen Leistungen wie Abhebungen extra kosten? Viele Fragen, auf die es keine klare Antwort gibt. Für Kunden ist die Entscheidung oft schwierig. Manchmal ist es die gebührenfreie Kreditkarte, die den Unterschied ausmacht.

Das Girokonto gilt für die Deutschen als das wichtigste Finanzprodukt. Kaum jemand hat keins und jeder hätte gerne den besten Deal. Die meisten Girokonten allerdings gibt es auch weiterhin bei Regionalbanken. So ist den Deutschen die Beratung vor Ort weiterhin sehr wichtig. Der Anteil derjenigen, die ein Girokonto bei einer Direktbank führen, ist besonders in größeren Städten groß. Hier spielt persönliche Beratung schon grundsätzlich eine geringere Rolle als auf dem Land. Einen deutlich größeren Marktanteil in großen Städten haben zudem die deutschen Großbanken, also die Deutsche Bank, die Commerzbank und die HypoVereinsbank. Viele der genannten Institute bieten allerdings keine kostenfreie Kreditkarte – für immer mehr Kunden wird das zum Problem.

Gebührenerhöhungen meist in moderatem Rahmen

In den letzten Monaten gab es zahlreiche Berichte über steigende Gebühren, etwa für Überweisungen in Papierform. In den letzten Jahren sind die Gebühren im Gesamten aber eher gesunken. Selbst bei Regionalbanken sind die Gebühren trotz Niedrigzinsphase zuletzt nur moderat gestiegen. Für viele Kunden ist das in Ordnung, weswegen nur wenige Deutsche momentan über einen Wechsel ihrer Bank nachdenken. Der Fakt, dass viele regionale Institute aber auch weiterhin auf das Angebot einer kostenfreien Kreditkarte verzichten, verärgert viele Kunden. Genau deshalb und weniger wegen moderat steigenden Gebühren dürfen sich Institute wie die Deutsche Kreditbank (DKB), die comdirect oder die DAB Bank über einen größer werdenden Kundenstamm freuen.

Deutsche Kunden zahlen verhältnismäßig geringe Gebühren

Kostenlose Kreditkarten sind aber nur eine Sache, die deutsche Kunden mittlerweile bei Direktbanken gebührenfrei erhalten. Auch grundsätzlich dürfen sich die Deutschen über relativ geringe Bankgebühren freuen. Der durchschnittliche Bankkunde in Deutschland zahlt 90 Euro Gebühren im Jahr – bei Direktbanken sind es noch deutlich weniger. Im Vergleich mit anderen Ländern sind aber schon 90 Euro nicht viel. Das zeigt sich insbesondere bei einem Vergleich mit dem Nachbarn Frankreich. Dort bezahlen Bankkunden durchschnittlich 154 Euro für ihre Finanzprodukte. Auch in Großbritannien zahlen die Kunden umgerechnet deutlich mehr (103 Euro). Besonders krass ist der Unterschied aber zu Italien (253 Euro). Diese Zahlen erklären, warum viele Kunden auch weiterhin ihren Hausbanken treu bleiben.

Direktbanken versuchen es mit attraktiven Neukundenaktionen

Um dennoch an neue Kunden zu kommen, werben Direktbanken nicht nur mit attraktiven Konditionen und gebührenfreien Kreditkarten, sondern auch mit spannenden Neukundenaktionen. So lassen sich Kunden gerne von einem Startbonus von 100 Euro locken. Oft gibt es auch Sachprämien, die durch ihren hohen Wert bestechen. Schlussendlich entscheidet bei den meisten Kunden aber ein Blick auf die Gesamtkosten, die für ein Konto anfallen. So können die Direktbanken etwa auch durch weltweit kostenfreie Abhebungen überzeugen. Und dann ist da noch die gebührenfreie Kreditkarte. Da immer mehr Deutsche weltweit liquide sein und auch im Internet schnell und einfach einkaufen wollen, wird die Kreditkarte immer essentieller. Die kostenlosen Modelle von Direktbanken können regionale Institute dabei nur schwerlich schlagen, moderater Anstieg der Gebühren hin oder her.


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