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29.06.2014
Kreditkarte und Girokonto für das Smartphone

Bildquelle: © Radu Razvan Gheorghe | Dreamstime Stock Photos

Zwei junge Österreicher hatten eine Idee, die eigentlich längst von einem etablierten Internetunternehmen hätte kommen müssen. Sie bieten ein Girokonto an, das komplett über das Smartphone läuft. Eine Bank ist nur noch im Hintergrund im Spiel, stattdessen erhalten Kunden eine einfache Verwaltung über ihr Mobiltelefon und bekommen sogar noch eine Kreditkarte. Das komplette Paket ist kostenlos.

Maximilian Tayenthal und Valentin Stalf wollen die Welt der Banken revolutionieren. Die beiden jungen Österreicher haben dafür das Start-Up-Unternehmen Number26 gegründet. Nachdem ihre Idee bei Investoren schnell auf Gegenliebe gestoßen war, sind die beiden Entwickler vor Kurzem nach Berlin umgezogen. Dort soll auch ihr Produkt auf dem Markt kommen. Ein Girokonto, das komplett über das eigene Smartphone verwaltet wird. Ähnlich wie bei comdirect oder der ING DiBa ist keine „gewöhnliche“ Bank mehr im Spiel. Aber das ist noch nicht alles, denn Number26 will keine Internetbank werden. Das Start-Up stellt einzig die digitale Infrastruktur, um ein Girokonto anzubieten. Verwaltet wird dieses von einer deutschen Partnerbank, die jedoch nur im Hintergrund auftritt.

2 Millionen Euro Venture Capital

Die innovative Idee hat innerhalb kürzester Zeit zahlreiche interessierte Investoren angelockt. Ob EarlyBird Venture Capital, Redalpine oder Axel Springer Plug and Play, allesamt haben diese Firmen Geld in die Anwendung von Number26 gesteckt. Insgesamt sind dadurch über zwei Millionen Euro zusammengekommen. Diese benötigt das Start-Up-Unternehmen um die Applikation marktreif zu machen und strategische Partnerschaften zu schließen. Ob die Investoren bis zum endgültigen Start noch mehr Geld zuschießen werden, ist bislang noch nicht bekannt. Auch das Datum des Marktstarts steht noch nicht fest.

Einfache Sperrung und postwendende Benachrichtigung

Manch einer mag sich dennoch fragen, was denn das Besondere an der Idee von Tayenthal und Stalf ist. Immerhin bieten auch schon zahlreiche renommierte Institute eine Smartphone-App für die einfache Finanzverwaltung an. Auch Internetbanken gibt es schon in Massen. Aber Number26 will eine andere Art von Bank, ja eigentlich gar keine Bank sein. Der Ansatz der beiden Österreicher ist eine deutlich einfachere Verwaltung der Finanzen, ganz ohne langfristige Verträge, Klauseln und Gebühren. Die Applikation verspricht unter anderem eine sekundenschnelle Aktualisierung, wodurch Kontodaten immer in Echtzeit dargestellt werden können. Auch Überweisungen und andere Geldtransfers werden zu einem Kinderspiel. Die Verwaltung über die App soll dabei deutlich einfacher werden als bei anderen Banken. Außerdem wirbt das Start-Up damit, dass eine Sperrung des Kontos mit einem Klick vollzogen werden. Um die Sicherheit weiter zu erhöhen, erhält der Kunde zu jeder Kontobewegung eine SMS. Sollte es Ungereimtheiten geben, kann er die Zahlung ablehnen und das Konto innerhalb von Sekunden sperren.

Selbstlernende Statistiken, keine Gebühren und Einlagensicherung

Die Innovationen der beiden Österreicher kennen keine Grenzen, weswegen sie sich entschlossen haben, auch eine selbstlernende Statistik in die Applikation mit einzubauen. Diese soll den Nutzern helfen, ihr Finanzverhalten zu verbessern und ihnen somit einen besseren Umgang mit Geld nahe legen. Um das Gesamtpaket abzurunden, garantiert das Unternehmen darüber hinaus, dass die Einlagen vom Sicherheitsfonds der Bundesrepublik abgedeckt werden. Gebühren müssen zudem keine bezahlt werden. Weder für das Girokonto, noch für die kostenlose Kreditkarte. Momentan läuft der erste Alpha-Test mit ausgewählten Benutzern, wann es erste Konten für externe Kunden gibt, steht noch nicht fest.


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