TelefonBestellberatung unter 0351-64757550 (Mo-Sa 8-20 Uhr, So 8-18 Uhr)

21.10.2015
Worldpay forciert die Zahlung mit Biometrie

Fortschritt wird rund um kostenlose Kreditkarten schon immer groß geschrieben. Jedes Jahr gibt es mindestens eine neue Technik, die der Rede wert ist. Nun soll aber sogar der nächste große Wurf anstehen, denn während Apple und Co noch an einem Fingerabdruckscanner für die Verifikation von Kreditkartenzahlungen arbeiten, will Worldpay mit Biometrie gleich den großen Wurf wagen.

Kreditkarten gehören schon grundsätzlich zu einem der innovativsten Zahlungsmittel überhaupt. Wer auf eine Plastikkarte setzt, der hat meistens ein Stück modernster Technik in der Hand. Allein in den letzten Jahren wurden Innovationen wie der EMV-Chip, der CVC-Sicherheitscode oder die Einführung von NFC-Chips zur kontaktlosen Bezahlung eingeführt. Kreditkarten werden dadurch jedes Jahr sicherer und komfortabler, was grundsätzlich auch das Ziel von Visa, MasterCard und Co ist. Sie alle investieren ein Vermögen in neue Technik, um das Bezahlerlebnis mit gebührenpflichtigen und kostenlosen Kreditkarten noch besser zu machen. Doch auch Drittanbieter drängen immer mehr in den Markt für einfaches und sicheres Bezahlen.

Bezahlung per Fingerabdruck

Apple und auch andere Anbieter machen es schon heute möglich, dass man seine Zahlung mit einer kostenlosen Kreditkarte mit modernster Technik verifizieren kann. „Touch-ID“ ermöglicht die Zahlung per Fingerabdruck. Zur Verifikation muss man seinen Finger auf ein Lesegerät legen und kann so statt PIN mit Fingerabdruck bezahlen. Das System funktioniert selbstredend auch mit einem Apple Gerät und kommt beim Bezahldienst Apple Pay bereits zum Einsatz. Der große Durchbruch ist Apple allerdings noch nicht gelungen. Auch Konkurrenten, die auf ein ähnliches System setzen, konnten noch nicht gerade viele Inhaber einer kostenlosen Kreditkarte überzeugen, zukünftig mit ihrem Fingerabdruck statt der PIN oder der Unterschrift zu bezahlen.

Zahlen mit biometrischen Daten

Doch die Technik macht trotz Entwicklungen wie dieser keinen Halt. Die Firma Worldpay will noch einen ganzen Schritt weitergehen als Apple und will schon bald auf der ganzen Welt die Zahlung mit dem Gesicht anbieten. Die Funktion ist dabei relativ einfach: Bei der Beantragung einer kostenlosen Kreditkarte muss man ein biometrisches Bild von sich anfertigen lassen, das dann mit der Kreditkarte verknüpft wird. Bei der Zahlung macht eine Kamera dann erneut ein Bild und vergleicht dieses mit den biometrischen Daten, die auf der Kreditkarte hinterlegt sind. Dieses System ist zu einhundert Prozent fälschungssicher, denn es gibt keine zwei Gesichter mit denselben biometrischen Daten. Das System lernt zudem dazu, denn alle biometrischen Daten von verschiedenen Einkäufen werden gespeichert und vermischt, sodass die Verifikation spätestens nach einigen Einkäufen ohne jegliche Probleme funktioniert und absolut sicher ist.

Kritik von Datenschützern

So komfortabel und angenehm das auch klingt – immerhin müsste man sich keine Kreditkarten PIN mehr merken und wäre vor Diebstahl komplett geschützt – kommt auch Kritik. Besonders Datenschützer sehen die Errungenschaft von Worldpay sehr kritisch. Der Datenschatz von tausenden Bildern, die auch noch genau mit dem Einkaufsverhalten verknüpft werden, weckt Begehrlichkeiten. Nimmt man Worldpay außen vor, haben zweifelsohne auch noch andere Interessen an den Daten. Firmen könnten die hinterlegten Daten für Werbung verwenden, Regierungen dafür, die Bürger besser überwachen zu können und Betrüger, um damit Geld zu verdienen. Selbstredend verspricht Worldpay höchsten Datenschutz und höchste Sicherheit. Dass weder das eine noch das andere wirklich garantiert werden können, zeigt allerdings bereits die Vergangenheit. Zahlen mit Biometrie wird also vermutlich noch nicht so bald die neueste Technik bei kostenlosen Kreditkarten sein.


Weitere News lesen Sie unter Kreditkartennews