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20.05.2015
Streiks bringen die Bargeldversorgung ins Wanken

Bildquelle: © Jyothi | Dreamstime Stock Photos

Wer zuletzt mit seiner kostenlosen Kreditkarte in einigen Regionen Ostdeutschlands unterwegs war, der konnte auf ernste Probleme stoßen: Die Gewerkschaft Verdi hatte zum Streik beim Geldtransportunternehmen Prosegur aufgerufen. Die Bargeldversorgung stand deshalb auf der Kippe, denn viele Banken sind auf Prosegur angewiesen. Das hatte auch für die Kunden Folgen.

In Frankfurt (Oder) hatte man es in den letzten Wochen weiß Gott nicht leicht. So streikte neben der Stadtverkehrsgesellschaft auch die Deutsche Bahn. Kein Verkehr ist das eine, aber die Menschen der Mittelstadt hatten auch mit anderen Problemen zu kämpfen. Wer mit seiner kostenlosen Kreditkarte einen Geldautomaten aufgesucht hat, der erhielt meist die Meldung, dass momentan nur Einzahlungen, nicht aber Auszahlungen möglich wären. Woran das liegt? Ganz einfach, neben der Stadtverkehrsgesellschaft wurde auch das Geldtransportunternehmen Prosegur vonseiten Verdis bestreikt. So wurde die Bargeldversorgung für die meisten Menschen zu einem ernsthaften Problem, denn die Ankündigung des Prosegur-Streiks war auf Grund der vielen anderen, auf den ersten Blick relevanteren, Meldungen in den Hintergrund geraten.

Kein Bargeld mit der kostenlosen Kreditkarte

Wer sich mit seiner gebührenfreien Kreditkarte Geld an einem der vielen Automaten im Stadtgebiet sichern wollte, der stand danach meist mit leeren Händen da. Egal ob Deutsche Kreditbank (DKB), Commerzbank oder Deutsche Bank – kaum ein Institut konnte mehr mit Bargeld dienen. Einzige Ausnahme war in Frankfurt (Oder), aber auch in anderen Orten, die Sparkasse. Sie setzt je nach Region auf andere beziehungsweise einen Mix aus verschiedenen Geldtransportunternehmen. So konnte auch während des Streiks sichergestellt werden, dass Bargeld verfügbar ist. Wer eine kostenlose Kreditkarte einer Direktbank nutzt, der konnte entsprechend immerhin auch weiterhin gebührenfrei an Bargeld kommen – oft war damit aber ein großer Umweg verbunden.

Glück im Unglück

In Grenzstädten wie Frankfurt (Oder) war die Situation allerdings weniger schlimm als in Regionen im ländlichen Brandenburg. So akzeptieren in Frankfurt (Oder) die meisten Händler kostenlose Kreditkarten. Das gilt selbst für die Supermarktkette Kaufland, die sonst eigentlich überhaupt keine Kreditkarten akzeptiert. Über diesen positiven Zufall dürfen sich Einwohner aus Frankfurt (Oder) deshalb freuen, weil die polnische Grenze keinen Kilometer entfernt ist. Viele Polen kommen nach Deutschland um einzukaufen. Damit die Zahlung auch ohne lästiges Geldwechseln unproblematisch ist, bieten Kaufland & Co. die gebührenfreie Zahlung mit Kreditkarte an. Diesen Vorteil können sich natürlich auch die Deutschen zu Nutze machen. So war man während des Streiks zumindest nicht komplett hilflos, denn auch wenn man kein Bargeld bekommen hat, so konnte man doch auch weiterhin einkaufen und essen gehen, ohne die Rechnung nicht begleichen zu können.

Streiks bringen großen wirtschaftlichen Schaden

Dennoch zeigt sich ein weiteres Mal, wie problematisch Streiks tatsächlich sind. Wenn man selbst mit einer kostenlosen Kreditkarte auf eine Vielzahl von Problemen trifft, so zeigt sich deutlich, wie groß der Schaden von Streiks für die gesamte Wirtschaft sein muss. Experten gehen jeden Tag von einem hohen dreistelligen Millionenverlust aus, wenn – wie vor einigen Tagen – Bahn, Stadtverkehrsgesellschaften und andere Unternehmen wie eben Prosegur zeitgleich bestreikt werden. Immerhin scheinen sich nach und nach einige Tarifkonflikte zu lösen. So wird man in den nächsten Monaten wohl keine Probleme mehr haben, mit seiner kostenlosen Kreditkarte an Geld zu kommen – egal wo in Deutschland.


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