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17.10.2014
Vorsicht mit hohen Boni bei Neukundenaktionen

Im Moment bieten immer mehr Banken kostenlose Kreditkarten und Girokonten in Verbindung mit einem hohen Willkommensbonus. Interessierte sollten allerdings vorsichtig sein, denn auch diese Angebote haben ihre Fallstricke. Oft sind Gehaltseingänge notwendig – manchmal auch eine Vielzahl von Transaktionen. So einfach wie gedacht ist es zumeist nicht.

Bis zu 150 Euro Bonus, so lautet das letzte Angebot der comdirect. Die Direktbank bietet für ihr gebührenfreies Girokonto und die kostenlose Visa-Kreditkarte auch noch einen Bonus von 150 Euro für alle Neukunden. Wie kann sich das lohnen, fragen viele interessierte Kunden. Die Antwort von Experten ist erst nach vielen Jahren, denn die Banken hoffen auf eine langfristige Zusammenarbeit – bei dieser profitieren sie dann von Gebühren und Transaktionsentgelten. Aber haben die Angebote auch für Kunden Nachteile? Eigentlich nein. Das kann sich aber ändern, wenn diese sich nicht genau über die jeweiligen Angebotsbedingungen informieren. Ansonsten gibt es am Ende zwar eine kostenlose Kreditkarte, allerdings keinen satten Bonus von mehr als 100 Euro.

Verschiedene Anbieter mit verschiedenen Angeboten

Dabei gibt es keine konkreten Regeln, auf was Kunden achten sollten, denn die verschiedenen Bonusangebote, die oftmals in Verbindung mit einer kostenlosen Kreditkarte stehen, sind teilweise sehr unterschiedlich. Bei der comdirect ist der Bonus etwa sogar auf zwei unterschiedliche Voraussetzungen aufgeteilt. Zum einen müssen Kunden mehrere Transaktionen in den ersten Monaten nachweisen, zum anderen sind mehrere Gehaltseingänge erforderlich. Wird ein Teil nicht erfüllt, gibt es deutlich weniger Bonus. So auch bei anderen Banken, die teils noch deutlich komplizierte Anforderungen an Neukunden stellen.

Vorsicht vor Kontoführungs- und Kreditkartengebühren

Wer mit einer kostenlosen Kreditkarte und einem tollen Bonus wirbt, der ist am Ende noch lange nicht der günstigste Anbieter. Entsprechend vorsichtig sollten Kunden bei der Unterzeichnung eines Vertrags sein. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Commerzbank. Sie bietet im Grunde zwar ein kostenloses Girokonto und je nach Wunsch auch eine gebührenfreie Kreditkarte, komplett kostenlos müssen aber beide Produkte nicht sein. Für das Girokonto fällt etwa dann, wenn kein Gehalt eingeht, eine relativ hohe Gebühr von 9,90 Euro im Monat an. Diese frisst den anfänglich großzügig wirkenden Willkommensbonus schnell wieder auf. Der größte Bonus macht also noch lange nicht das beste Angebot.

Auf die Konditionen von kostenlosen Kreditkarten achten

Die Krux der tollen Angebote zeigt sich auch an einer anderen Stelle: Den versteckten Gebühren. Gewöhnlich sollte einer Entscheidung für eine kostenlose Kreditkarte ein ausführlicher Kreditkartenvergleich vorausgehen, ansonsten sind die Chancen, ein perfektes Produkt zu finden, eher gering. Auf Grund der hohen versprochenen Boni schließen Kunden aber mittlerweile oft vorschnell einen im ersten Monat attraktiv klingen Vertrag ab. Am Ende kann dabei zwar eine kostenlose Kreditkarte rausspringen, diese muss aber noch lange nicht den Anforderungen des Nutzers entsprechen. Wer etwa öfter Geld am Automaten abhebt, der sollte ein genaues Auge auf die Abhebegebühren werfen. Für Vielreisende spielen insbesondere die Gebühren für den Auslandseinsatz eine große Rolle. Wer dagegen allgemein viel Geld ausgibt, der sollte möglicherweise von einem hohen Willkommensbonus absehen und dafür in eine gebührenpflichtige oder kostenlose Kreditkarte investieren, die ein langfristig attraktives Vergütungsprogramm anbietet. Oftmals lohnt sich eine solche Kreditkarte im Laufe der Zeit deutlich mehr als eine mit tollem Startbonus.


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