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12.03.2015
Neue Bezahlmethode soll Apple Pay Konkurrenz machen

Bildquelle: © Radu Razvan Gheorghe | Dreamstime Stock Photos

Die Welt der kostenlosen Kreditkarte könnte sich schon bald erneut grundlegend verändern. Nicht nur Apple, auch Samsung will bei modernen Techniken weiterhin vorne mitspielen. Deshalb hat der koreanische Konzern Looppay übernommen. Das mobile Zahlungssystem, das denselben Namen trägt wie das Unternehmen, soll das kontaktlose Bezahlen in Zukunft noch einfacher machen.

Kostenlose Kreditkarten waren in den letzten Monaten immer häufiger im Fokus. Das liegt an mehreren Gründen, denn zum einen werden die Modelle Tag für Tag attraktiver. Zum anderen entwickelt sich auch die Technik weiter. Mit Freude wird in Deutschland bereits der Start von ApplePay erwartet. Momentan schon möglich ist die Bezahlung mit Google Wallet sowie die kontaktlose Bezahlung mit Kreditkarten von Visa und MasterCard. Nun will auch Samsung als technischer Dienstleister mitspielen. Dafür hat der koreanische Konzern Looppay übernommen. Das Unternehmen hat unter demselben Namen einen Bezahldienst ins Leben gerufen, der einfacher und effektiver funktionieren soll als ApplePay. Damit will Samsung einen Teil des Kuchens im Markt des mobilen Bezahldiensts abhaben.

Looppay mit anderer Funktionsweise bei der kontaktlosen Abwicklung

Das Revolutionäre an der Technologie von Looppay ist die einzigartige kontaktlose Abwicklung der Zahlung. Während ApplePay, Google Wallet und die meisten anderen mobilen Bezahldienste ein spezielles Terminal erfordern, um eine Zahlung abzuwickeln, ist ein solches bei Looppay nicht erforderlich. Vielmehr sollen kostenlose Kreditkarten dadurch revolutioniert werden, dass die Abwicklung ohne neues Terminal möglich sind. Looppay simuliert viel mehr das Durchziehen des Magnetstreifens durch ein Kreditkartenterminal. Das funktioniert dadurch, dass durch die sogenannte Magnetic Secure Transmission ein Magnetfeld erstellt wird, in dem die gesicherten Kreditkartendaten zum Terminal transferiert werden. Diese Methode soll höchsten Sicherheitsstandards entsprechen und problemlos mit jedem Smartphone funktionieren.

Kaum Zusatzprodukte und keine Umrüstung nötig

Die Technologie hat Samsung vermutlich hauptsächlich deshalb überzeugt, weil bei der Methode von Looppay keine Umrüstung von Terminals erforderlich ist. Die Umstellung auf NFC-Zahlungen, wie etwa bei ApplePay oder den bisher verwendeten Methoden der kontaktlosen Zahlung, kostet viel Geld, denn jeder Händler benötigt ein neues Terminal, um Zahlungen per NFC abzuwickeln. Das, so Looppay, sei mit der Magnetic Secure Transmission nicht mehr nötig. Stattdessen soll die Technik mit etwa 90 Prozent aller bereits existierenden Terminals harmonisieren. Inhaber einer kostenlosen Kreditkarte haben heutzutage allerdings zumeist sowieso bereits Karten mit NFC im Geldbeutel. Auch Smartphones sind bereits heute oft mit NFC ausgerüstet. Zudem sind bereits viele Terminals umgestellt. Bislang ist zudem nicht bekannt, was Samsung mit der Technologie vorhat.

Einfache Anwendung für Kreditkartenbesitzer

Ähnlich wie bei der kontaktlosen Bezahlung via NFC ist die Technologie von Looppay für Inhaber einer gebührenpflichtigen oder kostenlosen Kreditkarte relativ einfach. Die Karte muss einzig einmalig digitalisiert werden, was an einem Kreditkartenterminal in Verbindung mit einem Smartphone möglich ist. Die Daten werden dann in einer sicheren App abgespeichert. Diese erstellt dann ein sicheres und jeweils unterschiedliches Magnetfeld, über das eine jede Zahlung abgewickelt wird. Durch die einfache Aktivierung soll es für alle Besitzer eines Smartphones deutlich einfacher werden, eine Zahlung abzuwickeln. Die Vorteile gegenüber NFC liegen allerdings hauptsächlich in Vorteilen für die Händler, die keine neuen Terminals brauchen. Nutzer haben in Zukunft also die Wahl und dürfen sich aussuchen: Apple oder Samsung, NFC oder MST.


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