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13.11.2014
Valovis Bank gibt hauseigener Kreditkarte neuen Namen

Die Valovis Bank hat eine der interessantesten Kreditkarten des Landes im Angebot. Das Institut hat sich in einer besonders kuriosen Auslegung des Begriffs kostenloser Kreditkarte versucht. So ist das Modell der Bank, das seit Neuestem unter dem Namen „MasterCard select“ fungiert, grundsätzlich kostenlos. Wollen Kunden aber am Cashback-Programm teilnehmen, so kostet die Karte 19,90 Euro im Jahr.

Sich im Kreditkartengeschäft durch eine kreative Idee auszuzeichnen ist im Moment nicht gerade einfach. Die verschiedenen Anbieter von kostenlosen Kreditkarten konkurrieren mit immer neuen und attraktiven Kreditkarten um die Gunst der Kunden. Die Valovis Bank geht deswegen einen kreativen Weg und bietet eine grundsätzlich gebührenfreie Kreditkarte an, für die Kunden auf Wunsch aber eine Jahresgebühr bezahlen können. Was verrückt klingt, kann sich für den Verbraucher durchaus lohnen, denn wer freiwillig 19,90 Euro im Jahr bezahlt, der kann am Bonusprogramm der Valovis Bank teilnehmen. Im Rahmen dessen gibt es einen Cashback von 0,5 Prozent auf die jeweilige monatliche Rechnungssumme.

Name von „premium MasterCard“ auf „MasterCard select“ geändert

Die frühere „premium MasterCard“ heißt neuerdings „MasterCard select“ und hat wohl eines der interessantesten Bonusmodelle im gesamten Kreditkartenvergleich. Doch wann lohnt es sich für Kunden, auf die kostenlose Kreditkarte zu verzichten und stattdessen Geld für die Karte zu bezahlen? Ganz einfach: Genau dann, wenn sie einen gewissen Jahresumsatz machen. Der Break-Even-Point ist bei 4.000 Euro Jahresumsatz erreicht, dann sind die Kosten für die Jahresgebühr durch das Cashback-Programm wieder hereingeholt. Wer mehr mit seiner Kreditkarte umsetzt, der verdient mit seiner Karte auf einmal Geld. Ein ähnliches System bieten sonst nur wenige Kreditkartenanbieter an, für Vielzahler kann sich eine indirekt kostenlose Kreditkarte der Valovis Bank also durchaus lohnen.

Verschlechterung der Zinskonditionen

Negativ fällt allerdings auf, dass die Zinskonditionen im Rahmen der Namensänderung verschlechtert wurden. Bei der neuen MasterCard select erhalten Kunden wie zuvor bis 500 Euro überhaupt keine Guthabenverzinsung. Werden dagegen 500 bis 9.999 Euro auf dem Kreditkartenkonto geparkt, so gibt es neuerdings 0,15 Prozent Zinsen (zuvor 0,25 Prozent). Für Guthaben ab 10.000 Euro gibt es nicht mehr die attraktiven 0,5 Prozent Zinsen, sondern zukünftig nur noch 0,3 Prozent. Damit verliert die Valovis Bank-Bank in diesem Bereich leider ein wenig Anschluss an manch andere kostenlose Kreditkarte. So bietet etwa die Deutsche Kreditbank (DKB) momentan noch einen Zinssatz von 0,9 Prozent auf Kreditkartenguthaben bis 300.000 Euro.

Überteuerte Gebührenstruktur bei der MasterCard select

Negativ fällt bei der gebührenfreien MasterCard zudem auf, dass die Gebührenstruktur für Kunden vergleichsweise unattraktiv ist. So gibt es zwar eine Teilzahlungsfunktion, die es erlaubt, die Monatsrechnung über einen längeren Zeitraum abzustottern, der aufgerufene Zinssatz von 16,51 Prozent ist im Marktvergleich aber deutlich zu hoch angesetzt. Zudem fallen bei der kostenlosen MasterCard für Verfügungen am Geldautomaten drei Prozent Gebühren an, mindestens müssen Kunden 5,50 Euro an Gebühren berappen. Ähnlich schlecht sind die Konditionen der kostenlosen Kreditkarte auch im Ausland. Hier zahlen Kunden der Valovis Bank zwar ein faires Auslandseinsatzentgelt von 1,5 Prozent, dazu kommt allerdings auch noch ein Wechselkursaufschlag von einem Prozent. Durch eine Gesamtgebühr von 2,5 Prozent ist das Kreditkartenmodell im Vergleich deutlich unattraktiver als die meisten Karten der Konkurrenz – neuer Name hin oder her.


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